Nationalsozialistischer Reichskriegerbund ( NSRKB ) Schirmmützenadler

Aluminium, Hersteller "ges.gesch. 15", Zustand 2.
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35,00

Nationalsozialistischer Reichskriegerbund ( NSRKB ) Schirmmützenadler

Der Nationalsozialistiche Reichskriegerbund (NSRKB) war eine bedeutende paramilitärische Organisation des nationalsozialistischen Deutschlands, die 1938 durch die Zusammenlegung des Kyffhäuserbundes und anderer Veteranenverbände entstand. Die hier beschriebene Schirmmützenadler aus Aluminium repräsentiert ein wichtiges Rangabzeichen dieser Organisation und trägt die Herstellermarkierung “ges.gesch. 15”, was auf einen geschützten Hersteller hinweist.

Die Geschichte des NSRKB beginnt eigentlich bereits in der Weimarer Republik, als verschiedene Veteranenverbände des Ersten Weltkrieges existierten. Der Kyffhäuserbund, gegründet 1900, war der größte deutsche Kriegerveteranenverband mit über 3 Millionen Mitgliedern in den 1930er Jahren. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde eine systematische Gleichschaltung aller Veteranenorganisationen durchgeführt. Am 4. März 1938 erfolgte die offizielle Umbenennung in NS-Reichskriegerbund unter der Führung von Oberst Wilhelm Reinhard.

Die Schirmmützenadler des NSRKB waren ein wesentlicher Bestandteil der Uniform und dienten als Rangabzeichen auf der Schirmmütze. Diese Adler wurden aus verschiedenen Materialien gefertigt, wobei Aluminium aufgrund seiner Verfügbarkeit und leichten Verarbeitung besonders häufig verwendet wurde. Das Design zeigte typischerweise den nationalsozialistischen Adler mit ausgebreiteten Schwingen, der ein Hakenkreuz in den Fängen hielt - ein Motiv, das alle NS-Organisationen kennzeichnete.

Die Herstellermarkierung “ges.gesch. 15” steht für “gesetzlich geschützt” und war eine übliche Kennzeichnung von Herstellern, die ihre Designs schützen ließen. Die Zahl 15 identifizierte den spezifischen Hersteller, wobei verschiedene Firmen in Deutschland mit der Produktion von militärischen Abzeichen und Insignien beauftragt waren. Zu den bekannten Herstellern gehörten Firmen wie Assmann & Söhne, Ferdinand Hoffstätter und C.E. Juncker, die alle verschiedene Registrierungsnummern führten.

Die Uniformvorschriften des NSRKB waren detailliert geregelt und orientierten sich an militärischen Standards. Die Schirmmütze selbst war aus feldgrauem oder schwarzem Stoff gefertigt, abhängig vom Rang und der Funktion des Trägers. Der Adler wurde prominent an der Vorderseite der Mütze angebracht und war sofort als Zugehörigkeitszeichen erkennbar. Die genaue Positionierung und Größe des Adlers waren in den Uniformvorschriften der Organisation festgelegt.

Der NSRKB hatte mehrere Aufgaben innerhalb des nationalsozialistischen Systems. Primär diente er der Organisation und Betreuung ehemaliger Soldaten, insbesondere der Veteranen des Ersten Weltkrieges. Darüber hinaus hatte der Bund eine wichtige propagandistische Funktion: Er sollte die Verbindung zwischen den alten Frontkämpfern und der neuen Wehrmacht herstellen und die militärischen Traditionen im Sinne der NS-Ideologie interpretieren. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 übernahm der NSRKB zusätzliche Aufgaben in der Heimatfront, einschließlich der Betreuung von Kriegsversehrten und Hinterbliebenen.

Die Mitgliedschaft im NSRKB war theoretisch freiwillig, wurde aber faktisch von ehemaligen Soldaten erwartet. Die Organisation war hierarchisch strukturiert und in Gauverbände, Kreisverbände und lokale Gruppen unterteilt, was der allgemeinen territorialen Gliederung der NSDAP entsprach. Bis 1942 hatte der NSRKB etwa 4 Millionen Mitglieder.

Die Produktion von Uniformteilen und Abzeichen wie dem hier beschriebenen Schirmmützenadler unterlag während des Krieges zunehmenden Materialbeschränkungen. Während anfangs hochwertige Materialien und aufwendige Verarbeitungstechniken verwendet wurden, musste man später auf einfachere Produktionsmethoden und Ersatzmaterialien zurückgreifen. Aluminium blieb jedoch aufgrund seiner Verfügbarkeit ein gebräuchliches Material.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde der NSRKB zusammen mit allen anderen NS-Organisationen durch die Alliierten aufgelöst. Das Tragen von NS-Symbolen wurde verboten, und die Uniformteile sowie Abzeichen wurden entweder vernichtet oder als Kriegstrophäen mitgenommen. Heute sind solche Objekte Gegenstand militärhistorischer Sammlungen und dienen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der NS-Zeit. Der hier beschriebene Schirmmützenadler im Zustand 2 ist ein gut erhaltenes Beispiel dieser historischen Artefakte und dokumentiert die materielle Kultur einer der zahlreichen NS-Organisationen.