Panzerkampfabzeichen in Bronze mit Einsatzzahl "25" - JFS

Es handelt sich hierbei um die Fertigung der Firma JFS, ohne Herstellerbezeichnung. Feinzink, der Kranz, der Panzer und die Einsatzzahl bronziert, der Panzer rückseitig mit 2 Aluminiumnieten befestigt, an breiter magnetischer Nadel. Getragen, nach 1945 in der Kriegsgefangenschaft entnazifiziert. Zustand 2.
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Panzerkampfabzeichen in Bronze mit Einsatzzahl "25" - JFS

Das Panzerkampfabzeichen in Bronze mit der Einsatzzahl 25 stellt ein bedeutendes Dokument der deutschen Militärgeschichte des Zweiten Weltkriegs dar. Diese Auszeichnung wurde am 20. Dezember 1939 durch Adolf Hitler gestiftet und sollte die besonderen Leistungen der Panzerbesatzungen würdigen.

Die Grundform des Panzerkampfabzeichens zeigte einen stilisierten Panzer IV in frontaler Ansicht, umgeben von einem Eichenlaubkranz. Das Abzeichen existierte in drei Stufen: Bronze (ursprünglich Silber, ab 1943 umbenannt), Silber (ursprünglich Gold) und Gold für besondere Verdienste. Die Verleihungsbedingungen für die Bronzestufe umfassten die Teilnahme an drei verschiedenen Panzerangriffen an drei verschiedenen Tagen oder die Verwundung während eines Panzerkampfes.

Das hier vorliegende Exemplar wurde von der Firma JFS gefertigt, einem der zahlreichen Hersteller, die während des Krieges mit der Produktion militärischer Auszeichnungen beauftragt waren. Die Herstellung erfolgte aus Feinzink, wobei der Kranz, der Panzer und die Einsatzzahl bronziert wurden. Die Befestigung des Panzers auf der Rückseite erfolgte charakteristischerweise mit zwei Aluminiumnieten, und das Abzeichen war an einer breiten magnetischen Nadel befestigt.

Eine besondere Komponente dieses Abzeichens ist die Einsatzzahl 25. Diese zusätzlichen Zahlen wurden ab dem 22. Juni 1943 eingeführt und auf der Basis des Panzerkampfabzeichens angebracht. Die Zahlen 25, 50, 75 und 100 wurden verliehen und repräsentierten die Anzahl der Panzerangriffe oder Kampftage, an denen der Träger teilgenommen hatte. Die Einsatzzahl 25 war die erste Stufe dieser erweiterten Auszeichnung und dokumentierte bereits erhebliche Kampferfahrung.

Von besonderem historischem Interesse ist der Hinweis, dass dieses Abzeichen nach 1945 in der Kriegsgefangenschaft entnazifiziert wurde. Dies war ein häufiger Vorgang bei deutschen Soldaten in alliierter Gefangenschaft. Die Entnazifizierung umfasste typischerweise die Entfernung von Hakenkreuzen und anderen NS-Symbolen von Uniformen und Auszeichnungen. Bei Panzerkampfabzeichen befand sich das Hakenkreuz üblicherweise auf dem Panzerturm, und es wurde häufig mechanisch entfernt oder überschliffen. Diese Praxis ermöglichte es den ehemaligen Soldaten, ihre militärischen Auszeichnungen als Erinnerung an ihre Dienstzeit zu behalten, ohne dabei verbotene Symbole mit sich zu führen.

Die Firma JFS gehörte zu den vielen Herstellern, die während des Krieges Militärauszeichnungen produzierten. Diese Unternehmen arbeiteten unter strengen Qualitätskontrollen und mussten bestimmte Standards einhalten. Das Fehlen einer Herstellerbezeichnung auf diesem Exemplar war nicht ungewöhnlich, da verschiedene Hersteller unterschiedliche Praktiken bei der Kennzeichnung ihrer Produkte hatten.

Das Material Feinzink wurde besonders in den späteren Kriegsjahren verwendet, als Metallknappheit die Verwendung von Buntmetallen einschränkte. Die Bronzierung erfolgte durch einen galvanischen Prozess oder durch Lackierung, um den gewünschten metallischen Effekt zu erzielen. Die Verwendung von Aluminiumnieten für die Befestigung des Panzers war eine praktische Lösung, die sowohl Haltbarkeit als auch Materialeffizienz gewährleistete.

Der angegebene Zustand 2 deutet auf ein getragenes Exemplar hin, das Gebrauchsspuren aufweist, aber dennoch gut erhalten ist. Dies ist typisch für Auszeichnungen, die tatsächlich im Feld getragen wurden und nicht nur als Sammlerstücke aufbewahrt wurden.

Die Geschichte dieses Panzerkampfabzeichens spiegelt die komplexe militärische Auszeichnungskultur des Dritten Reiches wider und dokumentiert gleichzeitig die Nachkriegszeit, in der ehemalige Soldaten versuchten, ihre Vergangenheit zu bewahren und gleichzeitig mit den neuen politischen Realitäten umzugehen. Solche Objekte sind heute wichtige historische Artefakte, die Einblicke in die Militärgeschichte, Materialkultur und die Bewältigung der Vergangenheit nach 1945 bieten.