KVK 2. Klasse mit Schwertern - Verleihungsurkunde + Foto

Verleihungsurkunde für das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern, für einen Stabsfeldwebel von der 2. /Feldgendarmerie-Abteilung (mot) 571, ausgestellt am 5. April 1942, unterzeichnet vom General der Panzertruppe  Joachim Lemelsen,-  Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes (27. Juli 1941),-  Deutsche Kreuz in Gold (15. Juli 1942). Die Urkunde ist mittig einmal gefaltet, halb mittig eingerissen, Zustand 2. Anbei ein Portraitfoto vom Stabsfeldwebel, zu sehen das Ärmelband "Feldgendarmerie".
498299
150,00

KVK 2. Klasse mit Schwertern - Verleihungsurkunde + Foto

Das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern gehörte zu den wichtigsten Auszeichnungen der Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs. Diese Verleihungsurkunde dokumentiert die Ehrung eines Stabsfeldwebels der 2. Kompanie der Feldgendarmerie-Abteilung (mot) 571, ausgestellt am 5. April 1942 und unterzeichnet von General der Panzertruppe Joachim Lemelsen.

Das Kriegsverdienstkreuz wurde durch Erlass vom 18. Oktober 1939 von Adolf Hitler gestiftet und war in zwei Klassen unterteilt. Die 2. Klasse mit Schwertern wurde speziell für militärische Verdienste verliehen, die nicht unmittelbar im Kampf erbracht wurden, aber dennoch von erheblicher Bedeutung für die Kriegsführung waren. Die Version mit Schwertern unterschied sich von der ohne Schwerter, die für zivile Verdienste im Kriegseinsatz vorgesehen war.

Die Feldgendarmerie spielte eine wesentliche Rolle in der Wehrmacht. Als militärische Polizei war sie für die Aufrechterhaltung der Ordnung und Disziplin in den rückwärtigen Gebieten, die Verkehrsregelung, die Bekämpfung von Desertion und Plünderung sowie für Sicherheitsaufgaben zuständig. Das charakteristische Ärmelband "Feldgendarmerie" und die berühmte Ringkragen-Kette (Ringkragen) machten die Angehörigen dieser Einheit sofort erkennbar. Die motorisierten Feldgendarmerie-Abteilungen waren besonders mobil und wurden den verschiedenen Armeen und Heeresgruppen zugeteilt.

General Joachim Lemelsen (1888-1954) war ein erfahrener Panzeroffizier, der während des Krieges verschiedene Panzerkorps und Armeen befehligte. Im April 1942, zum Zeitpunkt der Urkundenausstellung, kommandierte er das XXXXVII. Panzerkorps an der Ostfront. Seine Unterschrift auf dieser Urkunde unterstreicht die Bedeutung der Auszeichnung. Lemelsen erhielt selbst das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes am 27. Juli 1941 und später das Deutsche Kreuz in Gold am 15. Juli 1942, was seine herausragende militärische Leistung würdigte.

Der Rang eines Stabsfeldwebels war der höchste Unteroffiziersrang in der Wehrmacht und setzte langjährige Erfahrung und besondere Verdienste voraus. Ein Stabsfeldwebel in der Feldgendarmerie trug erhebliche Verantwortung für die Aufrechterhaltung der militärischen Ordnung in seinem Zuständigkeitsbereich.

Die Verleihungsurkunden des Kriegsverdienstkreuzes folgten einem standardisierten Format. Sie waren auf hochwertigem Papier gedruckt, häufig mit dem Hoheitsadler der Wehrmacht und dem Hakenkreuz versehen. Die Urkunde enthielt den Namen des Empfängers, seinen Rang, seine Einheit, das Datum der Verleihung und die Unterschrift des verleihenden Offiziers. Der Erhaltungszustand dieser Urkunde mit mittiger Faltung und teilweisem Einriss entspricht dem typischen Zustand vieler Feldverleihungen, die unter Kriegsbedingungen ausgestellt und aufbewahrt wurden.

Das beigefügte Portraitfoto des Stabsfeldwebels mit sichtbarem Feldgendarmerie-Ärmelband ist ein wertvolles historisches Dokument. Solche Fotografien waren in der Wehrmacht üblich und dienten oft als persönliche Erinnerung oder wurden an Familienangehörige geschickt. Das Ärmelband bestätigt die Zugehörigkeit zur Feldgendarmerie und macht die Verbindung zwischen Urkunde und Person visuell nachvollziehbar.

Im Kontext des Jahres 1942 befand sich die Wehrmacht mitten in intensiven Operationen an allen Fronten. An der Ostfront bereitete man sich auf die Sommeroffensive vor, die zum Vorstoß nach Stalingrad und in den Kaukasus führen sollte. Die Feldgendarmerie hatte in diesem Umfeld die schwierige Aufgabe, die Ordnung in den ausgedehnten besetzten Gebieten aufrechtzuerhalten und die militärischen Nachschubwege zu sichern.

Aus historischer Sicht dokumentiert diese Urkunde nicht nur die Anerkennung individueller Leistungen, sondern auch die Struktur und Funktionsweise des militärischen Auszeichnungswesens im Dritten Reich. Sie zeigt die Hierarchie der Wehrmacht, die Bedeutung verschiedener Dienstgrade und die Rolle spezialisierter Einheiten wie der Feldgendarmerie.

Heute sind solche Dokumente wichtige Quellen für die militärhistorische Forschung. Sie ermöglichen es Historikern, militärische Karrieren nachzuvollziehen, die Struktur von Einheiten zu rekonstruieren und die Verleihungspraxis von Auszeichnungen zu untersuchen. Die Kombination von Urkunde und Fotografie macht dieses Ensemble besonders wertvoll für das Verständnis der militärischen Kultur und des Alltags in der Wehrmacht.