Originales Band zum Ehrenkreuz für Kriegsteilnehmer 1914-1918

Breite 25 mm, Länge 150 mm, ungetragen.

Versand als Brief 1€ Porto möglich.
International shipping at your own risk as a letter 2,50€ postage possible.
218727
5,00

Originales Band zum Ehrenkreuz für Kriegsteilnehmer 1914-1918

Das Ehrenkreuz für Kriegsteilnehmer 1914-1918, auch bekannt als Hindenburg-Kreuz, stellt eine der bedeutendsten Auszeichnungen der Weimarer Republik dar. Das hier vorliegende originale Band zu dieser Dekoration ist ein authentisches Zeugnis der deutschen Erinnerungskultur nach dem Ersten Weltkrieg.

Am 13. Juli 1934 wurde durch Reichspräsident Paul von Hindenburg das Ehrenkreuz des Weltkrieges gestiftet, wenige Wochen vor seinem Tod am 2. August 1934. Die Stiftung erfolgte durch das Gesetz über die Stiftung eines Ehrenkreuzes für Frontkämpfer und Kriegsteilnehmer und zielte darauf ab, alle deutschen Teilnehmer des Ersten Weltkrieges zu ehren. Es war eine der wenigen Auszeichnungen, die nahezu automatisch an alle Berechtigten verliehen wurde.

Das Band zum Ehrenkreuz für Kriegsteilnehmer war für diejenigen Veteranen bestimmt, die zwar am Krieg teilgenommen hatten, aber nicht an der Front gekämpft hatten. Es unterschied sich damit vom Ehrenkreuz für Frontkämpfer und dem Ehrenkreuz für Hinterbliebene. Das charakteristische Band besitzt eine Breite von 25 mm und zeigt die typischen Farben schwarz-weiß-schwarz mit schmalen roten Außenkanten. Diese Farbgebung symbolisierte die Verbindung zur preußischen und deutschen Militärtradition.

Die Verleihungsbedingungen waren klar definiert: Anspruch hatten alle Angehörigen der deutschen Wehrmacht, Schutztruppen und verbündeten Streitkräfte, die zwischen dem 1. August 1914 und dem 11. November 1918 im Kriegsdienst standen, ohne jedoch Frontkämpfer im engeren Sinne gewesen zu sein. Dies umfasste Personen in der Etappe, Verwaltung, Versorgung und anderen nicht unmittelbar kampfbezogenen Funktionen.

Das Band wurde in mehrfacher Weise verwendet: Es konnte am Kreuz selbst befestigt werden für das Tragen an der Uniform, oder als Bandspange auf der Zivilkleidung getragen werden. Das hier beschriebene ungetragene Band in einer Länge von 150 mm zeigt den typischen Erhaltungszustand von Depot- oder Händlerware aus der Zeit. Die Tatsache, dass es ungetragen ist, macht es zu einem besonders gut erhaltenen Exemplar.

Die Produktion der Bänder erfolgte durch verschiedene Textilmanufakturen im gesamten Reichsgebiet. Die Qualität variierte je nach Hersteller, wobei die Farben und Proportionen durch die Verleihungsbestimmungen genau festgelegt waren. Das Material bestand üblicherweise aus Baumwoll- oder Seidengewebe, wobei die verschiedenen Streifen durch Webverfahren hergestellt wurden.

Historisch betrachtet war die Stiftung des Ehrenkreuzes ein Versuch, die deutsche Kriegsgeneration zu ehren und zu integrieren. Bis 1939 wurden schätzungsweise über 8 Millionen Ehrenkreuze aller drei Klassen ausgegeben. Die Verleihung erfolgte auf Antrag bei den zuständigen Behörden, wobei der Nachweis der Kriegsteilnahme durch militärische Dokumente zu erbringen war.

Während der NS-Zeit erhielt das Ehrenkreuz eine zusätzliche propagandistische Bedeutung. Es wurde als Ausdruck der Kontinuität zwischen der Wehrmacht des Kaiserreichs und der neuen Wehrmacht des Dritten Reiches interpretiert. Dennoch blieb es formal eine Auszeichnung der Weimarer Republik.

Nach 1945 wurde das Tragen des Ehrenkreuzes in der Bundesrepublik Deutschland zunächst unter Auflagen gestattet. Gemäß den Ordensgesetzen der Bundesrepublik durfte es in entnazifizierter Form, das heißt ohne Hakenkreuz, weiterhin getragen werden. Dies unterstreicht seinen Status als legitime Anerkennung der Kriegsteilnahme, unabhängig von der späteren politischen Vereinnahmung.

Sammler und Militärhistoriker schätzen originale Bänder wie das hier beschriebene als wichtige Studienobjekte. Sie erlauben Rückschlüsse auf Herstellungstechniken, Materialqualität und Verleihungspraxis. Ungetragene Exemplare sind besonders wertvoll für vergleichende Untersuchungen, da sie die ursprünglichen Farben und die Webart ohne Abnutzungserscheinungen zeigen.

Das Band repräsentiert ein Kapitel deutscher Geschichte, das von der Katastrophe des Ersten Weltkrieges über die Weimarer Republik bis in die Nachkriegszeit reicht. Es steht symbolisch für Millionen von Menschen, die am “Großen Krieg” teilnahmen und deren Erfahrungen die deutsche Gesellschaft des 20. Jahrhunderts fundamental prägten.