Nationalsozialistischer Reichskriegerbund ( NSRKB ) Schirmmützenadler

Aluminium, Hersteller "ges.gesch. 13", Zustand 2.
424153
35,00

Nationalsozialistischer Reichskriegerbund ( NSRKB ) Schirmmützenadler

Der Nationalsozialistischer Reichskriegerbund (NSRKB) stellte eine bedeutende Organisation im nationalsozialistischen Deutschland dar, die eng mit der Glorifizierung militärischer Traditionen und der Gleichschaltung ehemaliger Soldaten verbunden war. Das hier beschriebene Objekt – ein Schirmmützenadler aus Aluminium mit der Herstellermarkierung “ges.gesch. 13” – repräsentiert ein typisches Beispiel der Organisationsabzeichen, die von Mitgliedern dieser paramilitärischen Vereinigung getragen wurden.

Der NSRKB wurde im Jahr 1938 durch die Zwangsvereinigung verschiedener Veteranenverbände geschaffen. Die Nationalsozialisten strebten danach, alle bestehenden Kriegervereine, die teilweise bis ins Kaiserreich zurückreichten, unter einer einheitlichen Führung zu konsolidieren. Diese Gleichschaltung war Teil der umfassenden nationalsozialistischen Strategie, sämtliche gesellschaftlichen Organisationen zu kontrollieren und ideologisch auszurichten. Der NSRKB stand unter der Schirmherrschaft der SA (Sturmabteilung) und später zunehmend unter dem Einfluss der NSDAP.

Die Schirmmütze bildete einen wesentlichen Bestandteil der Uniformierung des NSRKB. Auf der Vorderseite dieser Kopfbedeckung wurde der charakteristische Adler angebracht, der das wichtigste Hoheitszeichen des Dritten Reiches darstellte. Der Adler wurde in verschiedenen Ausführungen und von unterschiedlichen Herstellern produziert, wobei Aluminium ein häufig verwendetes Material war. Aluminium bot den Vorteil, leicht und kostengünstig zu sein, während es gleichzeitig durch entsprechende Oberflächenbehandlung ein ansprechendes silbernes Aussehen erhielt.

Die Herstellermarkierung “ges.gesch. 13” verweist auf ein gesetzlich geschütztes Designmuster. Diese Abkürzung steht für “gesetzlich geschützt” und die Nummer identifiziert das spezifische Design beim Reichspatentamt. Solche Markierungen waren in der deutschen Militaria-Produktion üblich und dienten dem Schutz geistigen Eigentums der Hersteller. Die Nummer 13 war einem bestimmten Produzenten zugeordnet, wobei mehrere Firmen für die Herstellung von Mützenabzeichen im Dritten Reich tätig waren.

Der Adler des NSRKB unterschied sich in seiner Gestaltung von anderen Organisationsadlern des NS-Staates. Typischerweise hielt der Adler in seinen Fängen einen Lorbeerkranz, in dem sich das Hakenkreuz befand. Die Flügel waren charakteristisch ausgebreitet, wobei die genaue Gestaltung der Schwingen und die Anzahl der Federn je nach Hersteller und Produktionsperiode variieren konnten. Die Position des Adlers auf der Schirmmütze war durch Vorschriften genau festgelegt und sollte die Einheitlichkeit des Erscheinungsbildes gewährleisten.

Die Uniformen und Abzeichen des NSRKB wurden durch verschiedene Anordnungen und Bekleidungsvorschriften geregelt. Diese Regelungen legten fest, welche Mitglieder zum Tragen bestimmter Uniformteile berechtigt waren und bei welchen Anlässen diese getragen werden mussten. Der NSRKB verfügte über verschiedene Dienstgrade und Funktionsträger, die durch entsprechende Rangabzeichen und Zusätze an der Uniform kenntlich gemacht wurden.

Die Produktion von Uniformzubehör im Dritten Reich erfolgte durch ein Netzwerk von Zulieferern und Manufakturen. Viele traditionelle Metallwarenhersteller, besonders in Regionen wie dem Rheinland und Süddeutschland, stellten auf die Produktion militärischer und paramilitärischer Abzeichen um. Die Qualität der Produkte variierte erheblich – von aufwendig geprägten und bearbeiteten Stücken bis zu einfacheren Kriegsproduktionen, die unter Materialmangel entstanden.

Der historische Kontext dieser Objekte ist untrennbar mit der Kriegsvorbereitung und -führung des nationalsozialistischen Deutschlands verbunden. Der NSRKB diente nicht nur der Pflege kameradschaftlicher Bindungen ehemaliger Soldaten, sondern auch der militärischen Indoktrination der Bevölkerung und der Verherrlichung kriegerischer Tugenden. Die Organisation spielte eine Rolle bei der psychologischen Mobilisierung für den kommenden Krieg.

Nach dem Kriegsende 1945 wurden der NSRKB und alle seine Gliederungen durch die Alliierten aufgelöst. Das Tragen entsprechender Uniformen und Abzeichen wurde verboten. Heute sind solche Objekte historische Zeugnisse einer dunklen Epoche deutscher Geschichte. Sie werden in Museen, Archiven und von Sammlern verwahrt und dienen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.

Die Erhaltung und Dokumentation solcher Objekte ist für die historische Forschung von Bedeutung, da sie materielle Zeugnisse der Organisationsstrukturen und der visuellen Propaganda des NS-Regimes darstellen. Der angegebene Zustand 2 deutet auf ein gut erhaltenes Exemplar hin, das seine ursprüngliche Form und Details bewahrt hat.