Wehrmacht Feldbluse, geschönte Feldbluse und Schirmmütze aus dem Besitz von Karl Breyer im Gebirgsjäger-Regiment 100

Bei der Feldbluse handelt es sich um eine Feldbluse M 38, ein Kammerstück, welche dann als Feldbluse für Offiziere auf der Kleiderkammer umgearbeitet wurde. Feldgraues Tuch, mit dunkelgrünem Kragen, die Ärmel mit angedeuteten Aufschlägen. Komplett mit allen Effekten Metallfaden handgestickter Brustadler auf dunkelgrün, maschinell vernäht (!), die Kragenspiegel ebenfalls maschinell vernäht. Eingenähte Schulterstücke mit vergoldeten Auflagen "100". Auf dem rechten Ärmel das Abzeichen für Gebirgsjäger in handgestickter Ausführung für Offiziere. Band zum EK 2 im Knopfloch auf der Brust aufgesteckt das Verwundetenabzeichen i Schwarz. Innen mit dunkelgrünem Futter in Offiziersqualität, mit eingenähtem Schlitz zum Tragen des Offiziersdolches. Auf der Knopfleiste noch sehr schön sichtbar die Kammerstempel ".. B 38" und "1./GJ.." (= 1. Kompanie, Gebirgs-Jäger...).Nur minimal getragen, in fast neuwertigem Zustand !
Die geschönte Feldbluse ist ein elegantes Eigentumstück, um 1940. Das Tuch aus leichtem feldgrauen Gabardine, dunkelgrüner Kragen, der Kragen und die Knopfleiste mit grüner Paspelierung. Komplett mit allen Effekten, Metallfaden-handgestickter Brustadler in Silber (nicht Aluminium !) auf dunkelgrünem Grund per Hand vernäht, die Kragenspiegel maschinell vernäht, glänzende eingenähte Schulterstücke mit vergoldeten Auflagen "100", Waffenfarbe grün. Auf der Brust Schlaufen für 1 Steckabzeichen. Auf den rechten Ärmel das Abzeichen für Gebirgsjäger in handgestickter Ausführung für Offiziere. Innen mit steingrauem Tuchfutter, seitlich mit eingenähtem Schlitz und Klipp zum Tragen des Offiziersdolches. Maße: Ärmellänge: 63 cm, Schulter: ca. 44 cm, Brustumfang: 92 cm, Rücken: 63 cm. Nur leicht getragen, Zustand 2+.
Schirmmütze für Offiziere der Gebirgsjäger, ein elegantes Eigentumstück, typische Fertigung der FA. Peküro. HOhe elegante Sattelform, komplett mit Hoheitsadler, Edelweiß, Eichenlaubkranz mit der Kokarde in Aluminium, Waffenfarbe grün, Innen mit hellem Schweißleder und schwarzer Samtkante, helles Futter, das Zelluloidtrapez herausgetrennt, Größe ca. 58. Nur leicht getragen, Zustand 2+. Dazu ein sehr schönes original Foto von Oberleutnant Breyer in genau dieser geschönten Feldbluse und dieser Schirmmütze ! Weiterhin 2 Eintrittskarten "Wehrmacht" der Salzburger Festspiele 1942 zu 2 Konzerten. Breyer hat im August 1942 auf Heimaturlaub seine Frau geheiratet und mit ihr die Festspiele in Salzburg besucht.

Dazu der Wehrpaß mit Schutzhülle, ausgestellt 1938, komplett mit allen Eintragungen bis zu seinem Tod, gefallen als Angehöriger 12./Geb.Jäg.Rgt. 98 im Kaukasus, Rußland am 14.12.1942. Die Beförderung zum Oberleutnant erfolgte am 12.12.1942. Eingetragene Auszeichnungen Verwundetenabzeichen in Schwarz am 6.4.1941, EK II. Kl. am 1.12.1942 . Dazu die Bescheinigung des 11. Kompanie Geb.Jäg.Rgt. 100 über einen Sturmangriff auf die Panzerwerkgruppe Kelkaia am 6.4.1941, "der den Bestimmungen für die Verleihung des Infanterie-Sturmabzeichens entspricht..". Weiterhin ein schönes Portraitfoto als Oberjäger.
Nach dem Tod von Oberleutnant Breyer verblieben die Uniformen gemeinsam mit seinem Wehrpaß bei der Witwe. Nach ihrem Tod konnten wir dieses wirklich schöne Ensemble im Januar 2021 erwerben. 
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Wehrmacht Feldbluse, geschönte Feldbluse und Schirmmütze aus dem Besitz von Karl Breyer im Gebirgsjäger-Regiment 100

Dieses außergewöhnliche Uniformensemble dokumentiert eindrucksvoll die militärische Laufbahn von Oberleutnant Karl Breyer, der im Gebirgsjäger-Regiment 100 diente. Die Sammlung umfasst eine Feldbluse M38, eine geschönte Offiziersfeldbluse sowie eine Schirmmütze, begleitet von persönlichen Dokumenten, die ein seltenes und authentisches Zeugnis des Gebirgssoldiertums im Zweiten Weltkrieg darstellen.

Das Gebirgsjäger-Regiment 100 wurde am 15. Oktober 1935 im Wehrkreis VII aufgestellt. Ab dem 9. April 1938 war das Regiment der 1. Gebirgs-Division unterstellt. Am 3. November 1940 trennte sich das Gebirgs-Jäger-Regiment 100 unter Oberst Utz vom Divisionsverband und wurde der neu aufgestellten 5. Gebirgs-Division zugeteilt. Diese Division wurde am 25. Oktober 1940 durch den Wehrkreis XVIII (Salzburg) im Raum Salzburg – Zell am See gebildet.

Die hier präsentierten Uniformstücke tragen die charakteristischen Merkmale der Gebirgstruppe. Am 2. Mai 1939 genehmigte das OKH (Oberkommando des Heeres) das Tragen des markanten Edelweißabzeichens für Gebirgstruppenpersonal am rechten Oberärmel. Beide Feldblusen zeigen dieses Abzeichen in handgestickter Offiziersausführung, zusammen mit dem Brustadler der Wehrmacht, Kragenspiegeln und eingenähten Schulterstücken mit vergoldeten Auflagen "100". Die grüne Waffenfarbe kennzeichnet die Zugehörigkeit zu den Gebirgsjägern. Bei Einführung war das Edelweißabzeichen auf blau-grünem Tuchgrund, wurde aber Anfang 1940 auf feldgrauen Wollgrund geändert.

Die Feldbluse M38 stellt ein Kammerstück dar, das für Offiziere umgearbeitet wurde. Das Modell 36 behielt das traditionelle graugrüne feldgraue Wolltuch bei, verfügte jedoch über vier aufgesetzte Brusttaschen mit geschweiften Klappen und Falten, wobei Kragen und Schulterstücke dunkelflaschengrün waren. Die hier vorliegende M38 zeigt deutlich sichtbare Kammerstempel auf der Knopfleiste: "..B 38" und "1./GJ.." (1. Kompanie, Gebirgs-Jäger). Im Inneren befindet sich dunkelgrünes Futter in Offiziersqualität mit eingenähtem Schlitz zum Tragen des Offiziersdolches.

Die geschönte Feldbluse repräsentiert ein elegantes Eigentumsstück um 1940. Im Jahr 1937 wurde Offizieren der optionale Kauf der "ornamentierte" oder "mit Vorstößen" versehenen Uniform genehmigt, die als weniger formelle Alternative getragen werden sollte, mit Kragen und Kragenpatten identisch zum Waffenrock, wobei Kragen, Verschluss und Aufschläge in Waffenfarbe paspeliert waren. Diese Feldbluse aus leichtem feldgrauen Gabardine mit dunkelgrünem Kragen und grüner Paspelierung verkörpert diese Tradition der Eigenanschaffung. Offiziere und bestimmte höhere Unteroffiziersränge waren für den Kauf ihrer eigenen Mützen verantwortlich und erhielten eine Bekleidungszulage über das Kleiderkasse-System der Armee.

Im März 1941 zog die Division auf den Balkan und nahm am Einmarsch in Griechenland teil. Die beigefügte Bescheinigung erwähnt den Sturmangriff auf die Panzerwerkgruppe Kelkaia am 6. April 1941, der während des Frontalangriffs auf die Befestigungen am Rupel-Pass nach Saloniki stattfand, wo die Division die Werke Rupesko, Popotliwitsa, Istibei, Kelkaja und Arpaluki angriff. Breyers Verwundetenabzeichen in Schwarz, das er am 6. April 1941 erhielt, wurde für ein- oder zweimalige Verwundung durch feindliche Einwirkung verliehen.

Im Dezember 1941 verließ das Gebirgsjäger-Regiment 100 Kreta und verlegte nach Salzburg und Tirol. Im Februar 1942 wurde die Division an die Ostfront verlegt und beim XXVIII. Armeekorps der Heeresgruppe Nord vor Leningrad eingesetzt, wo sie bis Dezember 1943 in der Wolchow-Region diente. Breyer heiratete im August 1942 während seines Heimaturlaubs seine Frau und besuchte mit ihr die Salzburger Festspiele, wie die beigefügten Eintrittskarten belegen.

Der Wehrpass, ausgestellt 1938, dokumentiert Breyers gesamte militärische Laufbahn bis zu seinem Tod. Die Beförderung zum Oberleutnant erfolgte am 12. Dezember 1942. Nur zwei Tage später, am 14. Dezember 1942, fiel er als Angehöriger der 12./Geb.Jäg.Rgt. 98 im Kaukasus, Russland. Sein Eisernes Kreuz 2. Klasse, verliehen am 1. Dezember 1942, wurde üblicherweise als Band durch eines der Knopflöcher in der Tunika des Empfängers getragen.

Nach Breyers Tod verblieben die Uniformen gemeinsam mit seinem Wehrpass bei seiner Witwe. Nach ihrem Tod wurde dieses bemerkenswerte Ensemble im Januar 2021 erworben, womit diese authentischen Zeitzeugnisse einer bewegten militärischen Karriere erhalten blieben.

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