Kriegsmarine Foto, Kommandant von U-Boot U-48 und Ritterkreuzträger Herbert Schutze

Maße ca. 11,5 x 8,5 cm, Zustand 2.
421065
100,00

Kriegsmarine Foto, Kommandant von U-Boot U-48 und Ritterkreuzträger Herbert Schutze

Diese historische Fotografie dokumentiert Korvettenkapitän Herbert Schultze, einen der erfolgreichsten und bekanntesten U-Boot-Kommandanten der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg. Das Bild zeigt den Kommandanten von U 48, einem der legendärsten U-Boote der deutschen Kriegsgeschichte, und einen Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes.

Herbert Schultze wurde am 24. Juli 1909 in Kiel geboren und trat 1930 in die Reichsmarine ein. Nach seiner Ausbildung und verschiedenen Verwendungen wurde er 1937 zur U-Boot-Waffe versetzt. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges übernahm Schultze das Kommando über U 48, ein Typ VII B U-Boot, das zwischen 1939 und 1941 als das erfolgreichste U-Boot der gesamten Kriegsmarine galt.

Unter Schultzes Führung unternahm U 48 mehrere erfolgreiche Feindfahrten in den Atlantik. Seine erste Unternehmung als Kommandant begann am 22. August 1939, noch vor dem offiziellen Kriegsbeginn. Während seiner Zeit auf U 48 versenkte Schultze zahlreiche alliierte Handelsschiffe und bewies dabei nicht nur taktisches Geschick, sondern auch eine für die damalige Zeit bemerkenswerte Ritterlichkeit gegenüber Schiffbrüchigen. Er wurde bekannt dafür, dass er häufig die Positionen gesunkener Schiffe per Funk durchgab und sich um die Rettung der Besatzungen kümmerte.

Für seine Erfolge wurde Schultze am 13. Dezember 1939 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet, als einer der ersten U-Boot-Kommandanten überhaupt. Diese hohe Auszeichnung würdigte seine außergewöhnlichen Leistungen in den ersten Kriegsmonaten. Das Ritterkreuz war die höchste militärische Auszeichnung des Deutschen Reiches nach dem Pour le Mérite und wurde für herausragende Tapferkeit und Führungsleistung verliehen.

U 48 selbst wurde zu einer Legende der deutschen U-Boot-Waffe. Das Boot wurde am 22. April 1939 in Dienst gestellt und führte unter verschiedenen Kommandanten insgesamt zwölf Feindfahrten durch. Mit einer bestätigten Versenkungsziffer von über 50 Schiffen mit mehr als 300.000 BRT wurde es zum erfolgreichsten U-Boot der Kriegsmarine. Nach Schultze übernahmen weitere bekannte Kommandanten wie Hans-Rudolf Rösing und Heinrich Bleichrodt das Kommando.

Fotografien wie diese waren während des Krieges wichtige Elemente der Propaganda und der Dokumentation. Sie wurden für verschiedene Zwecke verwendet: zur Hebung der Moral an der Heimatfront, zur Darstellung militärischer Erfolge in Zeitschriften und Wochenschauen, sowie für offizielle militärische Aufzeichnungen. Kommandanten, die mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurden, waren besonders gefragte Motive für die Kriegsberichterstattung.

Das Format von etwa 11,5 x 8,5 cm entspricht den typischen Maßen von Pressefotografien und privaten militärischen Aufnahmen jener Zeit. Solche Fotografien wurden oft in mehrfacher Ausfertigung hergestellt: für offizielle Archive, für die Presse, für persönliche Zwecke der abgebildeten Personen und manchmal auch zur Verteilung an Kameraden oder als Geschenke.

Nach seinem Kommando auf U 48 übernahm Schultze 1940 das Kommando über U 432, ein modernes Typ VII C U-Boot. Er setzte seine erfolgreiche Karriere fort, bis er 1941 von Bord ging und verschiedene Stabsverwendungen übernahm. Schultze überlebte den Krieg und verstarb am 3. Juni 1987.

Die Bedeutung solcher Fotografien für die historische Forschung ist erheblich. Sie dokumentieren nicht nur die Gesichter der handelnden Personen, sondern auch Details der Uniformierung, der Orden und Ehrenzeichen sowie manchmal auch des Umfelds, in dem die Aufnahmen entstanden. Für Militärhistoriker und Sammler sind authentische zeitgenössische Fotografien wichtige Primärquellen, die helfen, die Geschichte dieser Epoche zu rekonstruieren und zu verstehen.

Die Erhaltung solcher historischen Dokumente ist von großer Bedeutung für die Geschichtsforschung. Sie ermöglichen einen unmittelbaren visuellen Zugang zu einer vergangenen Epoche und ergänzen schriftliche Quellen um eine wichtige Dimension. Gleichzeitig erfordern sie eine kritische historische Einordnung, da viele dieser Aufnahmen unter den Bedingungen und im Kontext der nationalsozialistischen Propaganda entstanden sind.