3. Reich Pressefoto: Der Tag der "Purisima Conception" Schutzpatronin der Spanischen Infanterie 

Maße ca. 13 x 18 cm, rückseitig mit Beschriftung, vergilbt. Gebrauchter Zustand.
345523
25,00

3. Reich Pressefoto: Der Tag der "Purisima Conception" Schutzpatronin der Spanischen Infanterie 

Das vorliegende Objekt ist ein Pressefoto aus der Zeit des Dritten Reiches, das einen historisch bedeutsamen Moment der spanischen Militärgeschichte dokumentiert: den Tag der Purísima Concepción, der Schutzpatronin der spanischen Infanterie. Mit seinen Maßen von etwa 13 x 18 cm entspricht es den standardisierten Formaten der Pressefotografie der 1930er und 1940er Jahre.

Die Purísima Concepción (Unbefleckte Empfängnis) wird seit dem 17. Jahrhundert als Schutzpatronin der spanischen Infanterie verehrt. Diese Tradition geht auf König Karl III. von Spanien zurück, der 1760 die Unbefleckte Empfängnis offiziell zur Schutzpatronin der spanischen Infanterietruppen erklärte. Der Festtag wird jährlich am 8. Dezember gefeiert und war während der Franco-Ära ein besonders bedeutendes militärisches und religiöses Ereignis.

Das Foto stammt aus einer Zeit intensiver deutsch-spanischer Beziehungen während des Spanischen Bürgerkriegs (1936-1939) und des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Sieg Francisco Francos im spanischen Bürgerkrieg, der maßgeblich durch deutsche und italienische Unterstützung ermöglicht wurde, pflegte das nationalsozialistische Deutschland enge Kontakte zum Franco-Regime. Die Legion Condor, eine deutsche Luftwaffen-Einheit, hatte auf Seiten der Nationalisten gekämpft, und diese militärische Zusammenarbeit prägte die bilateralen Beziehungen nachhaltig.

Pressefotos dieser Art wurden von verschiedenen deutschen Nachrichtenagenturen produziert und verbreitet, darunter das Deutsche Nachrichtenbüro (DNB), Presse-Hoffmann und andere autorisierte Bildagenturen. Die rückseitige Beschriftung, die für solche Fotos charakteristisch ist, enthielt typischerweise Informationen über das abgebildete Ereignis, das Datum, den Fotografen und manchmal auch Zensur- oder Freigabestempel. Diese Beschriftungen sind heute wertvolle historische Quellen für die Erforschung der NS-Propaganda und der internationalen Beziehungen dieser Zeit.

Die Vergilbung des Papiers ist ein typisches Alterungsmerkmal von Fotografien aus den 1930er und 1940er Jahren. Die damals verwendeten fotografischen Papiere enthielten Lignin und andere Substanzen, die im Laufe der Zeit oxidieren und zu einer gelblichen bis bräunlichen Verfärbung führen. Der “gebrauchte Zustand” deutet darauf hin, dass das Foto tatsächlich in einem redaktionellen oder archivalischen Kontext verwendet wurde.

Der propagandistische Wert solcher Bilder lag für das NS-Regime darin, die ideologische Nähe zum Franco-Regime zu betonen und die traditionellen, militärischen und katholischen Werte Spaniens hervorzuheben, die als Gegenpol zum “gottlosen Bolschewismus” dargestellt wurden. Die Berichterstattung über militärische und religiöse Zeremonien in Spanien diente dazu, die nationalsozialistische Außenpolitik zu legitimieren und die Verbundenheit mit dem faschistischen Spanien zu demonstrieren.

Während des Zweiten Weltkriegs blieb Spanien offiziell neutral, sympathisierte jedoch offen mit den Achsenmächten. Die Blaue Division (División Azul), eine Freiwilligeneinheit spanischer Soldaten, kämpfte an der Ostfront auf deutscher Seite. Deutsche Pressefotografien über Spanien waren daher Teil einer breiteren medialen Strategie, diese politisch-militärische Allianz zu dokumentieren und zu fördern.

Aus heutiger historischer Perspektive sind solche Pressefotos wichtige Quellen für die Erforschung der visuellen Propaganda des Dritten Reiches und der internationalen Beziehungen in der Zwischenkriegszeit und während des Zweiten Weltkriegs. Sie dokumentieren nicht nur militärische Ereignisse, sondern auch die Art und Weise, wie diese Ereignisse für propagandistische Zwecke inszeniert und verbreitet wurden. Sammlungen solcher Fotografien befinden sich heute in verschiedenen Archiven, darunter das Bundesarchiv in Berlin, das Institut für Zeitgeschichte in München und internationale Archive wie die Library of Congress.

Die Erhaltung und wissenschaftliche Aufarbeitung solcher historischen Dokumente ist von großer Bedeutung für das Verständnis der totalitären Propaganda-Maschinerie und der komplexen internationalen Beziehungen dieser dunklen Periode der europäischen Geschichte.

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