Heer - Originalunterschrift von Ritterkreuzträger General der Infanterie Franz Mattenklott

auf einer Portraitpostkarte als Feldpostkarte, mit sehr schöner Tintensignatur " Mattenklott ", Zustand 2.
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160,00

Heer - Originalunterschrift von Ritterkreuzträger General der Infanterie Franz Mattenklott

General der Infanterie Franz Mattenklott - Ritterkreuzträger und sein militärisches Vermächtnis

Die vorliegende Portraitpostkarte mit Originalunterschrift dokumentiert einen bedeutenden Offizier der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs. Franz Mattenklott, der den Rang eines Generals der Infanterie erreichte und mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde, gehörte zu jener Generation von Offizieren, die ihre militärische Laufbahn bereits im Kaiserreich begonnen hatten.

Franz Mattenklott wurde am 20. Dezember 1884 in Hannover geboren und trat 1903 als Fahnenjunker in die preußische Armee ein. Seine militärische Ausbildung durchlief er im traditionsreichen Infanterie-Regiment Nr. 164, wo er 1904 zum Leutnant befördert wurde. Der Erste Weltkrieg prägte seine weitere Karriere entscheidend, während der er sich als fähiger Truppenführer bewährte und mehrfach ausgezeichnet wurde. Nach Kriegsende wurde er in die Reichswehr übernommen, jene auf 100.000 Mann beschränkte Armee der Weimarer Republik.

Im Zweiten Weltkrieg kommandierte Mattenklott verschiedene Divisionen und Korps. Besonders hervorzuheben ist seine Führung der XXV. Armeekorps sowie später der LXXXII. Armeekorps. Am 4. Juli 1940 wurde ihm das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen, eine der höchsten militärischen Auszeichnungen des Deutschen Reiches, die für außergewöhnliche Tapferkeit und militärische Führungsleistung vergeben wurde. Diese Ehrung erfolgte in Anerkennung seiner Verdienste während des Westfeldzugs.

Portraitpostkarten und Feldpost spielten während des Zweiten Weltkriegs eine bedeutende kulturelle und propagandistische Rolle. Solche Karten mit Abbildungen hochdekorierter Offiziere wurden sowohl für private Korrespondenz als auch zu Propagandazwecken verwendet. Die Feldpost bildete das Rückgrat der Kommunikation zwischen Front und Heimat und beförderte während des Krieges Milliarden von Sendungen. Postkarten mit Portraits von Ritterkreuzträgern waren besonders beliebt und dienten der Heldenverehrung sowie der Aufrechterhaltung der Moral.

Die auf dieser Karte befindliche Tintensignatur “Mattenklott” ist ein authentisches Zeugnis der Zeit. Solche Autogramme wurden von Soldaten, Sammlern und Bewunderern gesucht. Hochrangige Offiziere signierten häufig Postkarten für untergebene Soldaten, für propagandistische Zwecke oder auf Anfrage von Zivilisten. Die Echtheit solcher Signaturen lässt sich durch Vergleich mit dokumentierten Unterschriften in militärischen Akten und offiziellen Dokumenten verifizieren.

Die Verwendung als Feldpostkarte weist darauf hin, dass dieses Objekt tatsächlich im Postverkehr zwischen Front und Heimat verwendet wurde. Feldpostkarten benötigten keine Briefmarken und wurden durch das militärische Postsystem befördert. Sie unterlagen der militärischen Zensur, wobei sensible militärische Informationen geschwärzt oder entfernt wurden.

Nach Kriegsende geriet Mattenklott in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst 1955 zurückkehrte. Er verstarb am 10. Oktober 1965 in Bielefeld. Seine militärische Karriere umspannte drei deutsche Staatsformen und zwei Weltkriege - ein typischer Verlauf für Offiziere seiner Generation.

Aus sammlertechnischer Perspektive stellen signierte Portraitpostkarten von Ritterkreuzträgern heute begehrte militärhistorische Dokumente dar. Sie verbinden mehrere Sammelgebiete: Militaria, Autographen, Postgeschichte und Zeitgeschichte. Der angegebene “Zustand 2” entspricht in der üblichen Sammlerbewertung einem sehr guten Erhaltungszustand mit nur geringen Gebrauchsspuren. Solche Objekte dienen der historischen Forschung als Primärquellen und dokumentieren die Personen, die militärische Hierarchie und die Alltagskultur der Wehrmacht.

Die historische Einordnung solcher Objekte erfordert eine differenzierte Betrachtung. Sie sind Zeugnisse einer diktatorischen Kriegsmaschinerie und eines verbrecherischen Regimes, gleichzeitig aber auch authentische historische Dokumente, die zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dieser Epoche unverzichtbar sind. Ihre Sammlung und Bewahrung dient der historischen Bildung und Forschung, nicht der Verherrlichung.