Anschlußmedaille Österreich 13. März 1938 - Band für die Miniatur

Breite 9 mm, Länge 100mm, ungetragen.

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Anschlußmedaille Österreich 13. März 1938 - Band für die Miniatur

Die Anschlussmedaille, offiziell als Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938 bezeichnet, gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen des nationalsozialistischen Deutschlands. Sie wurde am 1. Mai 1938 durch Adolf Hitler gestiftet und sollte die Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich verewigen – ein Ereignis, das von den Nationalsozialisten als “Anschluss” bezeichnet wurde.

Das hier beschriebene Objekt ist ein Ordensband für die Miniaturausführung dieser Medaille mit einer Breite von 9 mm und einer Länge von 100 mm. Solche Miniaturbänder wurden an der Zivilkleidung getragen, wenn das Tragen der vollständigen Medaille nicht angemessen war. Der ungetragene Zustand dieses Exemplars weist darauf hin, dass es entweder nie verliehen oder nie benutzt wurde.

Historischer Kontext: Am 12. März 1938 marschierten deutsche Truppen in Österreich ein, und am folgenden Tag wurde der Anschluss vollzogen. Diese Ereignisse markierten einen entscheidenden Schritt in Hitlers expansionistischer Politik. Die Eingliederung Österreichs ins Deutsche Reich wurde durch eine am 10. April 1938 durchgeführte Volksabstimmung nachträglich legitimiert, deren Ergebnis jedoch durch massive Propaganda und Einschüchterung beeinflusst war.

Verleihungskriterien: Die Medaille wurde an verschiedene Personengruppen verliehen. Anspruch hatten österreichische Staatsbürger, die sich zwischen 1933 und 1938 für die nationalsozialistische Bewegung in Österreich eingesetzt hatten, sowie Mitglieder der deutschen Wehrmacht und anderer Organisationen, die am Einmarsch beteiligt waren. Auch ausländische Staatsbürger, die die Bewegung unterstützt hatten, konnten ausgezeichnet werden.

Gestaltung der Medaille: Die vollständige Medaille zeigt auf der Vorderseite einen Mann mit erhobener Hakenkreuzfahne und die Inschrift “13. März 1938”. Die Rückseite trägt die Worte “Ein Volk, Ein Reich, Ein Führer”, den zentralen Propagandaslogan des Regimes. Das Band ist rot-weiß-rot mit breiten weißen Streifen an den Rändern und einem schmalen weißen Mittelstreifen – eine Anspielung auf die österreichischen Nationalfarben.

Miniaturen und Ordenstracht: Neben der regulären Medaille, die an festlichen Anlässen und in Uniform getragen wurde, existierten Miniaturausführungen. Diese waren etwa halb so groß wie die Originalmedaille und wurden mit entsprechend schmaleren Bändern (9 mm statt 33 mm) gefertigt. Miniaturen wurden hauptsächlich bei gesellschaftlichen Anlässen an Zivilkleidung oder an der kleinen Ordenstracht getragen. Die Tragevorschriften waren in den entsprechenden Verordnungen des Reiches genau festgelegt.

Produktion und Hersteller: Die Medaille wurde von verschiedenen autorisierten Herstellern produziert, darunter die Wiener Münze und andere Prägeanstalten im Reich. Die Ordenbänder wurden separat von spezialisierten Textilherstellern gefertigt. Die Qualität variierte je nach Hersteller und Produktionszeitpunkt, wobei frühe Stücke in der Regel eine höhere Verarbeitungsqualität aufwiesen.

Trageweise: Nach den Ordensvorschriften wurde die Anschlussmedaille auf der linken Brustseite getragen. Bei gleichzeitigem Tragen mehrerer Auszeichnungen gab es eine festgelegte Rangordnung. Die Anschlussmedaille folgte in der Präzedenz auf die Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938 (Sudetenland-Medaille) und ging der Medaille zur Erinnerung an die Heimkehr des Memellandes voraus.

Sammlerwert und rechtliche Aspekte: Heute sind solche Objekte Gegenstand militärhistorischer Sammlungen. In Deutschland ist der Besitz und Handel mit derartigen Objekten grundsätzlich legal, solange keine verfassungsfeindlichen Symbole öffentlich zur Schau gestellt werden. Der sammlerische und historische Wert wird durch Faktoren wie Erhaltungszustand, Seltenheit der Ausführung und Provenienz bestimmt. Ungetragene Bänder in gutem Zustand sind relativ selten, da die meisten verliehen und getragen wurden.

Historische Einordnung: Aus heutiger Sicht steht die Anschlussmedaille symbolisch für die aggressive Expansionspolitik des NS-Regimes und die Auslöschung der österreichischen Souveränität. Die Annexion Österreichs war völkerrechtswidrig und wurde nach 1945 als nichtig erklärt. Die Medaille dient heute als mahnendes Zeugnis dieser dunklen Periode europäischer Geschichte und wird in Museen und Sammlungen als Lehrobjekt bewahrt.