Originales Band Deutsch-Italienische Erinnerungsmedaille an den Feldzug in Afrika

Breite 30 mm, Länge 150 mm, ungetragen.

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Originales Band Deutsch-Italienische Erinnerungsmedaille an den Feldzug in Afrika

Die Deutsch-Italienische Erinnerungsmedaille an den Feldzug in Afrika

Die Deutsch-Italienische Erinnerungsmedaille an den Feldzug in Afrika (auch bekannt als Afrikamedaille) stellt ein bedeutendes Zeugnis der Waffenbrüderschaft zwischen dem Deutschen Reich und dem faschistischen Italien während des Zweiten Weltkriegs dar. Diese Auszeichnung wurde zur Würdigung der gemeinsamen Militäroperationen in Nordafrika zwischen 1941 und 1943 gestiftet.

Historischer Hintergrund

Der Nordafrikafeldzug begann im September 1940 mit der italienischen Invasion Ägyptens von Libyen aus. Nach anfänglichen italienischen Rückschlägen gegen britische Truppen entsandte Adolf Hitler im Februar 1941 das Deutsche Afrikakorps (DAK) unter dem Kommando von Generalleutnant Erwin Rommel zur Unterstützung der italienischen Verbündeten. Die deutsch-italienischen Truppen kämpften gemeinsam gegen die alliierten Streitkräfte in Libyen, Ägypten und später in Tunesien.

Die Kämpfe in der nordafrikanischen Wüste waren geprägt von extremen klimatischen Bedingungen, logistischen Herausforderungen und einem ständigen Hin und Her der Frontlinien. Bedeutende Schlachten wie die bei Tobruk, El Alamein und in den tunesischen Bergen prägten den Verlauf des Feldzugs, der im Mai 1943 mit der Kapitulation der Achsenmächte in Nordafrika endete.

Stiftung und Verleihungskriterien

Die Medaille wurde durch einen Führererlass vom 20. Mai 1943 gestiftet, kurz nach dem Ende der Kampfhandlungen in Nordafrika. Die Verleihung erfolgte an deutsche Soldaten und Angehörige der Wehrmacht, die mindestens sechs Monate im nordafrikanischen Kriegsschauplatz eingesetzt waren oder bei kürzerer Dienstzeit verwundet wurden. Auch italienische Soldaten, die an der Seite deutscher Truppen kämpften, konnten diese Auszeichnung erhalten.

Berechtigt waren Angehörige aller Wehrmachtsteile: Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine, sowie Einheiten der Waffen-SS und des Deutschen Afrikakorps. Die Medaille konnte auch posthum verliehen werden.

Das Ordensband

Das hier vorliegende Ordensband zur Deutsch-Italienischen Erinnerungsmedaille besitzt charakteristische Merkmale, die symbolisch die deutsch-italienische Verbundenheit ausdrücken. Mit einer Breite von 30 mm entspricht es den offiziellen Vorgaben für diese Auszeichnung.

Die Farbgestaltung des Bandes vereint die nationalen Farben beider Achsenmächte: Die schwarzen, weißen und roten Streifen repräsentieren die deutschen Reichsfarben, während die grünen, weißen und roten Bereiche die italienische Trikolore symbolisieren. Diese bewusste Farbkombination sollte die Achsenpartnerschaft zwischen beiden Nationen visuell zum Ausdruck bringen.

Der ungetragene Zustand dieses Exemplars mit einer Länge von 150 mm zeigt, dass es sich um ein Reserveband handelt, das entweder nie zur Trageweise kam oder als Ersatz vorgehalten wurde. Solche unbenutzten Bänder sind heute seltener zu finden als getragene Exemplare, da viele nach Kriegsende entsorgt oder vernichtet wurden.

Die komplette Auszeichnung

Die vollständige Medaille, zu der dieses Band gehört, zeigt auf der Vorderseite ein Hakenkreuz und die italienischen Faschistischen Rutenbündel (Fasces), umgeben von einem Eichenkranz. Die Rückseite trägt die Inschrift “DEUTSCH-ITALIENISCHE FELDZUG IN AFRIKA”. Die Medaille wurde an diesem charakteristischen Band auf der linken Brustseite der Uniform getragen.

Sammlerwert und historische Bedeutung

Heute stellen solche militärhistorischen Objekte wichtige Zeugnisse einer dunklen Epoche der deutschen Geschichte dar. Sie dienen in Museen, Archiven und wissenschaftlichen Sammlungen der historischen Forschung und Aufklärung über den Zweiten Weltkrieg. Das ungetragene Band dokumentiert nicht nur die militärische Auszeichnungspraxis des Dritten Reichs, sondern auch die propagandistische Inszenierung der Achsenmächte-Allianz.

Für militärhistorische Forscher sind solche Objekte von Interesse, da sie Aufschluss über Herstellungstechniken, Materialverwendung und Verleihungspraxis geben. Die Erhaltung solcher Artefakte in Sammlungen trägt dazu bei, die Geschichte dieser Epoche für zukünftige Generationen dokumentiert zu halten.