Kriegsmarine Ärmelabzeichen Laufbahn Fernschreibmaat

für die blaue Bluse, ungetragen, Zustand 2.

Preis pro Stück: 10 Euro.

Der Zustand kann variieren.
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€ 10,00

Kriegsmarine Ärmelabzeichen Laufbahn Fernschreibmaat

Das Kriegsmarine Ärmelabzeichen für Fernschreibmaat repräsentiert ein faszinierendes Element des komplexen Abzeichen- und Uniformsystems der deutschen Kriegsmarine während des Zweiten Weltkriegs. Als Laufbahnabzeichen diente dieses Ärmelabzeichen der eindeutigen Identifikation von Marinesoldaten, die als Fernschreiber ausgebildet waren und in diesem spezialisierten Bereich tätig wurden.

Die Kriegsmarine wurde am 1. Juni 1935 offiziell gegründet und ersetzte die Reichsmarine als Marine des nationalsozialistischen Deutschen Reiches. Im Zuge der Wiederaufrüstung unter dem NS-Regime wurden umfassende Uniformvorschriften, die Anzugordnung für die Kriegsmarine, erlassen, welche ein komplexes System von Rangabzeichen, Laufbahnkennzeichen und Spezialisierungsabzeichen festlegten. Die Laufbahnabzeichen wurden eingeführt, um Funktion und Spezialisierung innerhalb der Marineorganisation klar erkennbar zu machen. Das Laufbahnsystem entwickelte sich aus Traditionen der kaiserlichen deutschen Marine des 19. Jahrhunderts und wurde über die Reichsmarine in die Kriegsmarine übernommen.

Der Fernschreibmaat gehörte zum Nachrichtenbereich der Kriegsmarine, einem für die Seekriegsführung essentiellen Tätigkeitsfeld. Die Fernschreibertechnologie wurde von der Kriegsmarine während des Zweiten Weltkriegs extensiv genutzt, einschließlich verschlüsselter Kommunikation über Geräte wie die Siemens T-52. Personal wurde beim Eintritt in den Kriegsmarinedienst bestimmten Laufbahnen zugewiesen und entsprechend ausgebildet. Das Abzeichen kennzeichnete die Spezialisierung des Trägers als Fernschreiber, der für den Betrieb von Fernschreibgeräten in der Marinekommunikation verantwortlich war.

Das Abzeichen wurde am oberen linken Ärmel der Uniform von Mannschaften und Maaten (Unteroffiziere ohne Portepee) getragen, die ihre Ausbildung abgeschlossen hatten und dem Fernschreiberberuf zugewiesen waren. Es konnte in Kombination mit Rangabzeichen oder als separates Abzeichen getragen werden. Offiziere und Feldwebel trugen diese Laufbahnabzeichen nicht. Die Abzeichen wurden während der gesamten Dienstzeit in dieser Laufbahn getragen, etwa von 1935 bis 1945.

Die Laufbahnabzeichen existierten in mehreren Varianten: Auf blauem Wollgrund für die normale blaue Dienstuniform (blaue Bluse), auf weißem Baumwollgrund für weiße Sommer- und Tropenuniformen sowie auf feldgrauem Grund für Küstenartillerie- und Landeinheiten. Die Vorschriften diktierten, dass die Grundfarbe der Uniformfarbe entsprach. Die Produktionsvarianten umfassten handgestickte Versionen in höherer Qualität und maschinengestickte Versionen für die Massenproduktion.

Das vorliegende Exemplar ist für die blaue Bluse bestimmt und besteht aus marineblauem Wollgewebe als Grundmaterial mit Stickerei in gelber oder goldfarbener Farbe. Die Stickerei zeigt maschinengestickte Motive in gelbem oder goldfarbenem Faden, welche das Symbol der Fernschreiberlaufbahn auf marineblauem Hintergrund darstellen. Die Abzeichen wurden von verschiedenen autorisierten Herstellern produziert, sowohl von offiziellen Marinedienststellen als auch von privaten Auftragnehmern.

Nach der Niederlage Deutschlands 1945 wurde die Kriegsmarine aufgelöst. Mit der Gründung der Bundesmarine im Jahr 1956 wurde ein völlig neues System von Uniformen und Abzeichen eingeführt. Historische Kriegsmarine-Abzeichen wurden zu Sammlerstücken und Objekten militärhistorischer Forschung. Heute dienen solche Insignien der historischen Forschung und Dokumentation und veranschaulichen die Organisationsstruktur und visuelle Kultur der deutschen Seestreitkräfte während des Zweiten Weltkriegs.