Miniaturspange eines Frontkämpfers im zweiten Weltkrieg - 2 Auszeichnungen:

Eisernes Kreuz 1939 2. Klasse, Verwundetenabzeichen in Schwarz, 9 mm, an langer Nadel, Zustand 2
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35,00

Miniaturspange eines Frontkämpfers im zweiten Weltkrieg - 2 Auszeichnungen:

Die vorliegende Miniaturspange repräsentiert die militärische Auszeichnungsgeschichte eines deutschen Frontkämpfers des Zweiten Weltkriegs. Diese kleine, aber bedeutsame Bandspange vereint zwei wichtige Auszeichnungen: das Eiserne Kreuz 1939 2. Klasse und das Verwundetenabzeichen in Schwarz.

Das Eiserne Kreuz wurde am 1. September 1939 durch Adolf Hitler als Großkreuz des Eisernen Kreuzes neu gestiftet und knüpfte damit an die preußische Tradition dieser Auszeichnung aus den Jahren 1813, 1870 und 1914 an. Die Stiftung erfolgte durch einen Erlass, der die verschiedenen Stufen dieser Tapferkeitsauszeichnung definierte. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse stellte dabei die erste Stufe dar und wurde für bewährte Tapferkeit vor dem Feind oder hervorragende Verdienste in der Truppenführung verliehen.

Die äußere Gestaltung der Version von 1939 unterschied sich von der des Ersten Weltkriegs durch die Jahreszahl “1939” am unteren Arm des Kreuzes sowie durch das in der Mitte eingearbeitete Hakenkreuz. Das Kreuz wurde traditionell am schwarz-weiß-roten Band getragen, wobei die Vollgröße am Tag der Verleihung an der Uniformjacke befestigt wurde. Nach diesem Tag durfte nur noch das Band im zweiten Knopfloch getragen werden.

Das Verwundetenabzeichen wurde ebenfalls am 1. September 1939 durch Hitler neu gestiftet und ersetzte das Verwundetenabzeichen von 1918. Es existierte in drei Stufen: Schwarz für eine oder zwei Verwundungen, Silber für drei oder vier Verwundungen, und Gold für fünf oder mehr Verwundungen oder für schwere Verwundungen wie den Verlust von Gliedmaßen oder Erblindung. Das schwarze Abzeichen, wie es in dieser Spange vertreten ist, dokumentiert somit, dass der Träger mindestens einmal im Kampfeinsatz verwundet wurde.

Das Design des Verwundetenabzeichens von 1939 zeigte einen Stahlhelm M35 über zwei gekreuzten Schwertern, umgeben von einem Lorbeerkranz. Die Version in Schwarz war aus geschwärztem Zinkdruckguss oder Eisen gefertigt. Die Verleihung erfolgte nach strengen Richtlinien: Die Verwundung musste durch Feindeinwirkung entstanden sein, und Selbstverstümmelung oder Verletzungen durch Unachtsamkeit wurden nicht anerkannt.

Miniaturspangen wie die vorliegende hatten eine besondere Funktion in der militärischen Trageordnung. Sie wurden an der Zivilkleidung oder an bestimmten Uniformarten getragen, bei denen das Tragen der Vollgröße nicht praktikabel oder vorschriftsmäßig war. Die Maße von 9 mm entsprechen den standardisierten Vorgaben für Miniaturausführungen. Die “lange Nadel” deutet auf eine Trageweise hin, bei der die Spange sicher an der Kleidung befestigt werden konnte.

Die Kombination dieser beiden Auszeichnungen auf einer Spange erzählt die Geschichte eines Soldaten, der sowohl tapferen Einsatz zeigte als auch die Härten des Krieges am eigenen Leib erfuhr. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde während des Krieges etwa 2,3 Millionen Mal verliehen, was es zu einer verhältnismäßig häufigen, aber dennoch bedeutsamen Auszeichnung machte. Das Verwundetenabzeichen in Schwarz erhielten schätzungsweise mehrere Millionen Soldaten.

Die handwerkliche Ausführung solcher Miniaturspangen variierte je nach Hersteller und Zeitpunkt der Fertigung. Während des Krieges gab es zahlreiche Firmen, die berechtigt waren, militärische Auszeichnungen herzustellen. Der angegebene Zustand 2 weist auf ein gut erhaltenes Exemplar hin, das trotz seines Alters von über 75 Jahren seine wesentlichen Merkmale bewahrt hat.

Aus historischer Perspektive sind solche Miniaturspangen wichtige Zeitdokumente, die individuelle Militärbiographien repräsentieren. Sie dokumentieren nicht nur die formale Anerkennung militärischer Leistungen, sondern auch die menschlichen Schicksale hinter den Auszeichnungen. Nach 1945 wurde das Tragen dieser Auszeichnungen in Deutschland zunächst verboten, später durch das Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen von 1957 in entnazifizierter Form wieder erlaubt, wobei das Hakenkreuz entfernt werden musste.