NSKK - nichttragbare Teilnehmerplakette - " Kraftfahrsportliche Veranstaltung 6. Juni 1937 Motorstandarte 24 "

Cupal, 50 mm, mit 1 Bohrung, Zustand 2.
334969
200,00

NSKK - nichttragbare Teilnehmerplakette - " Kraftfahrsportliche Veranstaltung 6. Juni 1937 Motorstandarte 24 "

Die vorliegende NSKK-Teilnehmerplakette vom 6. Juni 1937 repräsentiert ein faszinierendes Zeugnis der nationalsozialistischen Motorsportkultur in der Vorkriegszeit. Diese nichttragbare Plakette wurde anlässlich einer kraftfahrsportlichen Veranstaltung der Motorstandarte 24 des Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps (NSKK) ausgegeben.

Das NSKK wurde am 1. April 1931 gegründet und entwickelte sich aus der ursprünglichen Motorsturm-Abteilung der SA. Nach der Machtübernahme 1933 gewann die Organisation erheblich an Bedeutung und wurde zu einer eigenständigen Formation der NSDAP. Unter der Führung von Korpsführer Adolf Hühnlein expandierte das NSKK rasch und erreichte in den späten 1930er Jahren seinen Höhepunkt mit über 500.000 Mitgliedern.

Die Hauptaufgabe des NSKK bestand in der motorischen Ertüchtigung der deutschen Bevölkerung und der Vorbereitung auf den Kriegsfall. Durch die Organisation von Fahrschulen, technischen Lehrgängen und kraftfahrsportlichen Veranstaltungen sollte ein breites Reservoir an ausgebildeten Kraftfahrern und Mechanikern geschaffen werden. Diese Zielsetzung war eng mit den militärischen Aufrüstungsplänen des NS-Regimes verknüpft.

Die Motorstandarten bildeten die regionalen Gliederungseinheiten des NSKK. Die Motorstandarte 24 war eine von zahlreichen solcher Standarten, die über das gesamte Deutsche Reich verteilt waren. Jede Motorstandarte war für die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, Schulungen und Übungen in ihrem zugewiesenen Gebiet verantwortlich.

Kraftfahrsportliche Veranstaltungen waren ein zentrales Element der NSKK-Aktivitäten in den 1930er Jahren. Diese Events umfassten verschiedene Disziplinen wie Geschicklichkeitsfahrten, Orientierungsfahrten, Zuverlässigkeitsfahrten und Geländeprüfungen. Sie dienten nicht nur der sportlichen Betätigung, sondern auch der praktischen Ausbildung in Fahrtechnik und Fahrzeugbeherrschung unter unterschiedlichen Bedingungen.

Die vorliegende Plakette besteht aus Cupal, einer Kupfer-Aluminium-Legierung, die in den 1930er Jahren häufig für Medaillen und Plaketten verwendet wurde. Mit einem Durchmesser von 50 mm entspricht sie den typischen Maßen für nichttragbare Erinnerungsplaketten dieser Zeit. Die Bohrung deutet darauf hin, dass die Plakette möglicherweise zur Befestigung oder Aufhängung vorgesehen war.

Nichttragbare Plaketten wie diese wurden im Gegensatz zu offiziellen Auszeichnungen und Abzeichen an Teilnehmer von Veranstaltungen als Erinnerungsstücke ausgegeben. Sie dokumentierten die Teilnahme an spezifischen Events und besaßen keinen offiziellen Auszeichnungscharakter. Dennoch waren sie bei den Mitgliedern des NSKK beliebt und wurden oft gesammelt.

Das Jahr 1937 markierte eine Hochphase der NSKK-Aktivitäten. In diesem Zeitraum war die Organisation vollständig etabliert und führte im gesamten Reich zahlreiche Veranstaltungen durch. Die motorische Ausbildung wurde systematisch ausgebaut, und die Zusammenarbeit mit der Wehrmacht intensivierte sich zunehmend.

Die Gestaltung solcher Plaketten folgte üblicherweise den NS-typischen ikonographischen Elementen: Hakenkreuze, NSKK-Embleme, Kraftfahrzeugmotive und entsprechende Aufschriften. Sie wurden von verschiedenen Herstellerfirmen produziert, die auf Orden und Ehrenzeichen spezialisiert waren.

Aus heutiger militärhistorischer Perspektive sind solche Plaketten wertvolle Quellen für die Erforschung der nationalsozialistischen Alltagskultur und der paramilitärischen Organisationen des Dritten Reiches. Sie dokumentieren die umfassende Durchdringung der Gesellschaft mit NS-Strukturen und die systematische Vorbereitung auf den kommenden Krieg durch die motorische Ausbildung breiter Bevölkerungsschichten.

Der gute Erhaltungszustand (Zustand 2) dieser Plakette ist bemerkenswert und ermöglicht eine detaillierte Untersuchung der Herstellungstechniken und Gestaltungselemente der Zeit. Solche Objekte sind heute wichtige Studienobjekte für Museen, Forschungseinrichtungen und Sammler militärhistorischer Gegenstände.