Bulgarien Kriegs-Erinnerungsmedaille 1915 - 1918

am Dreiecksband, Zustand 2.
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25,00

Bulgarien Kriegs-Erinnerungsmedaille 1915 - 1918

Die Bulgarische Kriegserinnerungsmedaille 1915-1918 (bulgarisch: Военноспоменателен медал 1915-1918) stellt eine bedeutende Auszeichnung des Königreichs Bulgarien dar, die zur Erinnerung an die Teilnahme am Ersten Weltkrieg gestiftet wurde. Diese Medaille dokumentiert Bulgariens Rolle als Verbündeter der Mittelmächte und die damit verbundenen militärischen Anstrengungen während eines der verheerendsten Konflikte der Weltgeschichte.

Historischer Hintergrund
Bulgarien trat am 14. Oktober 1915 auf Seiten der Mittelmächte in den Ersten Weltkrieg ein, motiviert durch territoriale Ambitionen auf dem Balkan und den Wunsch, die im Zweiten Balkankrieg (1913) erlittenen Gebietsverluste rückgängig zu machen. Unter der Führung von Zar Ferdinand I. und Ministerpräsident Vasil Radoslavov beteiligte sich Bulgarien an bedeutenden Kampfhandlungen, insbesondere an der erfolgreichen Offensive gegen Serbien im Herbst 1915, an Kämpfen in Mazedonien, Griechenland und Rumänien.

Die bulgarischen Streitkräfte kämpften hauptsächlich an der Salonikifront (auch Mazedonische Front genannt), wo sie gegen die alliierten Truppen unter französischem, britischem, serbischem und später amerikanischem Kommando standen. Trotz anfänglicher Erfolge führten die langwierigen Kämpfe, wirtschaftliche Erschöpfung und innenpolitische Unruhen schließlich zum Zusammenbruch der bulgarischen Front im September 1918.

Stiftung und Verleihungskriterien
Die Kriegserinnerungsmedaille wurde durch königlichen Erlass nach Kriegsende gestiftet, um allen Angehörigen der bulgarischen Streitkräfte zu gedenken, die zwischen 1915 und 1918 im aktiven Dienst standen. Die Verleihung erfolgte an Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere der Armee, Marine und anderer militärischer Formationen, die an den Kampfhandlungen teilgenommen oder kriegsrelevante Dienste geleistet hatten.

Beschreibung und Gestaltung
Die Medaille zeigt auf der Vorderseite typischerweise das gekrönte Monogramm von Zar Ferdinand I. oder patriotische Symbole des bulgarischen Königreichs. Die Rückseite trägt häufig die Jahreszahlen 1915-1918 sowie weitere emblematische Darstellungen. Das charakteristische Dreiecksband in den bulgarischen Nationalfarben Weiß-Grün-Rot unterscheidet diese Auszeichnung von anderen militärischen Ehrenzeichen der Epoche. Die Dreiecksform des Bandes war eine spezifische Eigenheit bulgarischer Militärdekorationen dieser Periode.

Bedeutung und Sammlerwert
Als Erinnerungsstück repräsentiert diese Medaille nicht nur die persönliche militärische Dienstleistung der Träger, sondern auch ein bedeutendes Kapitel bulgarischer Geschichte. Der Erste Weltkrieg endete für Bulgarien mit dem Vertrag von Neuilly-sur-Seine (27. November 1919), der erhebliche Gebietsverluste, Reparationszahlungen und militärische Beschränkungen zur Folge hatte. Die Medaille erinnert somit an eine Zeit nationaler Opfer und historischer Umwälzungen.

Für Sammler militärhistorischer Objekte stellt die bulgarische Kriegserinnerungsmedaille ein wichtiges Zeugnis der Balkangeschichte dar. Der angegebene Zustand 2 deutet auf eine gut erhaltene Medaille mit leichten Gebrauchsspuren hin, was für über hundert Jahre alte militärische Auszeichnungen durchaus üblich ist. Die Kombination aus historischer Bedeutung und relativer Seltenheit macht solche Stücke zu geschätzten Objekten in Sammlungen zur Geschichte des Ersten Weltkriegs und der Balkanstaaten.