WHW Spendenabzeichen " Tag der Wehrmacht "

Schulterklappe Artillerie Beobachtungs-Abteilung 20, Zustand 2.
485698
30,00

WHW Spendenabzeichen " Tag der Wehrmacht "

Die Schulterklappe der Artillerie Beobachtungs-Abteilung 20 stellt ein bedeutendes Beispiel der militärischen Rangabzeichen und Einheitskennzeichnung der Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs dar. Diese spezielle Schulterklappe dokumentiert die organisatorische Struktur und das Identifikationssystem der deutschen Artillerietruppen in der Zeit von 1935 bis 1945.

Die Artillerie Beobachtungs-Abteilungen spielten eine entscheidende Rolle in der modernen Kriegsführung der Wehrmacht. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, Artilleriefeuer zu koordinieren und Zielerfassung durchzuführen. Die Beobachtungsabteilungen waren mit speziell ausgebildetem Personal besetzt, das in der Lage war, Entfernungen zu messen, Ziele zu identifizieren und Feuerbefehle an die Artilleriebatterien weiterzuleiten.

Die Einführung standardisierter Schulterklappen erfolgte durch die Heeresdienstvorschrift (H.Dv.) und wurde kontinuierlich angepasst. Die Grundfarbe der Waffengattung Artillerie war traditionell hochrot, eine Farbe, die bereits in der preußischen Armee verwendet wurde und die historische Kontinuität der deutschen Militärtradition symbolisierte. Die Nummer “20” auf der Schulterklappe identifizierte die spezifische Abteilung innerhalb der Organisationsstruktur.

Schulterklappen dienten mehreren wichtigen Funktionen: Sie kennzeichneten die Waffengattung, die Truppengattung, den Rang des Trägers und die Einheitszugehörigkeit. Für Mannschaften und Unteroffiziere waren die Schulterklappen aus Tuchunterlagen gefertigt, während Offiziere Schulterklappen mit Metallgeflecht trugen. Die Befestigung erfolgte mittels eines Knopfes an der Schulternaht der Uniform.

Die Beobachtungs-Abteilung 20 war Teil des komplexen Systems der Artillerieunterstützung. Während des Zweiten Weltkriegs wurden Beobachtungsabteilungen auf Divisions- und Korpsebene eingesetzt. Sie verfügten über spezialisierte Ausrüstung wie Scherenfernrohre, Entfernungsmesser und später auch über Funkgeräte zur Kommunikation mit den Feuerbatterien.

Die organisatorische Struktur einer Beobachtungs-Abteilung umfasste typischerweise mehrere Batterien, die jeweils mit Beobachtungstrupps ausgestattet waren. Diese Trupps operierten häufig in vorderster Linie, um genaue Zielinformationen zu sammeln. Die Ausbildung der Beobachter war anspruchsvoll und erforderte fundierte Kenntnisse in Ballistik, Trigonometrie und Geländekunde.

Der Zustand 2 der vorliegenden Schulterklappe deutet auf einen gut erhaltenen Zustand mit leichten Gebrauchsspuren hin, was bei militärischen Textilien aus dieser Epoche durchaus üblich ist. Solche Objekte wurden täglich getragen und waren den Witterungseinflüssen und dem Feldgebrauch ausgesetzt.

Nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht im Mai 1945 und der Auflösung aller deutschen Streitkräfte durch die Alliierten verloren diese Rangabzeichen ihre offizielle Funktion. Heute sind sie wichtige Studienobjekte für Militärhistoriker und dokumentieren die organisatorische Struktur der deutschen Streitkräfte während des Zweiten Weltkriegs.

Die Sammlung und das Studium solcher militärhistorischer Objekte dienen ausschließlich der historischen Forschung und Aufklärung. Sie helfen, die militärische Organisation, die Uniformkunde und die Alltagsrealität der Soldaten zu verstehen. Dabei ist es wichtig, diese Objekte im historischen Kontext zu betrachten und ihre Rolle in einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte zu würdigen, ohne dabei die Verbrechen des NS-Regimes zu verharmlosen oder zu glorifizieren.

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