Königreich Italien Helm für Generale aus der Regierungszeit König Umberto I. (1878-1900)

Um 1890. Die Helmglocke aus leichter verstärkter Leinwand, außen mit feinem schwarzen Seehundfell bezogen, am Rand mit einer versilberten Schiene umbördelt. Vorne der versilberte Stern mit aufgelegtem vergoldetem fünfzackigem Stern mit der darauf aufgelegten versilberten Herrscherchiffre «♔U»für Umberto I. Fein gearbeitete versilberte Schuppenketten mit floralen Verzierungen an großen vierblättrigen Rosetten, links die seidene Nationalkokarde Italiens. Auf dem Helm auf einer versilberten mit floralen Zierelementen versehenen Schiene aufgesetzt vergoldeter durchbrochen gearbeiteter Kamm, vorne der fein gearbeitete vergoldete italienische Königsadler mit dem Savoyer Kreuz als Brustschild. Komplett mit dem auf dem Kamm befestigten prächtigen Paradebusch aus Geierfedern. Innen mit braunem am Rand goldgeprägtem Lederschweißband und roséfarbenem Seidenfutter. Größe ca. 56. Zustand 2+.

Ein sehr schönes und exquisites Stück! Sehr selten! Ein solcher Helm wurde auch vom König selbst getragen wie ein Foto von 1882 zeigt.


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Königreich Italien Helm für Generale aus der Regierungszeit König Umberto I. (1878-1900)

Dieser prachtvolle Paradehelmtyp für Generaloffiziere verkörpert die Pracht und militärische Tradition des Königreichs Italien während der Regierungszeit von König Umberto I., der von 1878 bis zu seiner Ermordung im Jahr 1900 herrschte. Als Symbol höchster militärischer Würde vereint dieser Helm die heraldischen Elemente des Hauses Savoyen mit der militärischen Identität des jungen italienischen Nationalstaates.

Umberto I. (1844-1900) bestieg am 9. Januar 1878 den italienischen Thron und prägte durch seine militärische Ausbildung und seinen persönlichen Hintergrund das Erscheinungsbild der königlich-italienischen Streitkräfte. Er erhielt die Goldmedaille für militärische Tapferkeit und verkörperte das Selbstverständnis einer Monarchie mit stark militärischer Prägung. Unter seiner Herrschaft erlebte Italien seine Expansion nach Afrika und bildete das Dreibundsbündnis mit Deutschland und Österreich-Ungarn.

Die Königlich Italienische Armee (Regio Esercito Italiano) war 1861 bei der italienischen Einigung formell etabliert worden. Ihre Soldaten trugen grüne Uniformen mit schwarzen Stiefeln und Helmen. Das militärische Zeremoniell der Epoche verlangte von den höheren Offizieren besonders prächtige Paradeuniformen, die den Rang und die Autorität ihrer Träger unmittelbar sichtbar machten.

Der vorliegende Helmtyp zeigt auf der Vorderseite die versilberte Herrscherchiffre “U” für Umberto I. auf einer Sternplatte, ein direkter Verweis auf den regierenden Monarchen. Der vergoldete italienische Königsadler mit dem Savoyer Kreuz als Brustschild am vorderen Kamm repräsentiert die dynastische Legitimität der Herrschaft. Das Savoyer Kreuz war ein zentrales heraldisches Element des Königreichs Italien während dieser Periode.

Die Eiserne Krone der Lombardei, ein Symbol italienischen Königtums seit dem frühen Mittelalter, wurde von König Umberto I. auf Helmen verwendet und verkörperte die Kontinuität monarchischer Macht. Diese historische Verbindung verlieh den Paradeuniformen der Epoche eine Dimension, die über reine militärische Funktion hinausging und dynastische Ansprüche visualisierte.

Zur materiellen Ausstattung gehören nach der Objektbeschreibung eine verstärkte leichte Leinwandglocke mit schwarzem Seehundfellbezug, versilberte Schuppenketten mit floralen Verzierungen an vierblättrigen Rosetten, die seidene Nationalkokarde Italiens an der linken Seite sowie ein vergoldeter durchbrochen gearbeiteter Kamm auf versilberter Schiene. Ein prächtiger Paradebusch aus Geierfedern vervollständigt die Ausstattung. Innen findet sich ein braunes, am Rand goldgeprägtes Lederschweißband sowie ein roséfarbenes Seidenfutter.

Kavallerie-Helme aus der Umberto-I.-Periode (1878-1900) waren charakteristische Ausrüstungsstücke der ersten vier Kavallerieregimenter der Königlich Italienischen Armee. Die Paradeuniformen dieser Epoche spiegelten das Selbstverständnis einer Monarchie wider, die ihre Legitimität durch militärische Stärke und dynastische Tradition begründete.

Mit der Abschaffung der Monarchie im Jahr 1946 entfernte die Republikanische Italienische Armee monarchische Symbole aus ihren Zeremonienuniformen. Historische Paradehelme aus der Zeit des Königreichs Italien sind heute begehrte Sammlerstücke, die eine vergangene Epoche italienischer Militärgeschichte dokumentieren und die prachtvolle Ausstattung der königlichen Streitkräfte vor Augen führen.

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