Wehrmacht Heer Foto, Feldgeschütze

Postkartengröße. Gebrauchter Zustand.
354167
10,00

Wehrmacht Heer Foto, Feldgeschütze

Das vorliegende Objekt ist eine Fotografie in Postkartengröße, die Feldgeschütze der Wehrmacht Heer zeigt. Solche fotografischen Dokumente aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) stellen wichtige historische Quellen dar, die Einblicke in die militärische Ausrüstung, Organisation und den Alltag der deutschen Streitkräfte dieser Epoche bieten.

Die Wehrmacht, als die vereinigten Streitkräfte des nationalsozialistischen Deutschlands von 1935 bis 1945, gliederte sich in drei Hauptteile: das Heer (Landstreitkräfte), die Luftwaffe und die Kriegsmarine. Das Heer bildete dabei den größten und personalstärksten Teil und war für die Bodenoperationen verantwortlich.

Feldgeschütze waren ein zentraler Bestandteil der deutschen Artillerie und spielten in der militärischen Doktrin der Wehrmacht eine entscheidende Rolle. Der Begriff umfasst verschiedene Typen von Artilleriewaffen, die für den Einsatz im Feld konzipiert waren, im Gegensatz zu schweren Belagerungsgeschützen oder Küstenartillerie. Zu den wichtigsten Feldgeschützen des Heeres gehörten die leichte Feldhaubitze 18 (leFH 18) mit einem Kaliber von 10,5 cm und die schwere Feldhaubitze 18 (sFH 18) mit 15 cm Kaliber. Diese Geschütze bildeten das Rückgrat der deutschen Divisionsartillerie.

Die Fotografie in Postkartengröße war während des Zweiten Weltkriegs ein weit verbreitetes Medium. Soldaten erhielten oft die Möglichkeit, Fotos anfertigen zu lassen oder selbst zu fotografieren, die dann in diesem handlichen Format entwickelt wurden. Das Postkartenformat (etwa 9 x 14 cm oder 10 x 15 cm) ermöglichte es den Soldaten, diese Bilder einfach zu versenden oder in persönlichen Alben aufzubewahren. Viele dieser Fotografien wurden von Kriegsberichterstattern oder Propagandakompanien (PK) aufgenommen, andere entstanden privat durch die Soldaten selbst.

Die fotografische Dokumentation der Wehrmacht diente mehreren Zwecken. Zum einen war sie Teil der Propagandamaschinerie des NS-Regimes, die militärische Stärke und Erfolge demonstrieren sollte. Zum anderen hatten diese Bilder einen persönlichen Wert für die Soldaten als Erinnerungsstücke. Die Propagandakompanien, die 1938 offiziell eingerichtet wurden, waren spezialisierte Einheiten, die für die fotografische und filmische Dokumentation der Kriegsereignisse zuständig waren.

Artillerie war in der deutschen Militärdoktrin von enormer Bedeutung. Bereits im Ersten Weltkrieg hatte sich gezeigt, dass Artillerie die verlustreichste Waffengattung war. Die Wehrmacht entwickelte und verfeinerte ihre Artillerietaktik kontinuierlich. Die Feldgeschütze wurden in verschiedenen Organisationsformen eingesetzt: in Artillerie-Regimentern auf Divisionsebene sowie in selbstständigen Artillerie-Abteilungen und schweren Artillerie-Einheiten auf Korps- und Armeeebene.

Der gebrauchte Zustand des vorliegenden Fotos ist typisch für Objekte, die tatsächlich während des Krieges verwendet wurden. Viele dieser Fotografien wurden unter schwierigen Bedingungen aufbewahrt – in Feldpostsendungen verschickt, in Uniformtaschen getragen oder in improvisierten Alben gesammelt. Gebrauchsspuren wie Knicke, Verfärbungen oder Beschädigungen der Ecken sind daher authentische Zeichen ihrer Geschichte.

Aus militärhistorischer Sicht sind solche Fotografien wertvoll, da sie oft Details zeigen, die in offiziellen Dokumenten nicht festgehalten wurden. Sie können Aufschluss geben über die tatsächliche Aufstellung und Verwendung der Geschütze im Feld, über Tarnung und Stellungsbau, über die Uniformierung und Ausrüstung der Kanoniere sowie über die Bedingungen an verschiedenen Frontabschnitten. Historiker nutzen solche Bildquellen zur Rekonstruktion von Ereignissen und zur Verifizierung oder Ergänzung schriftlicher Quellen.

Die Sammlung und Bewahrung solcher historischer Fotografien ist wichtig für die Erinnerungskultur und die wissenschaftliche Aufarbeitung dieser dunkelsten Periode der deutschen Geschichte. Sie dienen als Primärquellen für Forschung und Bildung, müssen aber stets im Kontext der verbrecherischen Natur des NS-Regimes und seiner Kriegsführung betrachtet werden.