Nationalsozialistischer Reichskriegerbund ( NSRKB ) Schirmmützenadler

Aluminium, Hersteller "ges.gesch. 6", Zustand 2.
441396
35,00

Nationalsozialistischer Reichskriegerbund ( NSRKB ) Schirmmützenadler

Der Nationalsozialistiche Reichskriegerbund (NSRKB) war eine paramilitärische Organisation des nationalsozialistischen Deutschlands, die als Veteranenverband fungierte und eine wichtige Rolle in der ideologischen Durchdringung ehemaliger Soldaten spielte. Der hier beschriebene Schirmmützenadler aus Aluminium mit der Herstellermarkierung “ges.gesch. 6” (gesetzlich geschützt) repräsentiert ein typisches Abzeichen dieser Organisation, das auf der Schirmmütze getragen wurde.

Der NSRKB wurde am 4. März 1938 durch die Zusammenlegung des Kyffhäuserbundes und des NS-Reichskriegerbundes gegründet. Diese Vereinigung erfolgte im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltungspolitik, bei der alle gesellschaftlichen Organisationen der NS-Ideologie untergeordnet wurden. Der Kyffhäuserbund, ursprünglich 1900 gegründet, war der größte deutsche Veteranenverband der Weimarer Republik mit mehreren Millionen Mitgliedern. Nach der Machtübernahme 1933 wurde er schrittweise nazifiziert und schließlich vollständig in die NS-Organisationsstruktur eingegliedert.

Die Uniformierung des NSRKB folgte präzisen Vorschriften, die in offiziellen Dienstanweisungen festgelegt waren. Der Schirmmützenadler, wie das vorliegende Exemplar, war ein wesentlicher Bestandteil der Kopfbedeckung und musste nach genauen Spezifikationen gefertigt werden. Der Adler zeigte typischerweise das nationalsozialistische Hoheitszeichen: einen Adler mit ausgebreiteten Schwingen, der ein Hakenkreuz in seinen Fängen hält.

Die Herstellermarkierung “ges.gesch. 6” weist auf einen registrierten Hersteller von NS-Uniformeffekten hin. Während der NS-Zeit wurden solche Abzeichen von zahlreichen Firmen produziert, die eine offizielle Zulassung und Registrierung benötigten. Die Markierung “gesetzlich geschützt” mit einer Nummer war eine übliche Praxis, um die Herstellung zu kontrollieren und Qualitätsstandards zu gewährleisten. Die Verwendung von Aluminium war besonders während der Kriegsjahre verbreitet, da es leichter und kostengünstiger als andere Materialien war und wichtigere Metalle für die Rüstungsproduktion reserviert werden mussten.

Der NSRKB hatte mehrere Hauptaufgaben: Er sollte die Kameradschaft unter ehemaligen Soldaten pflegen, die nationalsozialistische Weltanschauung verbreiten und die Wehrhaftigkeit der Bevölkerung fördern. Die Organisation war hierarchisch strukturiert und in Gaue, Kreise und Ortsgruppen gegliedert, analog zur NSDAP-Struktur. Bis 1939 zählte der NSRKB über 4 Millionen Mitglieder.

Während des Zweiten Weltkriegs gewann der NSRKB zusätzliche Bedeutung bei der Betreuung von Kriegsversehrten, der Unterstützung von Hinterbliebenen und der Aufrechterhaltung der Moral an der Heimatfront. Die Organisation veranstaltete Gedenkfeiern, Treffen und propagandistische Veranstaltungen, die das Kriegsengagement der Bevölkerung stärken sollten.

Die Schirmmütze mit dem charakteristischen Adler war Teil der Ausgehuniform und wurde bei offiziellen Anlässen getragen. Das Design folgte militärischen Traditionen, war aber mit spezifischen NS-Symbolen versehen. Die Qualität und Ausführung solcher Adler variierte je nach Hersteller und Produktionsjahr, wobei frühere Stücke oft eine bessere Verarbeitung aufwiesen als spätere Kriegsproduktionen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der NSRKB wie alle NS-Organisationen durch die Alliierten verboten und aufgelöst. Das Tragen seiner Symbole und Uniformteile wurde untersagt. Heute sind solche Objekte historische Zeugnisse einer dunklen Epoche deutscher Geschichte und werden in Museen, Sammlungen und zu Bildungszwecken aufbewahrt.

Der Zustand 2 deutet auf ein gut erhaltenes Exemplar hin, das seine ursprüngliche Form und Details bewahrt hat. Solche Stücke sind wichtige Quellen für die militärhistorische Forschung und helfen, die materielle Kultur und Organisationsstruktur des NS-Regimes zu verstehen. Sie dienen als Mahnung an die Gefahren totalitärer Ideologien und die Instrumentalisierung von Veteranenverbänden für politische Zwecke.