III. Reich Ordenschnalle eines Frontkämpfers des I. Weltkrieges und Parteimitgliedes

5 Auszeichnungen: Eisernes Kreuz 1914 2.Klasse, Dienstauszeichnung Kreuz XV Jahre, Ehrenkreuz für Frontkämpfer 1914-1918, NSDAP Dienstauszeichnung in Bronze, Zentenarmedaille, Breite der Schnalle 15,5 cm.
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III. Reich Ordenschnalle eines Frontkämpfers des I. Weltkrieges und Parteimitgliedes

Diese Ordensspange repräsentiert eindrucksvoll die militärische und politische Karriere eines deutschen Soldaten, der sowohl im Ersten Weltkrieg als auch in der Zeit des Dritten Reiches diente. Die Zusammenstellung der fünf Auszeichnungen auf einer 15,5 cm breiten Spange erzählt die Geschichte eines Frontkämpfers, der nach 1933 Mitglied der NSDAP wurde.

Das Eiserne Kreuz 2. Klasse von 1914 war eine der bekanntesten deutschen Militärauszeichnungen. König Friedrich Wilhelm III. von Preußen stiftete es ursprünglich 1813, und Kaiser Wilhelm II. erneuerte es bei Kriegsausbruch 1914. Über 5 Millionen Eiserne Kreuze 2. Klasse wurden während des Ersten Weltkrieges verliehen, was es zur häufigsten deutschen Tapferkeitsauszeichnung machte. Es wurde für herausragende Leistungen im Kampf oder besondere Verdienste verliehen und am Band getragen, bei Ordensspangen jedoch als Bandspange dargestellt.

Die Dienstauszeichnung Kreuz XV Jahre bezieht sich auf das preußische bzw. deutsche Dienstauszeichnungskreuz für 15 Dienstjahre. Diese Auszeichnung wurde für lange und treue Dienste in der Armee verliehen. Das System der Dienstauszeichnungen wurde 1913 reformiert und umfasste Stufen für 9, 15, 21 und 25 Dienstjahre. Die XV-Jahre-Auszeichnung zeigt, dass der Träger mindestens von etwa 1903 bis 1918 oder länger im Militärdienst stand.

Das Ehrenkreuz für Frontkämpfer 1914-1918, auch als Hindenburg-Kreuz bekannt, wurde durch Reichspräsident Paul von Hindenburg am 13. Juli 1934 gestiftet. Diese Auszeichnung sollte alle deutschen Teilnehmer des Ersten Weltkrieges ehren und wurde in drei Varianten ausgegeben: für Frontkämpfer (mit Schwertern), für Kriegsteilnehmer ohne Fronteinsatz (ohne Schwerter) und für Hinterbliebene. Das Frontkämpfer-Ehrenkreuz wurde an alle Soldaten verliehen, die zwischen dem 2. August 1914 und dem 11. November 1918 an der Front gedient hatten. Schätzungsweise 6,2 Millionen dieser Ehrenkreuze wurden verliehen.

Die NSDAP-Dienstauszeichnung in Bronze wurde am 29. Januar 1934 von Adolf Hitler gestiftet. Sie wurde für zehn Jahre Mitgliedschaft in der NSDAP verliehen. Die Auszeichnung existierte in drei Stufen: Bronze (10 Jahre), Silber (15 Jahre) und Gold (25 Jahre). Die Bronzestufe zeigt, dass der Träger dieser Ordensspange spätestens 1924 der Partei beigetreten sein musste, möglicherweise sogar während der schwierigen Zeit der Kampfzeit vor dem gescheiterten Putsch von 1923 oder kurz danach. Dies macht ihn zu einem sogenannten Alten Kämpfer, einem Begriff für frühe Parteimitglieder, die besondere Privilegien genossen.

Die Zentenarmedaille (auch Centenarmedaille) war eine preußische Erinnerungsmedaille, die 1897 anlässlich des 100. Geburtstages von Kaiser Wilhelm I. gestiftet wurde. Sie wurde an alle Angehörigen der preußischen Armee verliehen, die am 22. März 1897 im aktiven Dienst standen. Diese Medaille in der Ordensspange deutet darauf hin, dass der Träger bereits vor der Jahrhundertwende im Militärdienst war.

Die Kombination dieser Auszeichnungen zeichnet das Profil eines typischen Berufsoffiziers oder Unteroffiziers der kaiserlichen Armee, der seine militärische Karriere vor 1900 begann, den gesamten Ersten Weltkrieg durchdiente, und sich nach 1933 der nationalsozialistischen Bewegung anschloss. Solche Ordensspangen waren während des Dritten Reiches üblich, da viele Veteranen des Ersten Weltkrieges in der Reichswehr und später in der Wehrmacht dienten oder zivile Positionen im NS-Staat bekleideten.

Die Anordnung der Auszeichnungen auf einer Ordensspange folgte strengen Vorschriften der Orden und Ehrenzeichen-Ordnung. Grundsätzlich wurden ältere Auszeichnungen vor neueren getragen, wobei das Eiserne Kreuz aufgrund seiner Bedeutung oft eine bevorzugte Position erhielt. Die Breite von 15,5 cm für fünf Auszeichnungen entspricht den üblichen Maßen solcher Ordensspangen aus der Zeit.

Solche Ordensspangen wurden typischerweise an der Uniform getragen, meist am linken Brustbereich über der Tasche. Sie dienten nicht nur der persönlichen Ehre, sondern auch der sofortigen Erkennbarkeit des militärischen und politischen Werdegangs ihres Trägers. Im hierarchischen System des Dritten Reiches signalisierte eine solche Kombination sowohl Fronterfahrung als auch politische Zuverlässigkeit – zwei wichtige Faktoren für Karrieren in Militär und Verwaltung der NS-Zeit.

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