III. Reich Ehrenzeichen "Pionier der Arbeit" mit Miniatur

Aufwendige Fertigung aus Buntmetall vergoldet mit aufgelegtem Hoheitsadler, der Hintergrund rot emailliert, das Hakenkreuz schwarz emailliert, mit weißem Hintergrund. Rückseitig ist der Adler 2-fach vernietet, an Quernadel. Das Abzeichen in besonders schönem Zustand.
Dazu die passende Miniatur. Fertigung aus Silber, vergoldet und fein emailliert. Rückseitig ist der Adler ebenfalls 2-fach vernietet, Silberpunze "900", an langer Nadel.
Das Ehrenzeichen "Pionier der Arbeit" wurde von Professor Klein entworfen und am 7. August 1940 erstmals an Gustav Krupp von Bohlen und Halbach verliehen. Zwischen 1940 und 1944 fanden nur 19 Verleihungen statt. Unter den weiteren 18 Trägern befanden sich Prof. Willi Messerschmitt, Robert Bosch, Ernst Heinkel, Ferdinand Porsche, Claudius Dornier sowie die Minister Ohnesorge, Dorpmüller und Funk.
Eine der höchsten und seltensten Auszeichnungen des III. Reiches in exzellenter Erhaltung.
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III. Reich Ehrenzeichen "Pionier der Arbeit" mit Miniatur

Das Ehrenzeichen Pionier der Arbeit gehört zu den höchsten und seltensten Auszeichnungen des Dritten Reiches. Im August 1940 von Adolf Hitler gestiftet, sollte diese Dekoration herausragende Arbeitsleistungen würdigen, die für die deutsche Industrie und Kriegswirtschaft während des Zweiten Weltkriegs von entscheidender Bedeutung waren.

Die Auszeichnung entstand aus der Arbeitsideologie des NS-Regimes unter der Deutschen Arbeitsfront (DAF), der staatlich kontrollierten Arbeiterorganisation, die nach 1933 die unabhängigen Gewerkschaften ersetzte. Robert Ley, der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, beschrieb die Auszeichnung als „die Krönung des Leistungssystems, das durch die Schaffung von Vorbildern im fairen Wettbewerb zwischen Betrieben zu Höchstleistungen in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht führen soll. Es ist die höchste Auszeichnung, die auf diesem Gebiet im nationalsozialistischen Staat erreicht werden kann.“

Von Professor Klein entworfen, wurde das Ehrenzeichen erstmals am 7. August 1940 verliehen, und zwar an Gustav Krupp von Bohlen und Halbach anlässlich seines 70. Geburtstags. Diese erste Verleihung setzte den Maßstab für eine äußerst exklusive Auszeichnung. Zwischen 1940 und 1944 erfolgten lediglich 19 Verleihungen, was die außerordentliche Seltenheit dieser Ehrung unterstreicht. Die Verleihung erfolgte in der Regel jährlich am 1. Mai, wobei es gelegentlich Ausnahmen für Geburtstage gab.

Die Gestaltung des Abzeichens folgt einer charakteristischen Form: Ein halbovaler Lorbeerkranz umgibt ein rot emailliertes Feld, auf dem ein deutscher Hoheitsadler im Stil der Deutschen Arbeitsfront auf einem Zahnrad thront. Das Zahnrad selbst umschließt ein weiß emailliertes Feld mit schwarz emailliertem Hakenkreuz. Die Fertigung erfolgte aus Bronze, vergoldet und in den Farben Rot, Schwarz und Weiß emailliert. Der Adler wurde doppelt vernietet befestigt. Das Abzeichen in Originalgröße wurde an einer horizontalen Nadel getragen, während auch eine Miniaturversion existierte. Diese Miniatur wurde aus Silber mit der Punze „900“ gefertigt, vergoldet und fein emailliert, und wurde an einer langen Nadel getragen. Das Abzeichen wurde in einem roten Etui mit rotem Samteinlage und weißer Seidenfütterung präsentiert.

Die Liste der Träger liest sich wie ein Who's Who der deutschen Industrie und Wirtschaft während des Krieges. Zu den Ausgezeichneten gehörten die bedeutendsten Industriellen und Ingenieure ihrer Zeit: Willy Messerschmitt, Robert Bosch, Ernst Heinkel, Ferdinand Porsche und Claudius Dornier – allesamt Pioniere der deutschen Luftfahrt- und Automobilindustrie, die entscheidende Beiträge zur deutschen Rüstungsproduktion leisteten. Auch hochrangige Minister wie Wilhelm Ohnesorge, Julius Dorpmüller und Walther Funk erhielten diese Auszeichnung. Die letzte dokumentierte Verleihung erfolgte am 28. Juni 1944 an Albert Pietzsch anlässlich seines 70. Geburtstags.

Die Auszeichnung wurde „im Namen des Führers“ durch Robert Ley bei Versammlungen der Reichsarbeitskammer verliehen. Die Empfehlungen für die Auszeichnung kamen vom Leiter der Deutschen Arbeitsfront selbst. Das Ehrenzeichen wurde an der linken Brusttasche unterhalb militärischer Auszeichnungen (falls vorhanden), aber oberhalb von Parteiabzeichen getragen.

Nach der Niederlage Nazi-Deutschlands 1945 wurden alle nationalsozialistischen Auszeichnungen eingestellt. Das öffentliche Tragen sämtlicher NS-Parteiauszeichnungen wurde in Deutschland nach 1945 verboten, und die Zurschaustellung des Hakenkreuzes wurde untersagt. Das Ehrenzeichen Pionier der Arbeit bleibt heute ein seltenes historisches Zeugnis der NS-Arbeitspolitik und Kriegswirtschaft.

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