Kriegsmarine Ärmelabzeichen Obergefreiter für die Feldgraue Uniform

auf dunkelgrünem Tuch, ungetragen, Zustand 2.
Der Zustand kann variieren
PREIS PROP STÜCK.
440227
20,00

Kriegsmarine Ärmelabzeichen Obergefreiter für die Feldgraue Uniform

Das Kriegsmarine Ärmelabzeichen für Obergefreite stellt ein authentisches Zeugnis der Uniformregelungen der deutschen Kriegsmarine während des Zweiten Weltkrieges dar. Dieses spezielle Abzeichen wurde auf der feldgrauen Uniform getragen, einer besonderen Uniformvariante, die von der Kriegsmarine unter bestimmten Umständen verwendet wurde.

Die Kriegsmarine, als Seestreitkraft des Deutschen Reiches von 1935 bis 1945, entwickelte ein komplexes System von Rangabzeichen und Uniformvorschriften. Der Dienstgrad des Obergefreiten (wörtlich “Oberer Gefreiter”) war ein niedriger Mannschaftsdienstgrad, der zwischen dem einfachen Gefreiten und dem Stabsgefreiten stand. In der Hierarchie der Kriegsmarine stellte dieser Rang den dritten Dienstgrad in der Mannschaftslaufbahn dar.

Die Verwendung von dunkelgrünem Tuch als Grundlage für dieses Ärmelabzeichen ist besonders bemerkenswert. Während die Kriegsmarine typischerweise dunkelblaue Uniformen trug, existierten feldgraue Uniformvarianten für spezielle Einsatzbereiche. Diese wurden insbesondere von Marineangehörigen getragen, die in landgestützten Einheiten dienten, bei küstennahen Verteidigungsaufgaben eingesetzt waren oder in bestimmten administrativen Funktionen tätig waren.

Die Anzugsordnung der Kriegsmarine wurde durch die Anzugsordnung für die Kriegsmarine (A.O.K.) geregelt, die mehrfach aktualisiert wurde. Diese Vorschriften legten präzise fest, welche Abzeichen auf welchen Uniformteilen und in welcher Form getragen werden mussten. Die Ärmelabzeichen für Mannschaftsdienstgrade wurden üblicherweise auf dem linken Oberarm getragen und zeigten durch ihre Gestaltung und Anzahl der Streifen oder Winkel den jeweiligen Dienstgrad an.

Das Ärmelabzeichen eines Obergefreiten bestand typischerweise aus einer spezifischen Anordnung von Winkeln oder Streifen, die in Kontrastfarbe auf den Untergrund aufgebracht waren. Bei feldgrauen Uniformen wurde häufig dunkelgrünes Tuch als Grundlage verwendet, auf dem die Rangabzeichen appliziert wurden. Diese Abzeichen wurden entweder aufgenäht oder, bei höherwertigen Ausführungen, als separate Stücke auf Tuchunterlage gefertigt.

Die Produktion solcher Abzeichen erfolgte durch verschiedene Hersteller im gesamten Deutschen Reich. Es gab sowohl staatliche als auch private Manufakturen, die für die Wehrmacht und ihre Teilstreitkräfte produzierten. Die Qualität konnte je nach Hersteller und Produktionszeitpunkt variieren. Gegen Ende des Krieges, als Materialknappheit herrschte, wurde die Qualität häufig reduziert, und es kamen vereinfachte Versionen zum Einsatz.

Der historische Kontext dieser Abzeichen ist untrennbar mit der Geschichte der Kriegsmarine verbunden. Nach der Wiederaufrüstung Deutschlands ab 1935 wurde die Reichsmarine in Kriegsmarine umbenannt. Großadmiral Erich Raeder und später Karl Dönitz führten diese Teilstreitkraft durch den Zweiten Weltkrieg. Die Kriegsmarine war in verschiedenen Operationen aktiv, vom U-Boot-Krieg im Atlantik bis zu Küstenverteidigungsaufgaben und Marineinfanterieeinsätzen.

Marineangehörige mit dem Rang eines Obergefreiten dienten in vielfältigen Funktionen: als Besatzungsmitglieder auf Kriegsschiffen, in U-Booten, bei Küstenbatterien, in Marinestützpunkten oder in landgestützten Marineeinheiten. Gerade in den letzteren Funktionen kam häufig die feldgraue Uniform zum Einsatz, da sie sich besser für Landeinsätze eignete als die traditionelle dunkelblaue Marineuniform.

Das Sammeln von militärhistorischen Objekten wie diesem Ärmelabzeichen dient heute der historischen Bildung und Dokumentation. Solche Artefakte ermöglichen es, die materielle Kultur und die Organisationsstruktur historischer Streitkräfte zu verstehen. Sie sind wichtige Quellen für die Uniformkunde (Uniformologie) und die Militärgeschichtsforschung.

Die Erhaltung in ungetragenem Zustand macht dieses Abzeichen zu einem besonders wertvollen Studienobjekt, da es die ursprüngliche Herstellungsqualität und die vorgesehenen Farben ohne die Patina des Gebrauchs zeigt. Solche Stücke sind in der militärhistorischen Forschung von besonderem Wert, da sie als Referenzobjekte für Vergleichsstudien dienen können.

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