Italien 2. Weltkrieg - Originalunterschrift des Leiters der Confederazione Fascista die Lavoratori dell Agricoltura, Prof. Angelini

Es handelt sich um ein aus einer Zeitung ausgeschnittenes Foto auf einem Karton, mit eigenhändiger Unterschrift. Dazu das original Anschreiben, datiert 1939. Zustand 2.
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Italien 2. Weltkrieg - Originalunterschrift des Leiters der Confederazione Fascista die Lavoratori dell Agricoltura, Prof. Angelini

Bei diesem historischen Objekt handelt es sich um eine signierte Fotografie aus dem Jahr 1939, die von Professor Angelini, dem Leiter der Confederazione Fascista dei Lavoratori dell'Agricoltura (Faschistischer Verband der Landarbeiter), eigenhändig unterschrieben wurde. Das aus einer Zeitung ausgeschnittene Foto wurde auf Karton montiert und wird von einem originalen Anschreiben aus demselben Jahr begleitet.

Die Confederazione Fascista dei Lavoratori dell'Agricoltura war eine der wichtigsten korporatistischen Organisationen im faschistischen Italien unter Benito Mussolini. Sie gehörte zum System der sindacati fascisti (faschistischen Gewerkschaften), die nach der Konsolidierung der faschistischen Macht in den 1920er Jahren etabliert wurden. Diese Organisationen waren Teil des faschistischen Korporatismus, eines wirtschaftlichen und politischen Systems, das darauf abzielte, Klassenkonflikte durch die Integration von Arbeitern und Arbeitgebern in staatsgeleitete Organisationen zu überwinden.

Der Korporatismus war ein Kernbestandteil der faschistischen Ideologie und Wirtschaftspolitik. Das System wurde offiziell durch die Carta del Lavoro (Arbeitscharta) von 1927 institutionalisiert, die die Grundprinzipien der faschistischen Arbeitsorganisation festlegte. Die verschiedenen Wirtschaftssektoren wurden in Korporationen organisiert, die sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer unter staatlicher Aufsicht vereinten. Die Landwirtschaft spielte dabei eine besonders wichtige Rolle, da das faschistische Regime die ländliche Bevölkerung als moralisches Rückgrat der Nation betrachtete.

Im Jahr 1939, als dieses Dokument entstand, befand sich Italien an einem kritischen Wendepunkt seiner Geschichte. Europa stand am Rande des Zweiten Weltkriegs, der im September 1939 mit dem deutschen Überfall auf Polen begann. Obwohl Italien durch den Stahlpakt (Patto d'Acciaio) vom Mai 1939 militärisch mit Nazi-Deutschland verbündet war, trat das Land erst im Juni 1940 in den Krieg ein. Die Zeit um 1939 war geprägt von intensiver Propaganda und der Mobilisierung aller gesellschaftlichen Kräfte für die Ziele des Regimes.

Signierte Fotografien und Dokumente von faschistischen Funktionären waren in dieser Zeit übliche Ausdrucksformen des Personenkults und der hierarchischen Struktur des Regimes. Solche Autogramme wurden häufig an verdiente Parteimitglieder, Unterstützer oder bei offiziellen Anlässen vergeben. Sie dienten der Patronage, der Ehrung von Loyalität und der Verstärkung der persönlichen Bindungen innerhalb der faschistischen Organisationsstruktur.

Die Tatsache, dass das Foto aus einer Zeitung ausgeschnitten wurde, unterstreicht die wichtige Rolle der Pressepropaganda im faschistischen Italien. Die Medien standen vollständig unter Kontrolle des Regimes und dienten der Verherrlichung der faschistischen Führer und ihrer Politik. Das Ministerium für Volkskultur (Ministero della Cultura Popolare, MinCulPop), gegründet 1937, überwachte alle Aspekte der Medien, Kunst und Kultur.

Die landwirtschaftlichen Organisationen waren besonders wichtig für die faschistische Autarkiepolitik, die darauf abzielte, Italien wirtschaftlich unabhängig zu machen. Die Battaglia del Grano (Getreideschlacht), eine Kampagne zur Steigerung der Getreideproduktion, war eines der bekanntesten Programme dieser Art. Die Confederazione Fascista dei Lavoratori dell'Agricoltura spielte bei der Umsetzung solcher Initiativen eine zentrale Rolle.

Heute sind solche historischen Dokumente wichtige Quellen für das Verständnis der faschistischen Herrschaft in Italien. Sie dokumentieren die administrative Struktur des Regimes, die Mechanismen der Machtsicherung und die Art und Weise, wie das faschistische System bis in die kleinsten Bereiche des gesellschaftlichen Lebens eindrang. Für Sammler und Historiker bieten signierte Dokumente faschistischer Funktionäre wertvolle Einblicke in die Personalpolitik und die hierarchischen Strukturen des Regimes.

Die Erhaltung solcher Artefakte dient ausschließlich historischen und wissenschaftlichen Zwecken. Sie ermöglichen es nachfolgenden Generationen, die Mechanismen totalitärer Regime zu studieren und zu verstehen, wie politische Bewegungen Gesellschaften durchdringen und kontrollieren können. In diesem Kontext ist das vorliegende Objekt ein authentisches Zeugnis einer dunklen Periode der italienischen und europäischen Geschichte unmittelbar vor dem verheerendsten Konflikt des 20. Jahrhunderts.

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