Ordensband NSDAP Dienstauszeichnung in Bronze

Reproduktion. Breite 30 mm, Länge 150 mm, ungetragen.

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Ordensband NSDAP Dienstauszeichnung in Bronze

Das Ordensband der NSDAP-Dienstauszeichnung in Bronze repräsentiert ein bedeutendes Stück aus der Geschichte der nationalsozialistischen Auszeichnungen im Deutschen Reich zwischen 1933 und 1945. Diese Auszeichnung wurde am 30. Januar 1939 durch Adolf Hitler gestiftet, um langjährige Parteimitglieder der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) zu ehren.

Die NSDAP-Dienstauszeichnung existierte in drei Stufen: Bronze für 10-jährige Mitgliedschaft, Silber für 15-jährige Mitgliedschaft und Gold für 25-jährige Mitgliedschaft. Die Bronzestufe, deren Band hier beschrieben wird, war die am weitesten verbreitete Ausführung, da sie bereits nach einer Dekade Parteizugehörigkeit verliehen werden konnte.

Das charakteristische Band dieser Auszeichnung hatte eine Breite von 30 Millimetern und bestand aus einem spezifischen Farbschema. Die Farben waren von zentraler Bedeutung für die nationalsozialistische Symbolik: Das Band zeigte die typischen Parteifarben in Form von roten Streifen mit weißen Einfassungen auf schwarzem Grund, die die Farben der NSDAP-Fahne widerspiegelten. Diese Farbkombination war im gesamten NS-Ordenssystem von herausragender Bedeutung und sollte die ideologische Verbundenheit mit der Partei demonstrieren.

Die Verleihung der NSDAP-Dienstauszeichnung erfolgte nach strengen Kriterien. Anspruchsberechtigt waren alle Mitglieder der NSDAP, die ihre Zugehörigkeit über den erforderlichen Zeitraum ohne Unterbrechung nachweisen konnten. Die Mitgliedschaft musste durchgehend und in gutem Ansehen bestanden haben. Bei der Berechnung der Dienstzeit wurden alle Zeiten der Mitgliedschaft in der NSDAP zusammengezählt, einschließlich der Jahre vor 1933.

Das Ordensband wurde üblicherweise als Bandspange an der Uniform getragen, wenn die eigentliche Auszeichnung nicht angelegt war. Dies war besonders bei Dienstuniformen üblich, wo das Tragen der vollständigen Ordensdekoration unpraktisch gewesen wäre. Die Bandspange befand sich in der Regel auf der linken Brustseite der Uniform, entsprechend der damaligen Trageordnung.

Die eigentliche Auszeichnung bestand aus einem bronzenen runden Medaillon mit einem Durchmesser von etwa 32 Millimetern. Auf der Vorderseite war der Parteiadler mit Hakenkreuz dargestellt, umgeben von der Inschrift “Für treue Dienste in der NSDAP”. Die Rückseite zeigte ein Hakenkreuz in einem Eichenlaubkranz. Das Medaillon wurde an einem Band getragen, das durch eine Öse am oberen Rand befestigt war.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurden durch das Kontrollratsgesetz Nr. 1 vom 20. September 1945 sämtliche NS-Organisationen aufgelöst und ihre Symbole verboten. Das öffentliche Tragen von NS-Auszeichnungen wurde untersagt. In Deutschland ist heute das Zeigen von NS-Symbolen nach § 86a StGB grundsätzlich strafbar, mit Ausnahmen für Kunst, Wissenschaft, Forschung und Lehre.

Bei dem beschriebenen Objekt handelt es sich ausdrücklich um eine Reproduktion. Solche Nachbildungen werden heute hauptsächlich für militärhistorische Sammlungen, museale Zwecke, Filmproduktionen und wissenschaftliche Ausstellungen hergestellt. Sie dienen der historischen Dokumentation und Aufklärung, ohne originale NS-Devotionalien zu verbreiten.

Der Handel mit Reproduktionen unterliegt in Deutschland besonderen rechtlichen Bestimmungen. Während originale NS-Auszeichnungen unter bestimmten Umständen als historische Objekte gehandelt werden dürfen, müssen Reproduktionen klar als solche gekennzeichnet sein. Die Verwendung von NS-Symbolen ist nur im Rahmen der genannten Ausnahmen zulässig.

Für militärhistorische Forschung und Sammler stellen solche Reproduktionen eine wichtige Möglichkeit dar, die materielle Kultur des Nationalsozialismus zu dokumentieren, ohne den Markt für originale NS-Devotionalien zu unterstützen. Sie ermöglichen es, Uniformdarstellungen zu vervollständigen oder historische Ausstellungen zu gestalten, ohne gegen geltendes Recht zu verstoßen.

Das wissenschaftliche Interesse an solchen Objekten liegt in ihrem Wert als Quellen für die Erforschung der NS-Herrschaftstechnik, der Symbolpolitik totalitärer Regime und der Mechanismen von Loyalitätsbindung durch Auszeichnungssysteme. Die NSDAP-Dienstauszeichnung ist ein Beispiel dafür, wie die NS-Führung versuchte, langjährige Gefolgschaft zu belohnen und Parteimitglieder an die Organisation zu binden.