III. Reich - Reichstreubund - Heimkehrfeier Saarbrücken 4./5. Mai 1935

Blechabzeichen, an Nadel, Zustand 2.
498198
25,00

III. Reich - Reichstreubund - Heimkehrfeier Saarbrücken 4./5. Mai 1935

Das vorliegende Blechabzeichen aus der Zeit des Dritten Reiches dokumentiert ein bedeutsames Ereignis in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts: die Heimkehrfeier Saarbrücken vom 4./5. Mai 1935. Dieses Abzeichen steht im direkten Zusammenhang mit der Rückkehr des Saargebiets zum Deutschen Reich nach der Volksabstimmung vom 13. Januar 1935.

Der Reichstreubund war eine Organisation, die sich besonders der Betreuung und Unterstützung von Deutschen widmete, die in den nach dem Ersten Weltkrieg abgetrennten Gebieten lebten. Nach dem Versailler Vertrag von 1919 wurde das Saargebiet unter die Verwaltung des Völkerbundes gestellt, während die Kohleminen Frankreich als Kompensation für Kriegsschäden zugesprochen wurden.

Die Volksabstimmung im Saargebiet am 13. Januar 1935 ergab ein überwältigendes Ergebnis: 90,7% der Abstimmenden entschieden sich für die Rückkehr zu Deutschland, nur 8,8% für den Verbleib unter Völkerbundsverwaltung und lediglich 0,4% für den Anschluss an Frankreich. Dieses Ergebnis wurde von der nationalsozialistischen Propaganda als großer Triumph gefeiert und intensiv für ihre Zwecke genutzt.

Die Heimkehrfeiern im Mai 1935 markierten die offizielle Wiedereingliederung des Saargebiets in das Deutsche Reich. Diese Veranstaltungen wurden mit großem propagandistischen Aufwand inszeniert und dienten der NS-Führung als Bestätigung ihrer Politik. Solche Blechabzeichen wurden typischerweise als Erinnerungsstücke an Teilnehmer und Sympathisanten verteilt.

Derartige Erinnerungsabzeichen waren charakteristisch für die NS-Zeit und dienten sowohl der Dokumentation von Ereignissen als auch der Identifikation und Bindung der Träger an die nationalsozialistische Bewegung. Sie wurden in großen Stückzahlen produziert und sind heute wichtige historische Zeugnisse dieser Epoche.