Fertigung um 1937. Sehr gut erhaltene Klinge des Herstellers "Pet. Dan. Krebs, Solingen". Der Griff mit dem typischen frühen Nickelgefäß mit schwarzem Griff, intakte Drahtwicklung, original eingesetztes Emblem, der Hintergrund brüniert. Die Stoßplatte und das Parierstück gestempelt mit den SS-Runen im Oktagon, dem Firmenzeichen Werkstätten Otto Gahr in München. Oben die Knaufkappe mit feiner Gravur im der Initiale "S" für Schwerk im germanischen Stil, die Chiffre ist gespiegelt, um diese als Petschaft zu benutzen. Unter der Knaufkappe befindet sich innen die doppelte Verschraubung,, die für diese frühen Degen ganz typisch ist. Die Stahlscheide mit über 90 % des schwarzen Originallackes, die Scheidenbeschläge mit der original Brünierung. Anhängend das originale Portepee für Führer. Der Degen ist leicht getragen, in guter unberührter Originalerhaltung, Zustand 2.
Dazu das original Anschreiben des Reichsführer-SS Heinrich Himmler, datiert "Berlin SW 11, den 22.4.1937" :
"Lieber Kamerad Schwerk !
Teile Ihnen mit, daß ich Ihnen anläßlich des Geburtstags unseres Führers und auf Grund Ihrer Verdienste als SS-Oberführer und Landesgebietsführer des Deutschen Reichskriegerbundes, den Degen der SS verliehen habe.
Die Übergabe und offizielle Verleihung des Degens der SS wird in einer feierlichen From zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.
Führen Sie den Degen in Ehren !
Heil Hitler ! Ihr H. Himmler".
Dazu das original Antwortschreiben von Schwerk an Himmler, der Briefkopf "Deutscher Reichskriegerbund.. Landesgebiet Südost Der Landesgebietsführer SS-Oberführer", datiert Breslau, den 4.6.1937:
"An den Reichsführer-SS Personalkanzlei Berlin SW 11
Für die durch Verfügung vom 20.4.1937 erfolgte Verleihung des Degens der SS sage ich meinen verbindlichsten Dank. - Die Verleihung erfolgte in feierlicher Firm bei einer Führertagung des S-Oberabschnitts Südost am 3.6. d. Js. durch den Gruppenführer von dem Bach.
Es ist für mich als alten Soldaten eine selbstverständliche Ehrensache, den Degen Zeit meines Lebens in Ehren zu führen .
Heil Hitler ! Schwerk SS-Oberführer".
Auf dem Brief unten der Eingangsstempel der SS-Personalkanzlei, datiert 5. Jun. 1937". Beide Briefe gelocht, in gutem Zustand.
Dieser Degen ist abgebildet im Fachbuch von Thomas T. Wittmann "Exploring The Dress Daggers and Swords of the German SS" auf Seite 369. Dazu noch ein COA aus dem Jahr 2022 von unserem hochgeschätzten Kollegen und Fachmanns für Blankwaffen Thomas T. Wittmann.
Der SS-Ehrendegen für Führer wurde vom Reichsführer-SS persönlich mit einer Urkunde verliehen. Der reguläre Führerdegen, der privat beschafft, oder dienstlich geliefert (mit SS-Runen auf der Klinge) werden konnte, hatte zur Unterscheidung keinen SS-Runen im Griffstück.
Oskar Schwerk (* 16. Juli 1869 in Hünern, Kreis Trebnitz; † 14. November 1950) war ein deutscher Generalmajor und SS-Obergruppenführer. Er trat am 15. Oktober 1887 als Fahnenjunker in das 3. Niederschlesische Infanterie-Regiment Nr. 50 ein.1889 Beförderung zum Sekondeleutnant, 1896 zum Premierleutnant. Schwerk wurde am 1. April 1897 in das Infanterie-Regiment Nr. 154 versetzt und war anschließend vom 1. Oktober 1898 bis 18. September 1901 Adjutant beim dortigen Bezirkskommando. In der gleichen Funktion war Schwerk dann bei der 31. Infanterie-Brigade, 1902 Beförderung zum Hauptmann. 1905 Ernennung zum Kompaniechef im Infanterie-Regiment „Herwarth von Bittenfeld“ (1. Westfälisches) Nr. 13 in Münster. Zeitgleich mit seiner Beförderung zum Major wurde Schwerk am 21. Februar 1911 Adjutant der 2. Division in Insterburg. 1914 Kommandeur des III. Bataillon im 3. Oberschlesischen Infanterie-Regiment Nr. 62 in Ratibor. Mit diesem Regiment kämpfte Schwerk nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs in Frankreich bei Neufchâteau, an der Maas und den Schlachten bei Varennes und Vaubecourt-Fleury. Am 12. November 1914 wurde Schwerk Kommandeur des 4. Niederschlesischen Infanterie-Regiments Nr. 51. Im weiteren Kriegsverlauf beteiligte sich das Regiment bei der 11. Division an der Winterschlacht in der Champagne, im Juni/Juli bei den Kämpfen im Artois sowie im September/Oktober 1915 an der Herbstschlacht bei La Bassée und Arras. Daran schlossen sich die Stellungskämpfe westlich Péronne und im Januar/Februar 1916 die Kämpfe bei Frise an. Zwischenzeitlich war Schwerk am 27. Januar 1916 Oberstleutnant geworden. Im Sommer und Herbst beteiligte sich Schwerk mit seinem Regiment an der Schlacht an der Somme und konnte in seinem Abschnitt mehrfach feindliche Angriffe abschlagen. Für diese Leistungen wurde ihm am 21. September 1916 der Orden Pour le Mérite verliehen.Im Frühjahr 1917 stand Schwerk mit seinem Regiment in schweren Abwehrkämpfen im Abschnitt St. Laurent-Tilloy lez Mosslaines. In der Osterschlacht bei Arras überrannten die Engländer die ersten beiden Stellungen seines Frontabschnitts. Schwerk zog sich daraufhin mit seinem Stab auf die dritte Stellung zurück und leitete von dort aus erfolgreich die Abwehr gegen die im Schutze eines Tanks vorrückende feindlichen Infanterie und konnte den Durchbruchsversuch vom 9. April 1917 verhindern. Schwerk wurde am folgenden Tag durch einen Granattreffer so schwer verwundet, dass die Amputation des linken Beines notwendig wurde. Für seinen persönlichen Einsatz wurde ihm daraufhin als erstem Regimentskommandeur am 2. Mai 1917 das Eichenlaub zum Pour le Mérite verliehen.Da er aufgrund seiner schweren Verletzung nicht mehr feldverwendungsfähig war, wurde er nach seiner Genesung am 18. Januar 1918 zum Inspekteur der Militärischen Strafanstalten ernannt und am 15. Juli 1918 zum Oberst befördert. Mitte September 1918 folgte dann seine Ernennung zum Kommandanten von Berlin. Mit dem Ende des Kaiserreiches und der Ausrufung der Republik übergab Schwerk am 9. November 1918 diesen Posten an seinen Nachfolger Otto Wels, unter dem er als Zweiter Kommandant bis Heiligabend wirkte. Anschließend wurde er nach Breslau versetzt und zum Inspekteur der dortigen Landwehr-Inspektion ernannt. In dieser Funktion organisierte er die Sicherheitspolizei der schlesischen Hauptstadt bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Militärdienst am 31. Januar 1920.Nach seiner Verabschiedung war Schwerk 1. Vorsitzender der Offiziersvereinigung des ehemaligen 4. Niederschlesischen Infanterie-Regiments Nr. 51 sowie Führer des Provinzial-Kriegerverbandes für Schlesien. Als solcher war er auch Führer der SA-Reserve II in Schlesien. Bei der SA erreichte er den Rang eines Standartenführers.Am 20. Mai 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.420.196). Mitglied der SS (SS-Nummer 276.825) , zuletzt seit dem 16. Juli 1944 Beförderung zum SS-Obergruppenführers. Neben seiner Funktion als Landesführer Südost des NS-Reichskriegerbundes war er für diese Organisation auch Gauführer Südost und Kreisführer Breslau-Stadt. Schwerk erhielt am 27. August 1939, dem sogenannten Tannenbergtag, den Charakter als Generalmajor. Während des Zweiten Weltkrieges war er zudem von September 1943 bis Mai 1945 Beauftragter des Gauleiters für die einheitliche Ausrichtung der Kriegerkameradschaften Gau Niederschlesien.
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