Hannover

Königreich Hannover Tschako (Käppi) Modell 1859 für einen Sergeant in den Linien-Infanterie-Regimentern aus der Zeit des Deutsch-Deutschen Krieges 1866

Eigentumsstück, um 1860. Höherer, leicht nach vorn geneigter Tschako, der Korpus aus Filz, außen mit schwarzem Stoff bezogen, der Deckel die Randeinfassung und der Vorderschirm aus schwarz lackiertem Leder, komplett mit allen Beschlägen. Für den Sergeant um den oberen Rand umlaufend mit weißer, gestickter Woll-Borte mit gelben Durchzügen. Vorne als Emblem das „Springende Pferd“ in versilberter Ausführung, eingerahmt von dem vergoldeten Lorbeerkranz mit der Krone und dem Devisenband «18 Jun Waterloo 1815», anhängend die Inventar-Marke «683» der königlichen hannoverschen Sammlung Schloss Marienburg. Vollständig mit dem Feldzeichen aus neusilbernem Blech mit vergoldeter „Sonne“, rückseitig gestempelt «II A 14». Innen mit fein gelaschtem Futter aus goldgeprägten Saffian-Leder, der Vorderschirm grün gefüttert. Ohne den Kinnriemen. Größe ca. 56. Sehr gut erhalten. Zustand 2.

Sehr selten! 

Das Stück stammt aus der königlichen hannoverschen Sammlung Schloss Marienburg und wurde im Oktober 2005 bei der Sotheby's Auktion auf der Marienburg bei Hildesheim versteigert.

Getragen wurden solche Tschakos von der Linien-Infanterie in der Schlacht bei Langensalza im Deutsch-Deutschen Krieg 1866.
509368
3.000,00

Königreich Hannover Attila und Schärpe eines Husaren des Garde-Husaren-Regiment aus der Zeit Georgs V.

Standort Verden, um 1860. Die Attila aus dunkelblauem etwas derberen Stoff mit gelber Verschnürung und drei Reihen halbkugel- und kugelförmiger Messing-Knöpfe. Innen mit dem originalen „jeans-artigen“ Futter, das Ärmelfutter mit Stempel eines Kostüm-Fundus aus Hannover. Getragen, kleine zeitgenössische Reparaturen. 

Sehr selten! Das Garde Husaren Regiment nahm in diesen Attilas an der Schlacht von Langensalza am 27.Juni 1866 teil.
509365
2.500,00

Königreich Hannover Paar Stiefel für einen Offizier Kürassiere/Gardes du Corps

Um 1850. Paar eleganter schwarzer Stiefel aus feinem Lackleder. Höhe ca. 56.5 cm, Sohlenlänge ca. 27 cm. Komplett mit den Umschnall-Sporen. Zustand 2.

Die Stiefel stammen ursprünglich aus der Welfen-Auktion im Schloss Marienburg und wurden im Oktober 2005 durch Sotheby's versteigert.
Getragen wurden solche Stiefel auch von Offizieren der Kavallerie anderer Länder wie z.B. Preußen.
471940
2.000,00

Königreich Hannover Schärpe eines Husaren Unteroffiziers aus der Zeit Georgs V.

um 1860. Die Schärpe aus gelbem Geflecht mit weißen Schiebern und Pommeln. Getragen Zustand 2.

Die Schärpen der Mannschaften waren im Gegensatz farblich umgekehrt mit weißem Geflecht und gelben Schiebern und Pommeln. 
511726
1.000,00

Königreich Hannover Pelzmütze für Offiziere im Garde-Husaren-Regiment

Garnison Hannover, um 1850. Hohe Pelzmütze aus braunem Pelz. Komplett mit allen Beschlägen. Vorne in 'Buntmetall feuervergoldet aufgelegt die Krone über dem Devisenband "Peninsula - Waterloo - El Bodon", vergoldete Panzerkette auf brauner Samtunterlage, seitlich an Haken mit großen Löwenköpfen. Der rote Kolpak fest vernäht. Komplett mit der silbernen Fangschnur mit gelben Durchzügen mit Quasten. Komplett mit dem original weißen Reiherfeder-Paradestutz mit gelber Wurzel, unten mit vergoldeter vierblättriger Montierung mit Halteschraube zur Befestigung in der Oberkante des Korpus einmontierten Tülle. Innen mit braunem Lederfutter und rotbraunes Seidenfutter. Leicht getragen in wunderschöner unberührter Originalerhaltung ! 
Extrem selten, ein Prachtstück von musealer Seltenheit, seit über 35 Geschäftsjahren das 1. Mal bei uns im Angebot.

Im Jahre 1813 bestanden in der hannoverschen Armee bereits 3 Husaren-Regimenter. Mit der Neuformation der Kavallerie 1816 wurde die Anzahl der Husaren-Regimenter sogar auf vier angehoben. 1833 wurde die Kavallerie erneut reformiert und nun alle Regimenter als Dragoner eingestuft. Jedoch bereits 1838 wurde die Kavallerie nochmals umgeformt und es wurden wieder Husaren-Regimenter erschaffen. Dazu gehörten auch das Garde-Husaren-Regiment und das Königin-Husaren-Regiment. Noch 1847 erhielten die Regimenter Pelzmützen mit rotem bzw. karmesinroten Beutel. 1866 nahm das Regiment am Krieg gegen Preußen teil.





490405
20.000,00

Königreich Hannover Tschako für Subalternoffiziere der Linien-Infanterie-Regimenter

um 1860. Hoher schwarzer Filztschako mit Nadelfilzbezug. Komplett mit aufgelegtem Tschako Emblem: das springende Pferd im gekrönten Lorbeerkranz, darunter das Bandeau "8. Juni Waterloo 1813", Oben umlaufende Silberborte für Subalternoffiziere. Das Feldzeichen fehlt, innen ohne Futter. Getragen, Zustand 3.
Ein Dachbodenfund, noch unberührt.
294798
1.250,00

Königreich Hannover Tschakoemblem für Mannschaften im 1. (Leib)-Regiment aus der Zeit König Ernst August I.

Standort Hannover. Um 1830. Großes Emblem Messingblech hohlgeprägt, gekröntes Medaillon mittig hannoversches Roß unter Schriftband "Nec Aspera Terrent", das Medaillon umgeben von Loorbeer, Höhe ca.12,5 cm. Deutlich getragen, Zustand 2-. 
518463
600,00

Königreich Hannover Tschakoemblem für Offiziere im 1. (Leib)-Regiment aus der Zeit König Ernst August I.

Standort Hannover. Um 1830. Großes Emblem Messingblech hohlgeprägt mit Resten der Feuervergoldung, Medaillon mittig hannoversches Roß unter Schriftband "Nec Aspera Terrent", darüber große durchbrochener hannoversche Königskrone, das Medaillon umgeben von Loorbeer, rückseitig noch mit beiden Befestigungsösen, Höhe ca.12,5 cm. Deutlich getragen, Zustand 2-. Sehr selten.
518445
750,00

Königreich Hannover Helmblech für den Raupenhelm für Mannschaften im 3. Regiment Cambridge-Dragoner

Standort Celle. Um 1835. Hoher Schild aus Messingblech mit einer Randverzierung im Eichenlaubdekor, mittig aufgelegt der silberne  gekrönte Stern des Hausordens mit Schwertern, im Zentrum das „hannoversche Pferd“ und der Wahlspruch «nec aspera terrent», darunter das Ehrenbandeau mit Lorbeerdekor und den Schlachtorten «Peninsula Waterloo Göhrde». Seitlich mit Bohrungen zum Befestigen auf dem Helm. Getragen, Zustand 2. Sehr selten.

Das „3. Regiment Cambridge-Dragoner“ wurde um 1833 aus dem „3. (Göttingischen) Regiment Herzog von Cambridge-Husaren und dem „4. (Lüneburgischen) Regiment Kronprinz-Husaren gebildet. Um 1835 wurde der Raupenhelm eingeführt. Ab 1849/50 wiederum erfolgte die Einführung des Helmes nach preußischem Muster. 

518338
1.950,00

Königreich Hannover Tschako (Käppi) Modell 1859 für einen Stabs-Offizier in den Linien-Infanterie-Regimentern aus der Zeit des Deutsch-Deutschen Krieges 1866

Um 1860. Höherer, leicht nach vorn geneigter Tschako, der Korpus aus Filz, außen mit schwarzem Stoff bezogen, der Deckel, die Randeinfassung und der Vorderschirm aus schwarz lackiertem Leder, komplett mit allen Beschlägen. Für den Offizier silberne Kordel um den unteren Rand und am Rand des Vorderschirms mit Stickerei aus Silberfaden, für den Stabs-Offizier oben um den Rand umlaufend die breite, dreigeteilte silberne Offizierstresse mit vier goldenen Durchzügen. Vorne als Emblem das „Springende Pferd“ in versilberter Ausführung, eingerahmt von dem vergoldeten Lorbeerkranz mit der Krone und dem Devisenband «18 Jun Waterloo 1815», anhängend die Inventar-Marke «1061» der königlichen hannoverschen Sammlung Schloss Marienburg. Vollständig mit dem Feldzeichen mit der Chiffre «GRV». Innen mit fein gelaschtem Futter aus goldgeprägten Saffian-Leder, der Vorderschirm grün gefüttert. Mit dem Kinnriemen. Größe ca. 58. Schön erhalten, nur der Korpus leicht verzogen. Zustand 2.

Als Tschako für einen Stabs-Offizier äußerst selten! Ein Tschako wie er von einem Stabs-Offizier während der Schlacht von Langensalza im Deutsch-Deutschen Krieg 1866 getragen wurde. Das Stück stammt aus der königlichen hannoverschen Sammlung Schloss Marienburg und wurde im Oktober 2005 bei der Sotheby's Auktion auf der Marienburg bei Hildesheim versteigert. Aufgrund der Provenienz aus der „königlichen Gewehr und Waffenkammer“ kann man davon ausgesehen, dass der Tschako König Georg V. selbst oder dem Prinzen Ernst August gehörte.
509358
6.500,00

Königreich Hannover Tschako (Käppi) Modell 1865 für einen Offizier im 3. Jäger-Bataillon aus der Zeit des Deutsch-Deutschen Krieges 1866

Standort Goslar. Um 1866. Flacher, nach vorn geneigter Tschako, der Korpus aus Filz, außen mit schwarzem Stoff bezogen, von einer zweiten Stoffbahn überdeckt die beiden Ventilationssiebe, der Deckel, die Randeinfassung und der vorne gerade Vorderschirm aus schwarz lackiertem Leder, komplett mit allen Beschlägen. Vorne als Emblem das ovale Schild mit dem „springenden Pferd“ im Zentrum, umgeben vom Lorbeerkranz, oben die Königskrone, eingesteckt die Kokarde für das 3. Bataillon. Vollständig mit dem eingesteckten schwarzen Rosshaarbusch. Innen mit feinem gelaschtem Futter aus goldgeprägtem Saffianleder. Beiliegend ein zeitgenössisches Sammlungs-Etikett, wahrscheinlich aus der königlichen Sammlung Schloss Marienburg mit dem Aufschrift «Jäger-Offizier». Größe ca. 55. Ohne Kinnriemen. Der Korpus leicht verzogen, der Stoffbezug mit zwei Mottenlöchern. Ungereinigt. Zustand 2.

Äußerst selten, von musealer Bedeutung! 

Das Stück stammt aus der königlichen hannoverschen Sammlung Schloss Marienburg, die im Oktober 2005 bei der Sotheby's Auktion auf der Marienburg bei Hildesheim versteigert.

Getragen wurden solche Tschakos in der Schlacht bei Langensalza im Deutsch-Deutschen Krieg 1866.




509337
4.500,00

Königreich Hannover Helm Modell 1849 für einen Offizier im Regiment Kronprinz-Dragoner aus der Zeit des "Deutsch-Dänischen Krieges“

Standorte Osnabrück, Lingen, Quackenbrück, Aurich. Um 1860. Hoher Lederhelm, komplett mit allen Beschlägen. Vorne das "springende Pferd" mit darüber aufgelegter Krone. Gewölbte Schuppenketten an Rosetten mit Messing-Schlitzschrauben, rechts die große Kokarde des Königreichs Hannover. Kreuzblatt, der Hals mit Kugelverzierung, die Spitze abnehmbar. Innen mit Lederfutter. Größe ca. 56. Die Kalotte leicht verzogen, eine der Bügelmuttern alt ersetzt, eine weitere fehlt, die Zunge des Lederriemens der Schuppenkette abgerissen. Zustand 2.
488051
5.500,00

Königreich Hannover Pickelhaube Modell 1847 für einen Offizier des 1. oder Leib-Regiment

um 1850. Eleganter hoher Lederhelm, komplett mit allen Beschlägen in vergoldeter Ausführung. Vorn als Helmemblem das große gelbe trabende Pferd (ohne Devise "Waterloo" !). Kreuzblatt mit Kugelschrauben (1 fehlt),  hohe Spitze, gewölbte Schuppenketten, rechts die große lederne Offizierskokarde, eckiger Vorderschirm. Innen gelaschtes Lederfutter. Innen der Vorderschirm grün, der Nackenschirm schwarz gefüttert. Nur leicht getragen in sehr schöner unberührter Originalerhaltung.

Sehr selten! Die Pickelhaube nach preußischen Vorbild wurde 1847 zunächst nur für das Garde-Regiment und dann im selben Jahr auch für das Leib-Regiment (1. Regiment) eingeführt. 1850 wurden dann auch die Linien-Regimenter damit ausgestattet. Das Leib-Regiment führte als einziges Regiment keine Devise aus napoleonischer Zeit, da es erst 1838 aus Abgaben anderer Regimenter aufgestellt wurde.
490594
5.500,00

Königreich Hannover Uniform König Ernst August I. als General und Chef des Garde-Husaren-Regiments; Uniform des Ernst-August-Denkmals (!!)

Die Uniformengruppe aus der Zeit um 1845-1850 bestehend aus zwölf einzelnen Stücken:
#1. Pelzmütze aus feinstem braun-weißem Fell mit dem Kolpak aus feinem rotem Stoff. Vorne als Emblem für das Garde-Husaren-Regiment das goldene Bandeau mit den drei Ehrennamen «Peninsula Waterloo El Bodon», die Fläche gekörnt, die Buchstaben poliert, darüber separat aufgelegt die goldene Königskrone in feinster handwerklicher Qualität. Der Kinnriemen aus schwarz lackiertem Leder mit schwarzer Samtunterlage und goldener Kettenbewährung, seitlich an goldenen halbplastischen Löwenköpfen. Der extra hohe Paradestutz aus weißen besonders weichen und ca. 39 cm langen Reiherfedern, am Ansatz mit kurzen gelben Federn, der „Federkorb“ besonders aufwendig aus kleinen Goldplättchen und Goldfadenstickerei gestaltet, der Paaradestutz an der Pelzmütze in einer goldenen Tülle eingesteckt und mit Schraube fixiert. In der Tülle auch eingesteckt das große Feldzeichen. Komplett mit der Fangschnur aus Silberfaden mit gelben Durchzügen. Innen mit hochfeinem, fast pergamentartigen Lederschweißband mit Goldaufdruck und feinstem Futter aus hellblauem Seidentuch. Größe ca. 57. Sehr schön erhalten. Nur der Kolpak mit zwei kleinen Mottenspuren. Beiliegend das Etikett «Königliches Welfen-Museum. Uniformstück, zur Hannoverschen Husaren-Uniform Königs Ernst August gehörend.»
#2. Der Dolman/Pelz aus feinem weichem dunkelblauem Tuch mit reicher goldener Verschnürung und fünf Reihen von je 18 goldenen Knöpfen, die mittlere Reihe aus kugelförmigen Knöpfen, die anderen vier Reihen mit halbkugeligen Knöpfen, an den Ärmeln die besondere Offizierstresse für das Garde-Husaren-Regiment, der hohe Stehkragen, die Ärmel, die Knopfleisten und der Saum für Offiziere des Garde-Regiments mit grauem Fellbesatz, auf den Schultern die „Raupen“ aus silbernem Draht mit gelben Schnüren und je zwei goldenen Rangsternen für den General. Am linken Ärmel mit der schwarzen Seidenbinde für den Trauerfall. Der Pelz gut gefüttert, innen mit rotem Seidentuch. Sehr schön erhalten, das Futter innen mit einem ca. fünf cm langem dünnen Riss.
#3. Die Parade-Attila aus feinem weichem dunkelblauem Tuch mit reicher goldener Verschnürung und fünf Reihen von je 18 goldenen Knöpfen, die mittlere Reihe aus kugelförmigen Knöpfen, die anderen vier Reihen mit halbkugeligen Knöpfen, an den Ärmeln die besondere Offizierstresse für das Garde-Husaren-Regiment, der hohe Stehkragen, die Brust (unter der Verschnürung) und am Saum mit breiter goldener Tresse, auf den Schultern die „Raupen“ aus silbernem Draht mit gelben Schnüren und je zwei goldenen Rangsternen für den General. Am linken Ärmel mit der schwarzen Seidenbinde für den Trauerfall. Die Attila ist leichter gefüttert, innen mit rotem Seidentuch, der Saum innen mit rotem Leder verstärkt. Anhängend an einer Schnur der Rest eines typischen Etiketts der königlich Hannoverschen Sammlung.
#4. Paradebandelier und Kartuschkasten. Das Paradebandelier aus rotem Leder, umwirkt mit rotem samtenen Stoff, aufgelegt die silberne Tresse mit dem goldenen Durchzug, goldener Schild mit den beiden Räumnadeln an goldenen Kettchen an der goldenen Löwenkopfaufhängung befestigt, goldene Schnallen. Der Kartuschkasten mit rotem Saffian-Leder verkleidet, die Seiten und der Deckel mit vergoldetem Messing beschlagen, auf dem Deckel in Silber aufgelegt der gekrönte Stern mit der Devise «Nec aspera terrent» sowie das Bandeau «Peninsula Waterloo El Bodon». Anhängend die Inventar-Marke «1501» der königlichen hannoverschen Sammlung Schloss Marienburg.
#5. Schärpe aus Silbergeflecht mit Nebenriemen. Anhängend an einer Schnur der Rest eines typischen Etiketts der königlich Hannoverschen Sammlung.
#6. Säbeltasche aus rotem Leder, der Deckel mit reicher Verzierung in Gold- und Silberfadenstickerei auf rotem Tuch, oben die Krone, darunter die Chiffre «♔EAR» über einem Tropaion. Komplett mit den drei Trageriemen und dem daran befestigten Unterschnallkoppel, ebenfalls aus rotem Leder, mit goldener Tresse besetzt und mit goldenen Beschlägen. Anhängend das Etikett «Königliches Familien-Museum. No. 1 Hannoversche Garde-Husaren-Uniform […]».
#7. Adlerkopfsäbel mit leicht geschwungener beidseitig doppelt gekehlter ca. 84.5 cm lange und 2.8 cm breiten Klinge, das untere Drittel beidseitig mit vergoldeten Gravuren. Vergoldetes Bügelgefäß mit fein ziseliertem Adlerkopf, belederter Griff mit intakter Silberdrahtwicklung. Anhängend die Inventar-Marke «149» der königlichen hannoverschen Sammlung Schloss Marienburg. Polierte Stahlscheide mit zwei Messing-Ringbändern. Sehr schön erhalten!
#8. Stiefelhose aus feinem dunkelblauem Tuch mit dünner roter Biese, der Bund außen mit schwarzer Seide abgesetzt, innen mit weißer Seide. Die schwarzen Hornknöpfe alle erhalten. Die Stegriemen an Knöpfen zum Abnehmen.
#9. Eine zweite Stiefelhose aus feinem dunkelblauem Tuch mit dünner roter Biese, innen mit graublauem Seidenfutter. Die Knöpfe vollständig. Anhängend Etikett der königlich Hannoverschen Sammlung. Die Stegriemen an Knöpfen zum Abnehmen.
#10. Die Sporen aus Messing vergoldet mit intakter Beriemung aus geschwärztem Leder. Innen gepunzt mit einem nach unten geöffneten „Hufeisen“ und darin der Buchstabe «S».
#11. Schabracke aus dunkelblauem Tuch mit roter gezackter in Gold gestickter Litze eingefasster Borte, der Rand in Goldstickerei paspeliert. An den Seiten braune Lederapplikationen zum Schutz vor Abrieb durch die Beine des Reiters. Die Unterseite durch schwarzes Tuch geschützt. Auf der Lederapplikation links mit altem Inventaretikett "Hannover Garde-Husaren-Schabracke 1893 aus Penzing ".
#12. Das Offizier-Zaumzeug nach englischem Vorbild mit Rosetten- und „Puschel“-Verzierung aus braunem Leder, komplett mit dem Kopf-, Brust- und Hintergeschirr.


Ein Ausstellungsstück von großer historischer und musealer Bedeutung von dem wir sehr stolz sind, Ihnen dieses präsentieren zu können!

Die Stücke stammen sämtlich aus der königlichen Sammlung im Schloss Marienburg und wurden 2005 auf der Sotheby's-Auktion versteigert.
Auf dieser Auktion wurden die Stücke von einem namenhaften „Hannover-Sammler“ erworben und gelangten von diesem in unseren Besitz.
Die Stücke wiederum stammen aus dem persönlichen Besitz König Ernst August I. (König von 1837-51).
Es handelt sich genau um die Uniform, die der König auf dem Ernst-August-Denkmal in Hannover, welches 1861 von Albert Wolff geschaffen wurde, trägt.
In das Jahr 1849 datiert ein Porträt des Hofmalers Karl Wilhelm Friedrich Oesterley, welches den König wiederum in genau dieser Uniform zeigt. Dieses Porträt erfuhr eine hohe Verbreitung u.a. als Postkartenmotiv und mag auch als Vorlage für das Reiterstandbild gedient haben.
Die einzelnen Stücke wurden 2005 auf der Sotheby's-Auktion nicht zusammen verkauft, auch weil in der Haussammlung die Stücke getrennt voneinander aufbewahrt wurden. Dem Sammler kommt das Verdienst zu, die Stücke in ihrem historischen Wert erkannt und richtig zugeordnet und vereint zu haben.
Die Zusammengehörigkeit ist unzweifelhaft und kann abgesehen von dem Museums-Etikett auch allein an der hohen Qualität der Stücke, dem Rang bei Pelz und Dolman und der Datierungsgleichheit abgelesen werden.
Zudem waren Säbel mit Adlerkopf nur dem König vorbehalten. Auch das Zaumzeug lässt sich in den Einzelheiten an der Reiterstatue wiederfinden. Gut ist hier auch die Schabracke zu erkennen. Das Original nahm einen „Umweg“ über die Exil-Sammlung in Penzing, Österreich zurück zur Marienburg.
502974

Königreich Hannover Supraweste für Mannschaften Garde du Corps um 1860

mit beidseitigem Bruststern des St. Georg Ordens, rote Wollweste mit umlaufender weißer Borte, aufgelegter Bruststern mit handgesticktem Zentrum in Mannschaftsausführung, seitlich mit Haken zum verschließen, innen helles Leinenfutter, im farbfrischen leicht getragenen Zustand.

Diese Supraweste stammt aus der Waffenkammer der Wache des Königs von Hannover. Insgesamt gab es ca. 20 Westen für Mannschaften und 3 für Offiziere, die im Oktober 2005 bei der Sotheby's Auktion auf der Marienburg bei Hildesheim versteigert wurden.
476337
1.500,00

Königreich Hannover Mantel für einen Hofjägermeister

um 1860. Schwerer dunkelgrüner Mantel, doppelte Knopfreihe, vergoldete Knöpfe mit dem Hannoverschen Wappen, am Rücken fehlt ein Knopf. Um den Kragen und den Ärmelaufschlägen mit breiter doppelter Goldlitze. Die Schulterstücke mit aufgelegtem Rangstern sind mit Trauerflor bezogen. Leicht getragen in gutem Zustand.

Dieses Stück stammt von Schloss Marienburg aus der Auktion von Sotheby`s des Königlichen Hauses Hannover 2005.
411499
850,00

Königreich Hannover Helm und Kürass für Mannschaften des Garde-Kürassier-Regiments – als Wanddekoration ehemals im Schloss Marienburg hängend

Um 1860. Hoher Helm aus Tombak mit großem gestuftem Vorderschirm, komplett mit allen Beschlägen in vergoldeter Ausführung. Vorne der große Stern des St. Georg-Ordens von Hannover mit Devise «Nunquam Retrorsum», darunter aufgelegt das Bandeau «Peninsula Garzia Hernandez Waterloo». An dem Bandeau anhängend die Inventar-Plakette des Schlosses Marienburg. Große gewölbte Schuppenketten an ovalen Rosetten mit Messing-Kreuzschrauben, rechts die hannoversche Kokarde in Lederausführung. Messingkreuzblatt mit abnehmbarer Eisenspitze. Innen mit schwarzem Lederfutter, der Vorderschirm grün, der Nackenschirm schwarz lackiert. Größe ca. 57. Der Helm äußerlich etwas gealtert, die Vergoldung größtenteils verputzt.
Das Bruststück des Kürasses ein Kammerstück aus schwarz lackiertem Gussstahl mit Nieten und Zierleisten aus Messing, mittig aufgelegt der große gekrönte Stern im Zentrum mit dem "Springenden Pferd" und dem Wahlspruch «Nec Aspera terrent ». Der Lack mit größeren Abplatzungen. Innen noch das originale Futter erhalten. Der Kürass an der Unterseite gestempelt «17.».
Im Kragenbereich wurde bereits im 19. Jahrhundert ein Holzbrett mit Halterung für den Helm befestigt, beidseitig im Schulterbereich Bohrungen für die Befestigung der Haltedrähte, die das Ensemble an der Wand halten.
Helm und Kürass etwas gealtert im noch unberührten und ungereinigten Zustand.

Ein sehr schönes Ensemble welches in dem Welfen-Schloss Marienburg hing. Im Oktober 2005 wurde es bei der Sotheby's Auktion versteigert.
452904
7.000,00

Königreich Hannover Helm für Offiziere im 3. Regiment Cambridge-Dragoner

Standort Celle. Um 1835. Hoher „Raupenhelm“ in allerfeinster Qualität, komplett mit allen Beschlägen in vergoldeter Ausführung. Der Korpus aus schwarz lackiertem Leder, innen die Glocke aus Filz. Vorne der hohe Schild aus Messing vergoldet mit einer Randverzierung von Eichenlaubdekor, mittig aufgelegt der echt silberne (!) Stern des Hausordens mit Schwertern, im Zentrum das „hannoversche Pferd“ und der Wahlspruch «nec aspera terrent», darüber die Königskrone, darunter separat aufgelegt das ebenfalls echt silberne (!) Ehrenbandeau mit Lorbeerdekor und den Schlachtorten «Peninsula Waterloo Göhrde». Große gewölbte Schuppenketten befestigt an halbplastischen Löwenköpfen. Auf beiden Seiten die Hiebspangen in Schlangen- bzw. Rankenform. Auf der linken Seite des Helmes die Etikette der königlichen Sammlung im Schloss Marienburg. Der Helm oben mit schwarzem Lederkamm mit vergoldeten Messingbeschlägen und schwarzer Wollraupe, vorne aufgesetzt der halbplastische Löwenkopf aus vergoldetem Messing. Innen mit feinem schwarzen Seidenfutter, seitlich an schwarzem Samt, in der Glocke großes Etikett des Lieferanten «C.A. Wagner Königl. Hof-Hutmacher Hannover». Größe geschätzt 53/54. Sehr schön erhalten! Zustand 2.

Extrem selten! Es ist dies der einzige Helm dieses Regiments, der uns bekannt ist! Und auch erst der zweite Helm für Dragoner, den wir in über 40 Jahren am Markt anbieten können!

Der Helm stammt aus der königlichen Sammlung im Schloss Marienburg, die im Oktober 2005 bei der Sotheby's Auktion auf der Marienburg bei Hildesheim versteigert wurde. Aufgrund der Herkunft und der hohen Qualität des Helmes gehen wir davon aus, dass der Helm aus königlichem Besitz stammt.

Das „3. Regiment Cambridge-Dragoner“ wurde um 1833 aus dem „3. (Göttingischen) Regiment Herzog von Cambridge-Husaren und dem „4. (Lüneburgischen) Regiment Kronprinz-Husaren gebildet. Um 1835 erfolgte die Ausrüstung der Offiziere mit diesem Helm-Modell. 1849/50 wiederum erfolgte die Einführung des Helmes nach preußischem Muster. Der hier vorliegende Helm wurde also nur ca. 15 Jahre getragen.


507420
19.500,00

Königreich Hannover Helm Modell 1862 für Offiziere der Reitenden Artillerie aus der Zeit des Deutsch-Deutschen Krieges 1866

Eleganter Lederhelm, komplett mit allen Beschlägen. Die hohe Lederglocke mit großem Vorderschirm mit Messingeinfassung, oben aufgelegt vergoldetes Messingbandeau mit der Inschrift «Waterloo Goehrde», dieses vorn mittig gebrochen und alt repariert, um den Helm umlaufend schwarzes Samtband mit eingearbeiteten vergoldeten Kettchen, darüber rechts aufgelegt die gekrönte Chiffre «GRV» (König von Hannover 1851-1866), links eingearbeitet die Tülle mit dem weißen Stutz, von hinten über dem Kamm bis auf den Vorderschirm reichende schwarze Bärenfell-Raupe, die Schiene der großen Vorderschirms mittig gebrochen. Innen der Helm mit schwarzem Lederschweißband, ohne Futter, mit dem originalen Kinnriemen. Größe ca. 56. Zustand 2.

Ein seltenes und sehr gut erhaltenes Objekt von musealer Bedeutung! Mit Sicherheit einer der seltensten Helme der Hannoverschen Armee.

Der Helm wurde in der hannoverschen Armee 1862 eingeführt und nur bis 1866 getragen. Nachempfunden war er den Helmen der Reitenden Artillerie in der «King’s German Legion». Der Helm war exklusiv der Reitenden Artillerie vorbehalten, die 1866 aus nur zwei Batterien bestand und in Wunstorf stationiert war, insgesamt vielleicht 6 Offiziere . Das Bandeau verweist auf die Schlacht von Göhrde 1813 und Waterloo 1815, an denen hannoverische Kontingente teilnahmen. Die hannoversche Armee konnte 1866 noch einen taktischen Sieg bei Langensalza erringen, musste sich aber der preußischen Übermacht ergeben. Noch im selben Jahr wurde Hannover von Preußen annektiert. König Georg V. war in Exil geflohen und weigerte sich bis zum Schluss die Annexion anzuerkennen. 1867 erfolgte bereits die Neuordnung der hannoverschen Artillerie-Verbände. Die Reitende Artillerie ging im neugebildeten Feldartillerie-Regiment von Scharnhorst (1. Hannoversches) Nr. 10 auf.
486365
7.500,00

Königreich Hannover Supraweste für Mannschaften Garde du Corps um 1860

mit beidseitigem Bruststern des St. Georg Ordens, rote Wollweste mit umlaufender weißer Borte, aufgelegter Bruststern mit handgesticktem Zentrum in Mannschaftsausführung, seitlich mit Haken zum verschließen, innen helles Leinenfutter, im farbfrischen leicht getragenen Zustand.

Diese Supraweste stammt aus der Waffenkammer der Wache des Königs von Hannover. Insgesamt gab es ca. 20 Westen für Mannschaften und 3 für Offiziere, die im Oktober 2005 bei der Sotheby's Auktion auf der Marienburg bei Hildesheim versteigert wurden.
476335
1.500,00

Königreich Hannover Tschako für Offiziere im Garde-Regiment

um 1860. Schwarzer Filztschako mit Nadelfilzbezug in der frühen Ausführung mit waagerechtem Mützenschirm. Komplett mit aufgelegtem Gardestern, das Zentrum aus Porzellan fein handbemalt, darunter das Bandeau "Peninsula - Waterloo" im Lorbeerkranz. Schwarzer Lacklederriemen an Knopfrosetten. Oben mit Feldzeichen für Offiziere in Silbergespinst, im Zentrum mit Monogramm "GR V". Innen gelaschtes Lederfutter. Größe ca. 54. Getragenes Stück in gutem Zustand, selten.
498145
4.500,00

Königreich Hannover Tschako (Käppi) Modell 1859 für einen Offizier der Linien-Infanterie-Regimenter aus der Zeit des Deutsch-Deutschen Krieges 1866

Um 1860. Höherer, leicht nach vorn geneigter Tschako, der Korpus aus Filz, außen mit schwarzem Stoff bezogen, der Deckel, die Randeinfassung und der Vorderschirm aus schwarz lackiertem Leder, komplett mit allen Beschlägen. Für den Offizier oben um den Rand umlaufend silberne Offizierstresse, silberne Kordel um den unteren Rand und am Rand des Vorderschirms mit Stickerei aus Silberfaden. Vorne als Emblem das „Springende Pferd“ in versilberter Ausführung, eingerahmt von dem vergoldeten Lorbeerkranz mit der Krone und dem Devisenband «18 Jun Waterloo 1815», das Kreuz der Krone fehlt (!). Vollständig mit dem Feldzeichen mit der Chiffre «GRV». Innen mit fein gelaschtem Futter aus goldgeprägten Saffian-Leder, der Vorderschirm grün gefüttert. Mit dem Kinnriemen. Größe ca. 57. Sehr gut erhalten. Zustand 2.

Sehr selten!

Getragen wurden solche Tschakos von der Linien-Infanterie in der Schlacht bei Langensalza im Deutsch-Deutschen Krieg 1866.
509369
3.500,00

Königreich Hannover Tschako (Käppi) Modell 1859 für einen Offizier im Garde-Regiment aus der Zeit des Deutsch-Deutschen Krieges 1866

Um 1860. Höherer, leicht nach vorn geneigter Tschako, der Korpus aus Filz, außen mit schwarzem Stoff bezogen, der Deckel, die Randeinfassung und der Vorderschirm aus schwarz lackiertem Leder, komplett mit allen Beschlägen. Für den Offizier oben um den Rand umlaufend silberne Offizierstresse, silberne Kordel um den unteren Rand und am Rand des Vorderschirms mit Stickerei aus Silberfaden. Vorne aufgelegt der silberne Stern mit fein emailliertem Zentrum mit der Darstellung des heiligen Georg, der den Drachen tötet und dem Wahlspruch «numquam retrosrsum» (Niemals zurück), darunter separat aufgelegt das silberne Ehrenbandeau «Peninsula Waterloo». Vollständig mit dem Feldzeichen mit der Chiffre «GRV». Innen mit fein gelaschtem Futter aus goldgeprägten Saffian-Leder, der Vorderschirm grün gefüttert, im Deckel der Rest eines alten Siegels, vorne im Korpus handschriftlich der Trägername «Rede[…]», auf der linken Seite Reste einer Signatur «…S…». Mit dem Kinnriemen. Größe ca. 56. Gut erhalten, links vom Emblem ein alter Einriss. Zustand 2.

Sehr selten! Ein Tschako wie er von einem Offizier des Garde-Regiments während der Schlacht von Langensalza im Deutsch-Deutschen Krieg 1866 getragen wurde.
509361
4.500,00

Königreich Hannover Supraweste für einen Offizier im Garde du Corps

Um 1860. Rote Wollweste mit weißen Vorstößen, der Saum und die Armauschnitte gefältet, umlaufend silbernem Bortenbesatz, auf Brust und Rücken aufgelegt der Gardestern in Form des St. Georgs-Ordens aus Silberstickerei mit farbigem Medaillon. Seitlich mit Haken zum verschließen, an der linken Hüfte wurde die Weste mit einer Schnur zugeschnürt, diese ist auch noch erhalten. Innen mit weißem Seidenfutter. Sehr schöner, farbfrischer Erhaltungszustand. Zustand 2.

Sehr selten! Weltweit sind nur drei Exemplare einer Supraweste für Offiziere bekannt. Dieses Stück stammt aus dem Königshaus Hannover und wurde im Oktober 2005 bei der Sotheby's Auktion auf der Marienburg bei Hildesheim versteigert.







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15.000,00
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