Deutscher Adlerorden Verdienstkreuz 1. Stufe - 1. Modell

Es handelt sich hierbei um das 1. Modell des Ordens vom Deutschen Adler, um 1937. Halskreuz, Silber feuervergoldet, beidseitig fein emailliert. Das erste Modell ist noch in der schweren Ausführung mit dem besonderen Bandring, die Hoheitsadler in den Ecken sind noch deutlich größer. Im unteren Kreuzarm gestempelt "900" Silber. Komplett am ca. 90 cm langen Halstrageband. Auf der Rückseite mit kleiner Ausbesserung der Emaille im Zentrum.
Das 1. Modell wurde nur von 1937 bis 1939 verliehen und ist sehr selten.
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2.800,00

Deutscher Adlerorden Verdienstkreuz 1. Stufe - 1. Modell

Der Deutsche Adlerorden (auch bekannt als Orden vom Deutschen Adler) war eine bedeutende staatliche Auszeichnung des nationalsozialistischen Deutschlands, die am 1. Mai 1937 durch Adolf Hitler gestiftet wurde. Diese Dekoration war die zweithöchste Auszeichnung, die das Dritte Reich an Ausländer verleihen konnte, und diente primär diplomatischen Zwecken.

Das hier beschriebene Verdienstkreuz 1. Stufe in seiner ersten Modellvariante repräsentiert eine besonders seltene und historisch bedeutsame Ausführung dieser Auszeichnung. Die erste Modellvariante wurde ausschließlich zwischen 1937 und 1939 verliehen, bevor 1939 eine überarbeitete zweite Modellvariante eingeführt wurde. Dies macht Exemplare des ersten Modells zu besonders raren Objekten der militärhistorischen Forschung.

Die charakteristischen Merkmale des ersten Modells unterscheiden sich deutlich von späteren Ausführungen. Das Kreuz wurde in schwerer Ausführung gefertigt, aus Silber mit Feuervergoldung. Die beidseitige feine Emaillierung in den Farben Weiß und Rot zeigt die hohe handwerkliche Qualität der damaligen Ordensmanufakturen. Besonders markant sind die deutlich größeren Hoheitsadler in den Kreuzarmen, die das erste Modell vom späteren, dezenter gestalteten zweiten Modell unterscheiden. Der spezielle Bandring am oberen Kreuzarm ist ein weiteres Erkennungsmerkmal der frühen Fertigung.

Die Stempelung “900” im unteren Kreuzarm dokumentiert den Silbergehalt und entspricht den damaligen Vorschriften für staatliche Auszeichnungen. Das Halskreuz wurde an einem etwa 90 cm langen Trageband getragen, das in den Nationalfarben gehalten war.

Der Deutsche Adlerorden wurde in mehreren Stufen verliehen: Die Großkreuze (mit und ohne Stern), die Verdienstkreuze (1. bis 4. Stufe) und die Verdienstmedaille. Das Verdienstkreuz 1. Stufe war dabei die zweithöchste Stufe der Verdienstkreuze und wurde als Halskreuz getragen, während die niedrigeren Stufen als Brustkreuze ausgeführt waren.

Die Verleihung des Deutschen Adlerordens erfolgte hauptsächlich an ausländische Staatsmänner, Diplomaten, Industrielle und andere Persönlichkeiten, die sich aus Sicht des NS-Regimes um die deutsch-ausländischen Beziehungen verdient gemacht hatten. Zu den Empfängern zählten Staatsoberhäupter, Regierungsmitglieder und hohe Beamte verschiedener Nationen. Der Orden diente damit als wichtiges Instrument der Außenpolitik des Dritten Reiches.

Die Fertigung der ersten Modellvariante erfolgte in den Jahren 1937 bis 1939 durch spezialisierte Ordensmanufakturen. Die aufwendige handwerkliche Ausführung mit Feuervergoldung und beidseitiger Emaillierung erforderte hochqualifizierte Kunsthandwerker. Die Qualität der Emaillierung und die präzise Ausführung der Adler-Embleme zeugen von der technischen Meisterschaft der beteiligten Werkstätten.

Mit der Einführung des zweiten Modells 1939 wurden die Proportionen verändert und die Ausführung insgesamt leichter gestaltet. Die Hoheitsadler wurden verkleinert und die gesamte Konstruktion vereinfacht. Dies macht die schweren ersten Modelle zu begehrten Sammlerobjekten, die jedoch stets im Kontext ihrer historischen Bedeutung betrachtet werden müssen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden durch das Kontrollratsgesetz Nr. 1 vom 20. September 1945 alle nationalsozialistischen Orden und Ehrenzeichen verboten. Das Tragen und öffentliche Zeigen dieser Auszeichnungen wurde unter Strafe gestellt. Heute dienen erhaltene Exemplare ausschließlich der historischen Forschung und musealen Dokumentation.

Die militärhistorische Bedeutung solcher Objekte liegt in ihrer Funktion als Primärquellen für die Erforschung der NS-Außenpolitik und des diplomatischen Zeremoniells im Dritten Reich. Sie dokumentieren die Vergabepraxis staatlicher Auszeichnungen und geben Einblick in die Selbstdarstellung des Regimes gegenüber dem Ausland.

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