Wehrmacht komplette Parade-Uniform aus dem Besitz von Rittmeister F. Filser, Chef der 5. M.G. Schwadron im Kavallerie-Regiment Nr. 17

Standort Bamberg, um 1937. Sehr schönes Ensemble bestehend aus Schirmmütze, Parade-Waffenrock, Hose und Parade-Feldbinde. Die Schirmmütze ist eine typische Fertigung der Fa. Peküro für ein Bamberger Uniformgeschäft, die Mütze in hoher eleganter Sattelform, Fertigung aus feldgrauem Tuch in Feiner Offiziersqualität. Komplett mit Hoheitsadler, Traditions-Totenkopf, Eichenlaubkranz und Kokarde in Buntmetall versilbert, Waffenfarbe goldgelb. Innen hellbraunes Schweißleder mit schwarzer Samtkante, seitlich mit Prägestempel "Deutsches Leder", helles Seidenfutter, unter dem Zelluloidtrapez mit silber geprägter Bezeichnung "Georg Pickel Bamberg Stirndruckfrei Deutsches Reichspatent", mit handgeschriebenem Trägeretikett "F.Filser 5.M.G.Sch. K. Regiment 17 Bamberg.", Größe 57.
Wehrmacht Parade-Waffenrock als Rittmeister im Kavallerie-Regiment Nr. 17. Elegantes Eigentumsstück, Tuch in feiner Offiziersqualität, komplett mit allen Effekten. Metallfaden handgestickter Brustadler auf dunkelgrün, per Hand vernäht. Die Kragenspiegel und Ärmelpatten in Metallfaden-handgestickter Ausführung, maschinell vernäht. Die eingenähten Schulterstücke mit den aufgelegten Traditions-Totenköpfen in Offiziersausführung, hochgewölbt und versilbert (keine "normalen" Totenköpfe für Panzerkragenspiegel !), Waffenfarbe goldgelb. Auf der Brust Schlaufen für eine Bandspange und für drei Steckabzeichen: Eisernes Kreuz 1. Klasse, Deutsches Reiterabzeichen und Allgemeines Sturmabzeichen. Innen mit dunkelgrünem Seidenfutter, hinten mit gewebtem Schneideretikett "Nikolaus Farroth - Eduard Sachs Nachf. Frankfurt a.M. Kaiserstrasse 40". Komplett mit der Paradefangschnur, das Geflecht aus Aluminiumgespinst. Dazu die passende steingraue lange Hose aus Gabardine, seitlich mit goldgelber Biese. Weiterhin ein paar steingraue Handschuhe aus Wildleder für Offiziere sowie eine Parade-Feldbinde für Offiziere.
Die gesamte Uniform ist nur leicht getragen mit leichten Altersspuren, alle Effekten noch original vernäht, in unberührtem Originalzustand. Komplett mit einer Obermayer Puppe, fertig angezogen für eine Sammlung, bzw. Museums Ausstellung.

Extrem selten, in dieser Vollständigkeit mit Trägernachweis mit Sicherheit einmalig !

Im Jahr 1936 wurde das 17. Reiter-Regiment in das Kavallerie-Regiment Nr. 17 umbenannt, hierbei wurde auch die 5. Schwadron zur MG-Schwadron umgegliedert, Chef war Rittmeister Filser. Im Jahr 1937 erhielt das Regiment in München auf dem Königsplatz seine Standarte. Das Regiment führte die Tradition des 1. und 2. Leib-Husaren-Regiments weiter und trug als 
Traditionszeichen den Totenkopf der Leibhusaren: getragen in der Reichswehr von 1. und 2. Eskadron; bei der Wehrmacht der Regimentsstab, Stab I. Abteilung 1.; 2., 4., 5. und 11. Schwadron; ab 1943/44 das ganze Regiment.
1939 wurde das Regiment aufgelöst, die Truppen aufgeteilt auf die die Divisions-Aufklärungs-Abteilung 12 , die Divisions-Aufklärungs-Abteilung 32 , die Divisions-Aufklärungs-Abteilung 175 und die Kavallerie-Ersatz-Abteilung 5.
Das 1944 neu aufgestellte Kavallerie-Regiment 5 erhielt mit Verfügung vom 3. Juni 1944 erneut den Traditionsnamen Kavallerie-Regiment 5 „Feldmarschall von Mackensen“. Es erhielt gleichzeitig die Tradition der beiden Leib-Husaren-Regimenter Nr. 1 und 2  der alten Armee verliehen. Mit Verfügung vom 29. Dezember 1944 erhielt der Sonderverband „Kavallerie-Regiment 5 „Feldmarschall von Mackensen““ den Totenkopf der Leibhusaren auf Schulterstücken und Kopfbedeckungen. Der Totenkopf war wie folgt zu tragen: An der Schirm- und der Feldmütze aus Weißmetall geprägt, zwischen Hoheitsabzeichen und Eichlaubkranz, bzw. Kokarde. Auf der Mitte der Schulterstücke, für Offiziere in Gelbmetall, für Unteroffiziere und Mannschaften in goldgelb gestickt und für Porteepeeoffiziere aus Weißmetall. Dem Regiment wurde am 4. Dezember 1944 das Tragen eines Ärmelstreifens Feldmarschall von Mackensen und des Degens gestattet. Die Reste der der Aufklärungs-Abteilungen wurden nach der Abgabe der Reiter-Schwadronen in Divisions-Füsilier-Bataillone umbenannt. Nach Kämpfen in Österreich wurde der Truppenteil Juni 1945 bei Aalen (Württemberg) aufgelöst.
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Wehrmacht komplette Parade-Uniform aus dem Besitz von Rittmeister F. Filser, Chef der 5. M.G. Schwadron im Kavallerie-Regiment Nr. 17

Diese vollständige Paradeuniform eines Rittmeisters im Kavallerie-Regiment Nr. 17 stellt ein außergewöhnliches Zeugnis der Kavallerie-Tradition in der frühen Wehrmacht dar. Das Ensemble, das um 1937 in Bamberg getragen wurde, dokumentiert nicht nur die militärische Praxis dieser Epoche, sondern auch die bewusste Pflege preußischer und bayerischer Kavallerie-Traditionen im nationalsozialistischen Deutschland.

Das Reiter-Regiment 17 wurde am 11. Mai 1920 im Wehrkreis VII als einziges bayerisches Kavallerieregiment der neuen Reichswehr aufgestellt. Damit übernahm es die Tradition sämtlicher ehemaliger Kavallerieregimenter der Königlich Bayerischen Armee. Mit der Expansion der Reichswehr zur Wehrmacht durchlief das Regiment mehrere Umbenennungen: Am 1. Oktober 1934 wurde es in Reiter-Regiment Bamberg umbenannt, am 15. Oktober 1935 in Reiter-Regiment 17 und schließlich am 6. Oktober 1936 in Kavallerie-Regiment Nr. 17.

Im Jahr 1936 wurde die 5. Schwadron zur MG-Schwadron (Maschinengewehr-Schwadron) umgegliedert, deren Kommandeur Rittmeister Filser war. Der Rang des Rittmeisters entspricht einem Hauptmann bei anderen Waffengattungen und bezeichnet typischerweise den Kommandeur einer Schwadron, einer Einheit in Kompaniestärke. Im Jahr 1937 erhielt das Regiment auf dem Königsplatz in München seine Standarte, ein bedeutsames Zeremoniell für jede militärische Einheit.

Besonders bemerkenswert ist der Traditions-Totenkopf, der diese Uniform kennzeichnet. Das Regiment führte die Tradition des 1. und 2. Leib-Husaren-Regiments weiter. Diese Leibhusaren-Regimenter Nr. 1 und Nr. 2 waren in Danzig-Langfuhr stationiert gewesen und trugen schwarze Uniformen. Ihr charakteristisches Merkmal war der Totenkopf auf der Pelzmütze. Die Verwendung des Totenkopfes als militärisches Emblem in Deutschland begann unter Friedrich dem Großen, der ein Husaren-Kavallerieregiment in der preußischen Armee formierte, das Husaren-Regiment Nr. 5 (von Ruesch). Es führte eine schwarze Uniform mit einem auf Mirlitonen aufgebrachten Totenkopf. Der Totenkopf blieb Teil der Uniform, als das Regiment 1808 in die Leib-Husaren-Regimenter Nr. 1 und Nr. 2 umgeformt wurde.

Im Kavallerie-Regiment Nr. 17 wurde der Leibhusaren-Totenkopf als Traditionsabzeichen getragen: in der Reichswehr von der 1. und 2. Eskadron, in der Wehrmacht vom Regimentsstab, Stab der I. Abteilung sowie der 1., 2., 4., 5. und 11. Schwadron. Die auf dieser Uniform befindlichen Totenköpfe sind in Offiziersausführung gearbeitet, hochgewölbt und versilbert, und unterscheiden sich von den normalen Totenköpfen für Panzerkragenspiegel.

Die Schirmmütze wurde von der Firma PeKüRo für ein Bamberger Uniformgeschäft gefertigt, der Mützenmacher war Georg Pickel, Bamberg. Der Parade-Waffenrock stammt vom Schneider Nikolaus Farroth – Eduard Sachs Nachf. in Frankfurt am Main, Kaiserstraße 40. Die Waffenfarbe goldgelb identifiziert den Träger als Angehörigen der Kavallerie. Die Uniform zeigt Schlaufen für eine Bandspange und drei Steckabzeichen: Eisernes Kreuz 1. Klasse, Deutsches Reiterabzeichen und Allgemeines Sturmabzeichen.

Das Regiment spielte eine bedeutende Rolle im deutschen Widerstand gegen das NS-Regime. Der spätere Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg wurde 1926 als Offiziersanwärter in das Regiment aufgenommen. Regimentskameraden im Widerstand waren Generalleutnant Karl Freiherr von Thüngen, Major Ludwig Freiherr von Leonrod, Oberst Rudolf Graf von Marogna-Redwitz und Major Roland von Hößlin. Im Bamberger Dom erinnert eine Gedenktafel an die fünf sogenannten “Bamberger Reiter”, ehemalige Regimentsangehörige, die ihr Leben im Kampf gegen das NS-Regime gaben, darunter die Beteiligten am Attentat vom 20. Juli 1944.

Bei der Mobilmachung der Wehrmacht am 25. August 1939 wurde das Regiment planmäßig aufgelöst und aus ihm wurden Aufklärungsabteilungen für Infanteriedivisionen der 1. Welle gebildet. Das neu aufgestellte Kavallerie-Regiment 5 erhielt mit Verfügung vom 3. Juni 1944 den Traditionsnamen Kavallerie-Regiment 5 “Feldmarschall von Mackensen” und gleichzeitig die Tradition beider Leib-Husaren-Regimenter Nr. 1 und 2 der alten Armee verliehen. Mit Verfügung vom 29. Dezember 1944 erhielt dieser Sonderverband den Totenkopf der Leibhusaren auf Schulterstücken und Kopfbedeckungen.

Die Produktion und Ausgabe des Waffenrocks wurde 1940 eingestellt, aber er blieb für diejenigen, die ihn besaßen oder erwerben konnten, als Ausgehuniform autorisiert. Diese vollständige Paradeuniform mit Trägernachweis dokumentiert eindrucksvoll die Verbindung zwischen kaiserlicher Militärtradition und der Wehrmacht der 1930er Jahre.

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