III. Reich Parteiverbände RZM Uniformknöpfe 15 mm  

versilberte Knöpfe zum einnähen, identischer Hersteller, 18 mm, mit RZM Stempel M5/8. Getragen, Zustand 2-.

Preis Pro Stück: 



370090
10,00

III. Reich Parteiverbände RZM Uniformknöpfe 15 mm  

Die vorliegenden Uniformknöpfe mit RZM-Stempel M5/8 repräsentieren ein wichtiges Element der nationalsozialistischen Uniformreglementierung während des Dritten Reiches. Diese versilberten Knöpfe mit einem Durchmesser von 18 mm waren zum Einnähen bestimmt und wurden von Mitgliedern der verschiedenen Parteiverbände getragen.

Die Reichszeugmeisterei (RZM) wurde 1929 als zentrale Beschaffungs- und Prüfstelle der NSDAP gegründet. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, die Qualität und Einheitlichkeit aller Uniformteile und Ausrüstungsgegenstände der Parteigliederungen zu kontrollieren und zu standardisieren. Jeder genehmigte Hersteller erhielt eine eindeutige RZM-Nummer, die auf den produzierten Gegenständen angebracht werden musste. Die Kennzeichnung M5/8 identifiziert den spezifischen Hersteller dieser Knöpfe, wobei das “M” für Metall- oder Metallwarenhersteller stand.

Das RZM-System wurde 1935 durch einen Erlass des Reichsschatzmeisters Franz Xaver Schwarz umfassend reorganisiert und erweitert. Ab diesem Zeitpunkt waren alle Hersteller von Parteieffekten verpflichtet, ihre Produkte bei der RZM registrieren zu lassen und das entsprechende Prüfzeichen anzubringen. Dies diente nicht nur der Qualitätskontrolle, sondern auch der wirtschaftlichen Kontrolle und der Verhinderung von Schwarzmarkthandel mit Parteiabzeichen und Uniformteilen.

Die Parteiverbände des Dritten Reiches umfassten zahlreiche Organisationen, darunter die SA (Sturmabteilung), die SS (Schutzstaffel), das NSKK (Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps), das NSFK (Nationalsozialistisches Fliegerkorps), die Hitler-Jugend und verschiedene andere Gliederungen. Jede dieser Organisationen hatte spezifische Uniformvorschriften, die in detaillierten Bekleidungsordnungen festgelegt waren.

Uniformknöpfe in der Größe von 15-18 mm wurden typischerweise für verschiedene Zwecke verwendet: an Uniformjacken, Hemden, Blousen und anderen Kleidungsstücken. Die versilberte Ausführung deutet auf eine höherwertige Qualität hin, wobei die Versilberung sowohl ästhetischen als auch praktischen Zwecken diente, indem sie die Knöpfe vor Korrosion schützte und ihnen ein repräsentatives Aussehen verlieh.

Die Kennzeichnung “zum Einnähen” beschreibt die technische Ausführung dieser Knöpfe. Im Gegensatz zu Knöpfen mit Ösen auf der Rückseite waren diese Knöpfe mit zwei oder vier kleinen Löchern versehen, durch die sie direkt auf das Stoffmaterial genäht wurden. Diese Methode bot eine besonders sichere Befestigung und wurde häufig bei militärischen und paramilitärischen Uniformen bevorzugt.

Die Produktion von RZM-zertifizierten Uniformteilen war ein bedeutender Wirtschaftszweig während des Dritten Reiches. Hunderte von Herstellern in ganz Deutschland und später in den besetzten Gebieten waren in die Produktion von Uniformeffekten eingebunden. Die Vergabe der RZM-Nummern folgte einem komplexen System, das kontinuierlich erweitert wurde, um neue Hersteller aufzunehmen.

Die historische Bedeutung solcher Uniformknöpfe liegt in ihrer Funktion als Dokumente der nationalsozialistischen Organisations- und Kontrollstrukturen. Das RZM-System spiegelt den totalitären Anspruch des Regimes wider, selbst kleinste Details des öffentlichen Auftretens seiner Anhänger zu regulieren und zu standardisieren. Gleichzeitig dokumentieren diese Objekte die materielle Kultur der Zeit und die industriellen Produktionsprozesse.

Aus konservatorischer Sicht zeigen solche Knöpfe oft charakteristische Alterungs- und Tragespuren. Die Versilberung kann durch Oxidation angelaufen oder teilweise abgetragen sein, was Rückschlüsse auf die Nutzungsdauer und Aufbewahrungsbedingungen zulässt. Der angegebene Zustand 2- nach der üblichen Sammlerbewertungsskala deutet auf ein gut erhaltenes Stück mit leichten Gebrauchsspuren hin.

Heute sind solche Objekte wichtige Studienobjekte für Militärhistoriker, Uniformkundler und Museumsfachleute, die sich mit der materiellen Kultur des Nationalsozialismus beschäftigen. Sie dienen der wissenschaftlichen Aufarbeitung dieser Epoche und helfen, die organisatorischen Strukturen und die Alltagsrealität der nationalsozialistischen Herrschaft besser zu verstehen.