Originales Band zur NSDAP Dienstauszeichnung in Silber
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Die NSDAP-Dienstauszeichnung (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei-Dienstauszeichnung) gehörte zu den bedeutendsten Parteiabzeichen des Dritten Reiches und wurde zur Anerkennung langjähriger Mitgliedschaft und Treue zur Partei verliehen. Das entsprechende Band, an dem die Auszeichnung getragen wurde, ist ein charakteristisches Zeugnis der NS-Auszeichnungskultur zwischen 1933 und 1945.
Die NSDAP-Dienstauszeichnung wurde durch Adolf Hitler am 16. Februar 1934 gestiftet und durch die Verordnung vom 1. Februar 1939 in ihrer endgültigen Form festgelegt. Sie existierte in drei Stufen: Bronze (für 10 Dienstjahre), Silber (für 15 Dienstjahre) und Gold (für 25 Dienstjahre). Die Verleihung richtete sich nach der Dauer der ununterbrochenen Mitgliedschaft in der NSDAP, wobei die Dienstzeit ab dem Eintritt in die Partei gerechnet wurde.
Das Band zur silbernen Stufe der Auszeichnung war charakteristisch gestaltet: Es hatte eine Breite von 30 Millimetern und bestand aus Seidenrips in den Farben Rot und Weiß. Die Farbgebung orientierte sich an den Parteifarben der NSDAP. Das rot-weiße Band wurde durch einen mittleren weißen Streifen mit roten Außenrändern definiert, wobei die genauen Proportionen in den Tragevorschriften festgelegt waren.
An diesem Band wurde das eigentliche Abzeichen befestigt – eine runde Medaille mit dem Parteilogo, die bei der silbernen Ausführung aus versilbertem Metall gefertigt war. Das Band ermöglichte das Tragen der Auszeichnung an der Uniform oder der Zivilkleidung bei offiziellen Anlässen.
Die silberne Dienstauszeichnung wurde an Parteimitglieder verliehen, die 15 Jahre ununterbrochener Mitgliedschaft nachweisen konnten. Dies bedeutete, dass die ersten Verleihungen der silbernen Stufe theoretisch ab 1935 möglich waren, wenn man die Gründung der NSDAP im Jahr 1920 als Ausgangspunkt nimmt. In der Praxis wurden jedoch die meisten silbernen Auszeichnungen in den späten 1930er und frühen 1940er Jahren verliehen.
Die Auszeichnung hatte einen hohen symbolischen Wert innerhalb der Parteihierarchie. Sie demonstrierte die “Alte Kämpfer”-Qualität des Trägers und verschaffte diesem ein gewisses Ansehen innerhalb der NS-Organisationsstruktur. Besonders die frühen Parteimitglieder, die bereits vor der Machtergreifung 1933 beigetreten waren, legten großen Wert auf diese Auszeichnung.
Die Bänder wurden von verschiedenen autorisierten Herstellern produziert, die den strengen Qualitäts- und Spezifikationsvorschriften der Partei entsprechen mussten. Die Verwendung von hochwertiger Seide war vorgeschrieben, was die Bänder zu relativ kostbaren Objekten machte. Die typische Länge von etwa 150 Millimetern entsprach den standardisierten Maßen für Ordensbänder jener Zeit.
Ungetragene Exemplare, wie das hier beschriebene, sind heute seltener als getragene Stücke, da die meisten Bänder tatsächlich verwendet wurden. Sie befanden sich entweder im Besitz von Auszeichnungsträgern, die die Verleihung nicht mehr erlebten, oder wurden als Ersatzbänder aufbewahrt.
Aus heutiger militärhistorischer Perspektive sind solche Objekte wichtige Zeugnisse der NS-Auszeichnungskultur und der Organisation des Dritten Reiches. Sie dokumentieren die systematische Verwendung von Symbolen und Ehrungen zur Bindung der Mitglieder an die Partei und zur Schaffung einer hierarchischen Struktur.
Nach 1945 wurde das Tragen aller NS-Auszeichnungen in Deutschland verboten. Gemäß dem Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen vom 26. Juli 1957 ist das öffentliche Tragen solcher Abzeichen in der Bundesrepublik Deutschland untersagt. Der Besitz und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit solchen Objekten sind jedoch legal und für die historische Forschung von Bedeutung.
Für Militärhistoriker und Sammler militärhistorischer Objekte sind solche Bänder interessante Studienobjekte, die Einblick in die materielle Kultur des Nationalsozialismus geben. Sie ergänzen das Verständnis der komplexen Auszeichnungssysteme des Dritten Reiches und der Rolle, die symbolische Ehrungen in totalitären Systemen spielen.