III. Reich RZM Knopf 

vernickelter Knopf mit RZM Hersteller M5/8, 20 mm. Gebraucht, Zustand 2.

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469497
10,00

III. Reich RZM Knopf 

Der vorliegende RZM-Knopf mit einer Größe von 20 mm repräsentiert ein typisches Element der Uniformausstattung während der Zeit des Dritten Reiches. Die Kennzeichnung M5/8 verweist auf das komplexe System der Reichszeugmeisterei (RZM), die zwischen 1929 und 1945 die zentrale Kontrolle über die Herstellung und Verteilung von Uniformteilen und Ausrüstungsgegenständen für nationalsozialistische Organisationen ausübte.

Die Reichszeugmeisterei wurde im Jahr 1929 unter der Leitung von Franz Xaver Schwarz gegründet, der als Reichsschatzmeister der NSDAP fungierte. Ihr Hauptzweck bestand darin, die Qualität und Einheitlichkeit von Uniformen und Abzeichen zu gewährleisten sowie unerlaubte Nachbildungen zu verhindern. Jeder autorisierte Hersteller erhielt eine eindeutige Kennzeichnung, die mit dem Buchstaben “M” für Metallwaren begann, gefolgt von einer Zahlenkombination.

Das RZM-Kennzeichnungssystem war äußerst präzise organisiert. Die Buchstaben bezeichneten die Warengruppe: “M” stand für Metallwaren (Metall), “RZM” selbst für Reichszeugmeisterei. Die nachfolgenden Zahlen identifizierten den spezifischen Hersteller und oft auch die Produktionsstätte. Die Kennzeichnung M5/8 weist auf einen autorisierten Lieferanten hin, dessen genaue Identität durch Abgleich mit historischen RZM-Registern bestimmt werden könnte.

Die Vernickelung des Knopfes war eine standardmäßige Oberflächenbehandlung für metallene Uniformknöpfe dieser Zeit. Nickel bot mehrere Vorteile: Es war korrosionsbeständig, relativ kostengünstig und verlieh den Knöpfen ein glänzendes, professionelles Aussehen. Die 20-mm-Größe entspricht einem kleineren Knopfformat, das typischerweise für Hemdknöpfe, Taschenverschlüsse oder kleinere Uniformteile verwendet wurde.

Während der NS-Zeit wurden Knöpfe für verschiedene Organisationen hergestellt, darunter die Wehrmacht, die SA (Sturmabteilung), die SS (Schutzstaffel), die Hitler-Jugend, den Reichsarbeitsdienst und zahlreiche andere Parteigliederungen. Jede Organisation hatte spezifische Anforderungen an Design und Größe. Die RZM-Kennzeichnung stellte sicher, dass nur genehmigte Hersteller diese Artikel produzierten.

Die Produktionsstandards der RZM waren streng geregelt. Hersteller mussten nicht nur technische Spezifikationen erfüllen, sondern auch regelmäßige Qualitätskontrollen durchlaufen. Dies gewährleistete die Einheitlichkeit über verschiedene Produktionschargen und Zeiträume hinweg. Die Kennzeichnung auf der Rückseite der Knöpfe diente sowohl der Qualitätskontrolle als auch der Rückverfolgbarkeit.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele dieser Gegenstände von Sammlern gesucht, da sie wichtige Zeitdokumente darstellen. Heute sind RZM-markierte Artikel von militärhistorischem Interesse und dienen Forschern als materielle Zeugnisse der industriellen Organisation und Uniformstandards dieser Periode. Der Handel mit solchen Objekten unterliegt in Deutschland und anderen Ländern spezifischen gesetzlichen Regelungen, insbesondere wenn sie verfassungsfeindliche Symbole tragen.

Die Zustandsbewertung 2 in der Beschreibung folgt einem gängigen Sammlersystem, bei dem der Zustand von 1 (neuwertig) bis 5 (stark beschädigt) eingestuft wird. Ein Zustand 2 deutet auf einen gut erhaltenen, gebrauchten Artikel mit normalen Gebrauchsspuren hin, der jedoch keine größeren Beschädigungen aufweist.

Die Untersuchung solcher Alltagsgegenstände wie Uniformknöpfe ermöglicht Historikern Einblicke in die materielle Kultur und die organisatorischen Strukturen der NS-Zeit. Sie verdeutlichen das Ausmaß der Bürokratisierung und Standardisierung, die das Regime in allen Bereichen durchzusetzen versuchte, selbst bei scheinbar unbedeutenden Details wie der Herstellung von Knöpfen.

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