Medaille Winterschlacht im Osten - Band für die Miniatur

Breite 16 mm, Länge 100mm, ungetragen.

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Medaille Winterschlacht im Osten - Band für die Miniatur

Medaillenband der Winterschlacht im Osten – Historischer Kontext

Das vorliegende Objekt ist ein Miniaturband für die Medaille “Winterschlacht im Osten 1941/42”, eine der bedeutendsten deutschen militärischen Auszeichnungen des Zweiten Weltkriegs. Diese Medaille, im Volksmund auch “Gefrierfleischorden” genannt, wurde am 26. Mai 1942 durch Adolf Hitler gestiftet.

Die Medaille würdigte die außergewöhnlichen Strapazen und das Leiden der deutschen Soldaten während des ersten katastrophalen Winters an der Ostfront von November 1941 bis April 1942. Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion, das Unternehmen Barbarossa, begann am 22. Juni 1941 mit der Erwartung eines schnellen Sieges. Die deutsche Wehrmacht war jedoch nicht auf einen Winterfeldzug vorbereitet, und als die Temperaturen auf bis zu minus 40 Grad Celsius fielen, wurden die deutschen Truppen von der Härte des russischen Winters überrascht.

Das Band der Medaille zeigt charakteristische Farben: einen weißen Mittelstreifen, flankiert von schwarzen und roten Streifen an den Rändern. Die weiße Farbe symbolisiert den Schnee und Winter, schwarz und rot repräsentieren die deutschen Nationalfarben und das vergossene Blut. Diese Farbgebung macht die Auszeichnung sofort erkennbar und unterscheidet sie von anderen deutschen Orden und Ehrenzeichen dieser Epoche.

Verleihungskriterien und Bedeutung

Die Verleihung der Medaille erfolgte nach strengen Kriterien, die in der Verordnung vom 26. Mai 1942 festgelegt wurden. Berechtigt waren alle Angehörigen der Wehrmacht und Waffen-SS sowie zivile Personen, die zwischen dem 15. November 1941 und dem 15. April 1942 mindestens 14 Tage oder 60 Tage im Zeitraum bis zum 26. April 1942 an der Ostfront im Einsatz waren. Verwundungen, Erfrierungen oder Erkrankungen durch die extremen Bedingungen konnten die erforderliche Dienstzeit verkürzen.

Etwa 3 Millionen Exemplare dieser Medaille wurden während des Krieges verliehen, was sie zu einer der am häufigsten verliehenen deutschen Auszeichnungen machte. Dies unterstreicht das Ausmaß der deutschen Verluste und Leiden während jenes ersten Ostfront-Winters, der einen Wendepunkt im Krieg darstellte.

Miniaturausführungen und Trageweise

Die hier beschriebene Miniatur mit einer Breite von 16 mm und einer Länge von 100 mm entspricht den offiziellen Vorgaben für Miniaturbänder. Solche Miniaturen wurden bei Zivilkleidung, Gesellschaftsanzügen oder bei bestimmten uniformtechnischen Anlässen getragen, bei denen die Vollmedaille nicht angebracht war. Sie wurden typischerweise am linken Revers befestigt.

Das Band konnte sowohl mit als auch ohne die eigentliche Medaille getragen werden. Bei der Volluniform wurde normalerweise die komplette Medaille getragen, während bei weniger formellen Anlässen oder bei Platzmangel aufgrund vieler Auszeichnungen nur das Band zur Anwendung kam. Die Trageweise war in den Anzugsordnungen der Wehrmacht genau geregelt.

Herstellung und Materialien

Medaillenbänder wurden von verschiedenen Herstellern produziert, sowohl von staatlichen als auch privaten Betrieben. Die Qualität variierte je nach Produktionszeitpunkt und Hersteller. Frühe Kriegsproduktionen zeigten oft höhere Qualität mit festeren Geweben und intensiveren Farben, während spätere Produktionen aufgrund von Materialknappheit manchmal mindere Qualität aufwiesen.

Das vorliegende Exemplar wird als “ungetragen” beschrieben, was bedeutet, dass es nie an einer Uniform befestigt wurde. Solche ungetragenen Stücke sind heute seltener, da die meisten Bänder tatsächlich verwendet wurden und entsprechende Gebrauchsspuren aufweisen.

Sammlerwert und historische Bedeutung

Heute sind diese Medaillenbänder begehrte militärhistorische Sammlerstücke. Sie dokumentieren ein bedeutendes Kapitel der Militärgeschichte und erinnern an die extremen Bedingungen, unter denen Millionen von Soldaten kämpfen mussten. Für Sammler militärischer Antiquitäten sind besonders ungetragene und gut erhaltene Exemplare von Interesse.

Die Winterschlacht im Osten markierte einen Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Der Mythos der Unbesiegbarkeit der Wehrmacht wurde erschüttert, und die strategische Initiative begann sich zugunsten der Sowjetunion zu verschieben. Die Medaille selbst ist somit nicht nur ein militärisches Ehrenzeichen, sondern auch ein historisches Zeugnis dieser dramatischen Ereignisse.

Beim Umgang mit solchen historischen Objekten ist wissenschaftliche Objektivität geboten. Sie dienen der historischen Dokumentation und Forschung und helfen, die Vergangenheit zu verstehen und aus ihr zu lernen.

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