Kriegsmarine Foto, Kommandant von U-Boot U-48 und Ritterkreuzträger Herbert Schutze
Dieses historische Foto zeigt Kapitänleutnant Herbert Schultze, einen der erfolgreichsten U-Boot-Kommandanten der frühen Phase des Zweiten Weltkriegs und Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes. Das Bild dokumentiert einen bedeutenden Vertreter der deutschen U-Boot-Waffe und steht exemplarisch für die fotografische Dokumentation militärischer Persönlichkeiten während des Krieges.
Herbert Schultze wurde am 24. Juli 1909 in Kiel geboren und trat 1930 in die Reichsmarine ein. Seine Karriere bei der U-Boot-Waffe begann 1937, als er nach umfangreicher Ausbildung zum U-Boot-Kommandanten ernannt wurde. Im Dezember 1938 übernahm er das Kommando über U-48, ein Boot des Typs VII B, das sich als eines der erfolgreichsten deutschen U-Boote des gesamten Krieges erweisen sollte.
U-48 war ein legendäres Boot der Kriegsmarine, das während seiner Dienstzeit unter verschiedenen Kommandanten insgesamt 51 Schiffe mit über 300.000 Bruttoregistertonnen versenkte – ein Rekord, der von keinem anderen deutschen U-Boot übertroffen wurde. Unter Schultzes Kommando unternahm das Boot mehrere erfolgreiche Feindfahrten in den Atlantik. Seine erste Kriegspatrouille führte er im September 1939 durch, unmittelbar nach Kriegsausbruch.
Für seine herausragenden Leistungen als U-Boot-Kommandant wurde Schultze am 8. Oktober 1939 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Er war damit einer der ersten U-Boot-Kommandanten, die diese hohe Auszeichnung erhielten. Das Ritterkreuz wurde während des Zweiten Weltkriegs für außergewöhnliche Tapferkeit oder hervorragende Führungsleistung im Angesicht des Feindes verliehen.
Fotografien wie dieses spielten eine wichtige Rolle in der militärischen Dokumentation und Propaganda der Zeit. Die Kriegsmarine ließ systematisch Porträts ihrer erfolgreichen Kommandanten anfertigen, sowohl für interne Dokumentationszwecke als auch für die Öffentlichkeitsarbeit. Solche Aufnahmen zeigten die Offiziere oft in Uniform mit ihren Auszeichnungen und trugen zur Heroisierung der U-Boot-Waffe bei.
Das vorliegende Format von etwa 11,5 x 8,5 cm entspricht einem typischen Postkartenformat der damaligen Zeit. Solche Fotografien wurden häufig als Propagandapostkarten verbreitet oder dienten als persönliche Erinnerungsstücke. Die Bildqualität und Aufmachung solcher Aufnahmen folgte den Standards der militärischen Fotografie der 1930er und 1940er Jahre.
Herbert Schultze gab das Kommando über U-48 im März 1940 ab und übernahm später U-432. Seine weitere Karriere führte ihn schließlich in Stabspositionen. Er überlebte den Krieg und verstarb 1987. Seine Zeit als Kommandant von U-48 blieb jedoch der Höhepunkt seiner militärischen Laufbahn und machte ihn zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen U-Boot-Waffe.
Aus heutiger historischer Perspektive sind solche fotografischen Dokumente wichtige Quellen für die Militärgeschichte. Sie erlauben Einblicke in die Uniformierung, die Auszeichnungspraxis und die Selbstdarstellung der Wehrmacht. Gleichzeitig sind sie Zeugnisse einer Zeit, in der militärische Erfolge systematisch dokumentiert und propagandistisch verwertet wurden.
Der Erhaltungszustand 2 deutet auf ein gut erhaltenes Exemplar hin, das trotz seines Alters von über 80 Jahren noch deutliche Bilddetails zeigt. Solche Originalphotographien aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs werden heute als militärhistorische Dokumente gesammelt und bewahrt, da sie authentische Zeitzeugnisse darstellen, die für Forschung und historische Dokumentation von Bedeutung sind.