Kriegsmarine Schiffchenadler für Mannschaften Küstenartillerie

Bevo-gewebte Ausführung, gelb auf feldgrau, Zustand 2.
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65,00

Kriegsmarine Schiffchenadler für Mannschaften Küstenartillerie

Der Kriegsmarine Schiffchenadler für Mannschaften der Küstenartillerie stellt ein charakteristisches Abzeichen der deutschen Marine im Zweiten Weltkrieg dar. Diese in BEVO-Webtechnik gefertigte Ausführung zeigt den typischen Hoheitsadler in gelber Farbe auf feldgrauem Grund und wurde auf der Schiffchenmütze der Mannschaftsdienstgrade getragen.

Die Küstenartillerie der Kriegsmarine bildete einen wesentlichen Bestandteil der deutschen Küstenverteidigung und unterstand operativ der Kriegsmarine. Diese Truppengattung war für die Verteidigung wichtiger Häfen, Marinestützpunkte und strategischer Küstenabschnitte verantwortlich. Im Gegensatz zur Heeresküstenartillerie trugen die Angehörigen der Marine-Küstenartillerie die dunkelblau-grauen Uniformen der Kriegsmarine, während ihre Waffen und Ausrüstung denen der Marineartillerie entsprachen.

Die BEVO-Webtechnik bezeichnet ein spezielles Herstellungsverfahren, das nach der Bandfabrik Ewald Vorsteher aus Wuppertal benannt wurde. Dieses Unternehmen war einer der Hauptlieferanten für gewebte Abzeichen der Wehrmacht. Die BEVO-Technik ermöglichte die maschinelle Herstellung von hochdetaillierten Abzeichen in großen Stückzahlen. Im Gegensatz zu gestickten Ausführungen waren gewebte Abzeichen kostengünstiger zu produzieren und wurden daher häufig für Mannschaftsdienstgrade verwendet. Die charakteristische Webart ist an den feinen, gleichmäßigen Fäden erkennbar, die ein präzises Muster ohne erhabene Stickerei bilden.

Der Adler als Hoheitszeichen war seit 1935 auf allen Uniformteilen der Wehrmacht vorgeschrieben. Bei der Kriegsmarine unterschied sich die Darstellung des Adlers je nach Truppenteil und Uniform. Für die Schiffchenmütze der Mannschaften galt eine spezielle Ausführung, die sich von den Brustadlern der Uniformjacken unterschied. Der Adler saß auf einem Eichenlaubkranz mit Hakenkreuz, wobei die Schwingen charakteristisch nach oben gerichtet waren.

Die Farbgebung in Gelb auf Feldgrau war spezifisch für bestimmte Einheiten der Kriegsmarine. Während die reguläre Marine-Infanterie und Bordbesatzungen meist silberfarbene oder weiße Abzeichen auf dunkelblauem Grund trugen, verwendeten spezialisierte Landeinheiten der Marine, einschließlich der Küstenartillerie, häufig feldgraue Grundstoffe. Die gelbe Farbe des Adlers folgte den Traditionen der Artillerie als Waffengattung, deren Waffenfarbe traditionell Rot war, die jedoch in gewebten Ausführungen oft als Gelb oder Gold dargestellt wurde.

Die Schiffchenmütze (Schiffchen) war die Standard-Kopfbedeckung für Mannschaftsdienstgrade der Wehrmacht im Dienst an Land. Bei der Kriegsmarine wurde sie zusammen mit dem Arbeitsanzug und bestimmten Landdienstuniformen getragen. Im Gegensatz zur charakteristischen Tellermütze mit Bändern, die zur Borduniform gehörte, war das Schiffchen praktischer für den Dienst an Land und bei der Küstenartillerie.

Die Organisation der Küstenartillerie wurde während des Krieges kontinuierlich ausgebaut. Anfangs bestanden nur kleinere Batterien zum Schutz der wichtigsten Marinestützpunkte. Mit der Besetzung Norwegens, der Niederlande, Belgiens und Frankreichs ab 1940 wurde ein umfangreiches System von Küstenbefestigungen aufgebaut, das als Teil des Atlantikwalls bekannt wurde. Die Marine-Küstenartillerie betrieb schwere Geschütze mit Kalibern bis zu 40,6 cm, die weitreichende Seeziele bekämpfen konnten.

Der Zustand 2 bei militärischen Sammlerstücken bezeichnet nach gängiger Klassifizierung ein gut erhaltenes Objekt mit leichten Gebrauchsspuren, aber ohne wesentliche Beschädigungen. Bei textilen Abzeichen bedeutet dies üblicherweise, dass das Stück vollständig erhalten ist, möglicherweise leichte Alterungs- oder Tragespuren aufweist, aber keine Risse, Löcher oder starke Verschmutzungen zeigt.

Solche Abzeichen wurden während des Krieges in großen Mengen produziert und an die Truppe ausgegeben. Nach Kriegsende 1945 wurden viele dieser Insignien vernichtet oder von Soldaten als Andenken aufbewahrt. Heute sind sie bedeutende zeithistorische Dokumente, die Einblick in die Organisation, Uniformierung und materielle Kultur der deutschen Streitkräfte geben. Für die militärhistorische Forschung sind solche Objekte wertvoll, da sie die Tragevorschriften, Produktionsmethoden und organisatorischen Strukturen der Zeit dokumentieren.