SA Ehrendolch Modell 1933 aptiert auf Modell 1938 mit Damastklinge 

Es handelt sich hierbei um einen der ganz wenigen Originalstücke, hergestellt von der Fa. Eickhorn Solingen. Brauner Holzgriff mit perfekt eingelegter emaillierter SA-Rune und Hoheitsadler. Die Parierstangen beidseitig mit plastischem Eichenlaubdekor. Sowohl die Parierstangen als auch die Scheidenbeschläge sind aus Silber gefertigt. Die Klinge aus echtem Damaststahl, auf der Vorderseite das Motto "Alles für Deutschland" erhöht und vergoldet, an den beiden Enden mit Eichenlaubverzierung. Rückseitig oben an der Fehlschärfe das ovale Firmenzeichen "Carl Eickhorn Solingen". Auf der Angel gestempelt "Damast" sowie auf der Vorderseite "173". Die Scheidenbeschläge mit umlaufenden Zierrillen. Die 1938 aptierte Tragekette besteht aus eckigen Gliedern mit Hakenkreuz-Dekor, Eisen versilbert, oben der Trageklipp mit der SA-Rune. Die dunkelbraune original Belederung der Scheide ist noch in sehr gutem Zustand.
Der Dolch ist getragen und weist typische leichte Alterspuren auf, in sehr schönem unberührten Originalzustand. 
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SA Ehrendolch Modell 1933 aptiert auf Modell 1938 mit Damastklinge 

Der SA-Ehrendolch stellt eines der faszinierendsten Beispiele nationalsozialistischer Zeremonialwaffen dar und dokumentiert die komplexe Entwicklung paramilitärischer Auszeichnungen im Dritten Reich. Bei diesem besonderen Stück handelt es sich um ein Hybridexemplar: einen ursprünglich im Muster 1933 gefertigten SA-Ehrendolch, der später mit der 1938er-Kettentragweise ausgestattet wurde. Diese Kombination macht das Objekt zu einem bedeutenden Zeugnis der Übergangsphase zwischen verschiedenen SA-Auszeichnungsvarianten.

Die Sturmabteilung (SA), auch als “Braunhemden” bekannt, wurde 1921 als ursprünglicher paramilitärischer Flügel der NSDAP gegründet. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 wurde der SA-Dolch als Teil der SA-Dienstuniform eingeführt. Während Standarddolche in Millionen von Exemplaren für eine Organisation produziert wurden, die Mitte der 1930er Jahre fast drei Millionen Mitglieder zählte, stellten die Ehrendolche eine völlig andere Kategorie dar.

SA-Ehrendolche waren nicht-standardisierte Präsentationsstücke, die sich durch Damastklingen und aufwendige Eichenlaubverzierungen an den Parierstangen von den Dienstdolchen unterschieden. Diese Prunkstücke wurden für Verdienste oder besondere Leistungen innerhalb der SA verliehen. Die frühen Ehrendolche aus der Periode 1933-1935 wurden unter SA-Stabschef Ernst Röhm ausgegeben. Nach Röhms Hinrichtung am 1. Juli 1934 während der sogenannten “Nacht der langen Messer” – einer blutigen Säuberungsaktion innerhalb der NSDAP – setzte sein Nachfolger Viktor Lutze die Produktion fort.

Im Jahr 1938 führte Lutze den standardisierten Höheren-Führer-Ehrendolch mit Kettengehänge ein. Diese neue Variante zeichnete sich durch Hakenkreuz-Kettenglieder aus und war speziell für SA-Höhere Führer bestimmt, die sich in ihren Aufgaben ausgezeichnet hatten. Das vorliegende Exemplar repräsentiert entweder einen frühen Ehrendolch, der nachträglich mit dem neueren Kettentyp ausgestattet wurde, oder eine Übergangsproduktion, die Merkmale des 1933er-Korpus mit der 1938er-Aufhängung kombinierte.

Die Fertigung erfolgte durch Carl Eickhorn Solingen, einen der renommiertesten Klingenhersteller Solingens. Die Firma wurde 1865 von Carl Eickhorn gegründet und führte ihre Tradition der Klingenherstellung über 500 Jahre zurück. Die Damastklinge trägt auf der Angel die Stempelung “Damast” sowie die Nummer “173”. Am Fehlschärfenbereich der Klingenrückseite befindet sich das ovale Firmenzeichen “Carl Eickhorn Solingen” mit dem charakteristischen Eichhörnchen-Markenzeichen.

Die Klinge zeigt auf der Vorderseite das erhöhte und vergoldete Motto “Alles für Deutschland”, an beiden Enden mit Eichenlaubverzierung versehen. Die Parierstangen weisen beidseitig plastisches Eichenlaubdekor auf, während die Scheidenbeschläge mit umlaufenden Zierrillen verziert sind. Der braune Holzgriff ist mit eingelegter emaillierter SA-Rune und Hoheitsadler ausgestattet. Die 1938 angepasste Tragekette besteht aus eckigen Gliedern mit Hakenkreuz-Dekor aus versilbertem Eisen, wobei der obere Trageklipp die SA-Rune trägt. Die dunkelbraune Lederbeschichtung der Scheide vervollständigt die Ausstattung.

Diese Ehrendolche waren keine Massenausgaben, sondern private Kaufstücke für Präsentationszwecke. Während über 200 Hersteller zwischen 1933 und 1936 SA-Dolche produzierten – eine Zahl, die nach der RZM-Standardisierung auf 62 reduziert wurde – blieben Damastklingen-Ehrendolche außerordentlich selten. Die Produktion aller zeremoniellen Dolche endete 1942, als Ressourcen für die Kriegsanstrengungen konserviert werden mussten.

Nach Deutschlands Niederlage 1945 wurden SA-Dolche zu begehrten Kriegstrophäen alliierter Soldaten. In der Nachkriegszeit und bis heute werden SA-Dolche, insbesondere seltene Damastklingen-Ehrenausführungen, als historische Militaria gesammelt. Damastklingen-SA-Ehrendolche von prestigeträchtigen Herstellern wie Carl Eickhorn gehören zu den begehrtesten und wertvollsten SA-Dolch-Varianten auf dem Sammlermarkt und dokumentieren ein dunkles, aber historisch bedeutsames Kapitel deutscher Geschichte.

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