Krimschild 1941 - 1942 

Zink, mit feldgrauer Tuchunterlage mit Rückenplatte und Papierabdeckung.
467107
280,00

Krimschild 1941 - 1942 

Das Krimschild wurde am 25. Juli 1942 durch Adolf Hitler gestiftet und war eine militärische Auszeichnung des Deutschen Reiches während des Zweiten Weltkriegs. Diese besondere Kampfauszeichnung wurde zur Anerkennung der Soldaten geschaffen, die zwischen dem 21. September 1941 und dem 4. Juli 1942 an den Kämpfen um die Krim-Halbinsel teilgenommen hatten.

Die Eroberung der Krim stellte einen bedeutenden Abschnitt im Verlauf des Unternehmens Barbarossa dar. Nach dem deutschen Einmarsch in die Sowjetunion im Juni 1941 rückte die 11. Armee unter Generaloberst Erich von Manstein auf die strategisch wichtige Halbinsel vor. Die Kämpfe waren außerordentlich hart und verlustreich, insbesondere die monatelange Belagerung der Festung Sewastopol, die erst am 4. Juli 1942 fiel. Die schwierigen Gelände- und Witterungsbedingungen sowie der erbitterte sowjetische Widerstand machten die Krim-Operationen zu einer der härtesten Kampagnen an der Ostfront.

Das vorliegende Exemplar besteht aus Zink und weist die typische Konstruktion dieser Auszeichnung auf. Es verfügt über eine feldgraue Tuchunterlage mit Rückenplatte und Papierabdeckung, was der regulären Herstellungsweise dieser Periode entspricht. Das Krimschild wurde als Ärmelschild auf der linken Oberarmseite der Uniform getragen.

Die Gestaltung des Krimschilds zeigt auf der Vorderseite eine Geländekarte der Krim mit den wichtigsten Städten und Orten der Kämpfe. Darüber befindet sich ein Adler mit ausgebreiteten Schwingen und Hakenkreuz. Am unteren Rand ist die Inschrift “KRIM 1941-1942” angebracht. Das Design sollte die strategische Bedeutung dieser geografischen Region und den erfolgreichen Abschluss der Militäroperation symbolisieren.

Die Verleihungskriterien waren genau festgelegt: Anspruch auf das Krimschild hatten alle Angehörigen der Wehrmacht und Waffen-SS, die während des gesamten Kampfzeitraums oder mindestens für die Dauer eines zusammenhängenden Monats auf der Krim eingesetzt waren. Auch Verwundete, die während der Kämpfe auf der Krim verletzt wurden, erhielten diese Auszeichnung. Die Verleihung erfolgte auf Antrag durch die jeweiligen Truppenteile.

Das Krimschild gehört zu einer Serie von Kampfschilden, die während des Zweiten Weltkriegs für verschiedene Kampagnen gestiftet wurden. Dazu zählten unter anderem das Narvikschild (1940), das Cholmschild (1942) und das Kubanschild (1943). Diese Auszeichnungen sollten die besondere Härte und Bedeutung bestimmter Militäroperationen würdigen und dienten gleichzeitig der Propaganda und Moral der kämpfenden Truppe.

Die Herstellung der Krimschilde erfolgte durch verschiedene Hersteller im Deutschen Reich. Die Verwendung von Zink als Material war in dieser Phase des Krieges typisch, da strategisch wichtigere Metalle für die Rüstungsproduktion benötigt wurden. Die Tuchunterlage diente der Befestigung an der Uniform und schützte gleichzeitig das Trägermaterial vor direktem Kontakt mit dem Metall.

Heute sind Krimschilde gesuchte militärhistorische Sammelobjekte, die wichtige Zeugnisse einer dramatischen Phase des Zweiten Weltkriegs darstellen. Sie dokumentieren nicht nur die militärischen Ereignisse auf der Krim, sondern auch die Auszeichnungspraxis und Propagandamechanismen des NS-Regimes. Für die historische Forschung sind solche Objekte von Bedeutung, um die Anerkennungssysteme totalitärer Regime und ihre Wirkung auf die Moral der Streitkräfte zu verstehen.

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit solchen militärischen Auszeichnungen erfolgt heute im Kontext der kritischen Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. Sie erinnern an einen verbrecherischen Angriffskrieg und die damit verbundenen menschlichen Tragödien auf allen Seiten.