Besitzurkunde zum Verwundetenabzeichen - SS Polizei Gebirgsjäger Rgt. 18

Besitzzeugnis zum Verwundetenabzeichen in Schwarz, für den Unterwachtmeister Johann Salmen, vom 6./ SS-Polizei Gebirgs Jäger Regiment 18, ausgestellt am 16. Dezember 1944. Die Urkunde ist seitlich gelocht und oben leicht eingerissen. 
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Besitzurkunde zum Verwundetenabzeichen - SS Polizei Gebirgsjäger Rgt. 18

Die Besitzurkunde zum Verwundetenabzeichen stellt ein bedeutsames Dokument der deutschen Militärgeschichte des Zweiten Weltkriegs dar. Diese Urkunde dokumentiert die Verleihung des Verwundetenabzeichens in Schwarz an einen Angehörigen des SS-Polizei Gebirgs-Jäger Regiment 18, einer Einheit, die zu den komplexen militärischen Strukturen des nationalsozialistischen Deutschlands gehörte.

Das Verwundetenabzeichen wurde am 22. Mai 1918 von Kaiser Wilhelm II. gestiftet und später durch Adolf Hitler am 1. September 1939 für den Zweiten Weltkrieg neu eingeführt. Es existierte in drei Stufen: Schwarz für eine oder zwei Verwundungen, Silber für drei oder vier Verwundungen und Gold für fünf oder mehr Verwundungen oder besonders schwere Verletzungen. Das schwarze Abzeichen war somit die erste Stufe dieser militärischen Auszeichnung.

Das SS-Polizei Gebirgs-Jäger Regiment 18 war Teil der SS-Polizei-Division, die später zur 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division umbenannt wurde. Diese Einheiten entstanden aus der Zusammenführung von Polizei- und SS-Kräften und kämpften an verschiedenen Fronten des Zweiten Weltkriegs. Die Gebirgsjäger-Regimenter waren speziell für den Kampf in schwierigem Gelände ausgebildet und ausgerüstet.

Die Ausstellung solcher Urkunden folgte strengen militärischen Vorschriften. Nach der Verwundung musste ein offizieller Antrag gestellt werden, der durch medizinische Unterlagen und Zeugenaussagen belegt wurde. Die Urkunde selbst diente als offizieller Nachweis für das Recht zum Tragen des Abzeichens und war ein wichtiges Dokument für den betroffenen Soldaten.

Der Dezember 1944 als Ausstellungsdatum der Urkunde fällt in die späte Phase des Krieges, als die deutsche Wehrmacht bereits erhebliche Verluste erlitten hatte und sich in einer zunehmend defensiven Position befand. Zu dieser Zeit waren Verwundungen an der Front besonders häufig, da die Kampfintensität in den letzten Kriegsmonaten stark zugenommen hatte.

Aus historischer Sicht dokumentieren solche Urkunden die menschlichen Kosten des Krieges auf individueller Ebene. Sie zeugen von der Bürokratie des militärischen Systems, das selbst in den chaotischen letzten Kriegsmonaten noch formelle Verfahren für Auszeichnungen aufrechterhielt. Gleichzeitig spiegeln sie die Propaganda wider, die körperliche Opfer für das Regime glorifizierte.