Wehrmacht Heer Brustadler für Mannschaften Panzertruppe
Der Wehrmacht Heer Brustadler für Mannschaften der Panzertruppe stellt ein charakteristisches Abzeichen der deutschen Panzerverbände während des Zweiten Weltkriegs dar. Dieses spezielle Exemplar ist in der Bevo-gewebten Ausführung gefertigt, eine Herstellungstechnik, die nach der Barmer Ersatz- und Vogel-Weberei benannt wurde, welche diese Methode entwickelte und perfektionierte.
Die Heeresdienstvorschrift (HDv) und die Anzugsordnung für das Heer vom 17. Oktober 1936 regelten das Tragen des Brustadlers auf der Feldbluse. Der Adler sollte auf der rechten Brustseite, etwa 10 cm unterhalb der Schulternaht, angebracht werden. Für die Panzertruppen war die Farbkombination weiß auf schwarz charakteristisch, die sich von den feldgrauen Ausführungen der Infanterie und anderen Waffengattungen unterschied.
Die Panzertruppe wurde offiziell am 15. Oktober 1935 als eigenständige Waffengattung der Wehrmacht aufgestellt. Unter der Führung von Generaloberst Heinz Guderian, der als “Vater der Panzertruppe” gilt, entwickelte sich diese zu einer zentralen Komponente der deutschen Kriegsführung. Die schwarze Uniform der Panzertruppe, ursprünglich aus praktischen Gründen gewählt, um Ölflecken und Schmutz zu kaschieren, wurde zum Symbol dieser Waffengattung.
Die Bevo-Webtechnik ermöglichte die Massenproduktion von Abzeichen in hoher Qualität. Bei diesem Verfahren wurden die Motive direkt in den Stoff eingewebt, im Gegensatz zu gestickten oder aufgedruckten Varianten. Die Bevo-Abzeichen waren besonders langlebig und behielten ihre Form auch nach mehrfachem Waschen. Die Weberei in Wuppertal-Barmen produzierte während der Kriegsjahre Millionen solcher Abzeichen für alle Teilstreitkräfte der Wehrmacht.
Der Hoheitsadler selbst war das nationale Emblem des Deutschen Reiches. In der Wehrmacht-Ausführung blickte der Adler nach rechts (heraldisch links) und hielt in seinen Fängen ein Hakenkreuz umkränzt von einem Eichenlaubkranz. Die stilisierte Darstellung folgte den Vorgaben der Oberkommandos und wurde streng reglementiert. Für Mannschaften und Unteroffiziere ohne Portepee war die gewebte oder gestickte Ausführung vorgeschrieben.
Die schwarze Panzeruniform, auf der dieser Adler getragen wurde, bestand aus der Panzerjacke und der Panzerhose. Die Uniform wurde 1934 eingeführt und bis 1945 mit nur geringen Modifikationen beibehalten. Zur Uniform gehörten auch das charakteristische schwarze Schiffchen oder die schwarze Panzerschutzmütze sowie später das Panzerbarett.
Während des Kriegsverlaufs wurden verschiedene Qualitätsstufen bei der Herstellung von Uniformabzeichen notwendig. Frühe Kriegsproduktionen zeigten noch hohe handwerkliche Qualität, während spätere Ausführungen aufgrund von Material- und Arbeitskräftemangel oft vereinfacht wurden. Die hier beschriebene Bevo-Ausführung in weißer Farbe auf schwarzem Grund entspricht den Standardspezifikationen für Panzertruppen-Mannschaften.
Die Trageweise und Verwendung dieser Abzeichen endete mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945. Nach Kriegsende wurden alle militärischen Abzeichen mit nationalsozialistischen Symbolen durch die Alliierten verboten. Heute haben solche Objekte ausschließlich militärhistorischen Sammlungs- und Dokumentationswert und unterliegen in Deutschland den Bestimmungen des Strafgesetzbuches § 86a, der die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen regelt, mit Ausnahmen für historische und wissenschaftliche Zwecke.
In der militärhistorischen Forschung dienen solche Uniformteile als wichtige Sachzeugen für die Uniformkunde und die Geschichte der deutschen Streitkräfte im 20. Jahrhundert. Sie dokumentieren Herstellungstechniken, organisatorische Strukturen und die visuelle Identität militärischer Einheiten ihrer Zeit.