Treudienst-Ehrenzeichen - Miniatur

16 mm, Rohling ohne Versilberung oder Vergoldung.
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25,00

Treudienst-Ehrenzeichen - Miniatur

Das Treudienst-Ehrenzeichen stellt eines der bedeutsamsten zivilen Auszeichnungen des Dritten Reiches dar und wurde am 30. Januar 1938 durch Adolf Hitler gestiftet. Diese Auszeichnung sollte die langfristige Loyalität und den treuen Dienst von Zivilbediensteten im öffentlichen Dienst würdigen.

Die Verordnung über das Treudienst-Ehrenzeichen vom 30. Januar 1938 etablierte drei verschiedene Stufen der Auszeichnung: für 25 Jahre treuen Dienst (in Silber), für 40 Jahre treuen Dienst (in Gold) und für 50 Jahre treuen Dienst (in Gold mit Lorbeerkranz). Das Ehrenzeichen konnte an alle Personen verliehen werden, die im öffentlichen Dienst des Deutschen Reiches, der Länder, Gemeinden oder anderen öffentlich-rechtlichen Körperschaften tätig waren.

Das Design des Ehrenzeichens zeigt auf der Vorderseite ein Hakenkreuz im Zentrum, umgeben von einem Eichenkranz, mit der Umschrift “Für treue Dienste”. Die Rückseite trägt den Reichsadler mit ausgebreiteten Schwingen über einem Hakenkreuz. Die Miniaturversion dieser Auszeichnung wurde entsprechend den Tragebestimmungen für den Gesellschaftsanzug oder die Ausgehuniform gefertigt.

Diese Miniaturausführung in der vorliegenden Form - ein 16 mm Rohling ohne Versilberung oder Vergoldung - repräsentiert ein unfertiges Exemplar oder einen Herstellungsrohling aus der Produktionsstätte. Solche Rohlinge sind historisch bedeutsam, da sie Einblicke in den Herstellungsprozess und die Massenproduktion von NS-Auszeichnungen geben.

Die Herstellung von Miniaturen folgte denselben gestalterischen Grundsätzen wie die regulären Auszeichnungen, jedoch in verkleinerter Form für das Tragen an der Fracke oder dem Gesellschaftsanzug. Die Tragebestimmungen sahen vor, dass bei gleichzeitigem Besitz mehrerer Auszeichnungen die entsprechenden Miniaturen in einer bestimmten Rangfolge zu tragen waren.

Nach 1945 wurde das Tragen von NS-Auszeichnungen in Deutschland grundsätzlich verboten. Heute dienen solche Objekte ausschließlich historischen und musealen Zwecken zur Dokumentation und Aufarbeitung der deutschen Geschichte zwischen 1933 und 1945. Die Erforschung dieser Auszeichnungen trägt zum Verständnis der systematischen Loyalitätspolitik des NS-Regimes bei.