Deutsches Kreuz in Gold - Variante von C.E.Juncker mit Schraubscheibe !
Das Deutsche Kreuz in Gold stellt eine der bedeutendsten Auszeichnungen des Dritten Reiches dar und nimmt eine einzigartige Position im deutschen Ordenssystem des Zweiten Weltkriegs ein. Diese Dekoration wurde durch Adolf Hitler am 28. September 1941 gestiftet und sollte die Lücke zwischen dem Eisernen Kreuz I. Klasse und dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes schließen.
Die Stiftung dieser Auszeichnung erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der Krieg im Osten bereits mehrere Monate andauerte und die Wehrmacht erhebliche Verluste erlitt, aber auch bemerkenswerte militärische Leistungen vollbracht wurden. Das Deutsche Kreuz existierte in zwei Stufen: in Gold für wiederholte Tapferkeit im Angesicht des Feindes und in Silber für herausragende Führungsleistungen ohne unmittelbare Kampfhandlungen.
Das hier beschriebene Exemplar stammt vom renommierten Hersteller C.E. Juncker aus Berlin, einer der angesehensten Firmen für die Produktion von militärischen Orden und Ehrenzeichen. Die Firma Juncker, mit Sitz in der Kurfürstenstraße in Berlin, gehörte zu den wichtigsten Lieferanten von Auszeichnungen für die Wehrmacht und produzierte Orden von besonders hoher Qualität.
Die technische Ausführung dieses Stückes zeigt charakteristische Merkmale der Juncker-Produktion: Die rückseitige Platte aus Tombak versilbert ist typisch für diese Herstellervariante. Tombak, eine Kupfer-Zink-Legierung, bot eine stabile Grundlage für die aufwendige Konstruktion. Die vier Nieten und die aufgebrachte Gewindehülse dokumentieren die Befestigungsmethode, wobei die Schraubscheibe eine praktische Tragevariante darstellte, die das häufige An- und Ablegen der Auszeichnung erleichterte.
Das Deutsche Kreuz in Gold hatte einen Durchmesser von etwa 63 Millimetern und wurde an der rechten Brustseite getragen, im Gegensatz zu den meisten anderen Auszeichnungen, die links getragen wurden. Das Design zeigte ein schwarzes Hakenkreuz in einem Kranz aus Eichenlaub, umgeben von einem goldenen Strahlenkranz. Die Emaille-Arbeit war besonders aufwendig und stellte hohe Anforderungen an die Herstellerfirmen.
Die Verleihungskriterien waren streng: Ein Soldat musste bereits im Besitz des Eisernes Kreuzes I. Klasse sein und weitere außergewöhnliche Tapferkeitsleistungen erbracht haben, die jedoch nicht das Niveau für ein Ritterkreuz erreichten. Bis zum Kriegsende wurden etwa 24.204 Deutsche Kreuze in Gold verliehen, was die Seltenheit dieser Auszeichnung unterstreicht.
Der beschriebene Erhaltungszustand “getragen, Zustand 2” mit beschädigter Emaille ist charakteristisch für authentische Kriegsstücke. Die Emaille war empfindlich gegenüber mechanischen Belastungen, und Beschädigungen entstanden häufig durch den Kampfeinsatz oder die tägliche Beanspruchung beim Tragen der Uniform. Solche Gebrauchsspuren werden von Sammlern als Authentizitätsmerkmale geschätzt.
Die Produktionsvarianten von C.E. Juncker werden heute von Experten anhand verschiedener Details unterschieden. Neben der Schraubscheiben-Variante gab es auch Ausführungen mit Nadel und Haken. Die Qualität der Juncker-Produktion galt als besonders hochwertig, was sich in der feinen Ausarbeitung der Details und der sorgfältigen Emaillierung zeigte.
Nach dem Krieg wurden gemäß den Bestimmungen der Alliierten alle NS-Symbole verboten. Das Deutsche Kreuz durfte in der Bundesrepublik Deutschland nur ohne Hakenkreuz getragen werden, eine Entnazifizierungsvorschrift, die für alle Orden des Dritten Reiches galt. Heute sind diese Auszeichnungen wichtige zeithistorische Dokumente, die in militärhistorischen Sammlungen und Museen bewahrt werden.
Die historische Bedeutung des Deutschen Kreuzes liegt nicht nur in seiner militärischen Funktion als Tapferkeitsauszeichnung, sondern auch in seiner Rolle als Teil des komplexen Anreiz- und Ehrungssystems der Wehrmacht. Es dokumentiert die Leistungsideologie des NS-Regimes und die Art und Weise, wie militärische Anerkennung systematisiert und instrumentalisiert wurde.