Heer - farbige Propaganda-Postkarte - " Der Siegeszug der 10. Panzerdivision "

als Feldpostkarte, ungelaufen, Zustand 2.
459356
25,00

Heer - farbige Propaganda-Postkarte - " Der Siegeszug der 10. Panzerdivision "

Die 10. Panzerdivision der deutschen Wehrmacht gehörte zu den bedeutendsten Panzerverbänden des Zweiten Weltkriegs und spielte eine zentrale Rolle in mehreren Feldzügen zwischen 1939 und 1945. Die hier vorliegende farbige Propaganda-Postkarte mit dem Titel “Der Siegeszug der 10. Panzerdivision” repräsentiert ein typisches Beispiel der nationalsozialistischen Militärpropaganda, die darauf abzielte, militärische Erfolge zu glorifizieren und die Moral der Heimatfront zu stärken.

Die 10. Panzerdivision wurde im März 1939 in Prag als Teil der Heeresgruppe aufgestellt und war zunächst im besetzten Böhmen und Mähren stationiert. Unter dem Kommando von Generalmajor Ferdinand Schaal nahm die Division am Überfall auf Polen im September 1939 teil, wo sie erste Kampferfahrungen sammelte. Im Westfeldzug 1940 bewährte sich die Division während des Durchbruchs durch die Ardennen und bei der Verfolgung alliierter Truppen in Frankreich.

Postkarten dieser Art wurden vom Oberkommando der Wehrmacht (OKW) und dem Reichspropagandaministerium unter Joseph Goebbels als wichtige Instrumente der psychologischen Kriegsführung eingesetzt. Sie dienten mehreren Zwecken: Erstens sollten sie die militärischen Erfolge der Wehrmacht dokumentieren und verherrlichen, zweitens die Verbindung zwischen Front und Heimat aufrechterhalten, und drittens das Durchhaltevermögen der Zivilbevölkerung stärken. Die Verwendung von Farbdruck war für diese Zeit bemerkenswert, da die meisten Feldpostkarten aus Kostengründen in Schwarzweiß produziert wurden.

Das Feldpostsystem des deutschen Heeres war eine logistische Meisterleistung, die es ermöglichte, täglich Millionen von Briefen und Postkarten zwischen der Front und der Heimat zu transportieren. Feldpostkarten waren portofrei und unterlagen der militärischen Zensur. Propaganda-Postkarten wie diese wurden oft in großen Auflagen gedruckt und an Soldaten verteilt oder in der Heimat verkauft. Sie zeigten typischerweise siegreiche Szenen, moderne Waffentechnik oder heroische Darstellungen deutscher Soldaten.

Die militärischen Erfolge der 10. Panzerdivision, die auf solchen Postkarten gefeiert wurden, umfassten besonders die Kämpfe an der Ostfront. Nach dem Beginn des Unternehmens Barbarossa am 22. Juni 1941 kämpfte die Division in der Heeresgruppe Mitte und war an den Kesselschlachten von Bialystok-Minsk und Smolensk beteiligt. Im Herbst 1941 nahm sie an der Schlacht um Moskau teil, wo die deutsche Offensive schließlich zum Stillstand kam.

Die Gestaltung solcher Propaganda-Postkarten folgte klaren ästhetischen und ideologischen Vorgaben. Sie präsentierten die Wehrmacht als moderne, unbesiegbare Streitmacht und betonten technologische Überlegenheit durch die Darstellung von Panzern, Flugzeugen und motorisierter Ausrüstung. Die Farbgebung war meist lebhaft und optimistisch, um einen Kontrast zu den tatsächlichen Kriegsrealitäten zu schaffen.

Im weiteren Kriegsverlauf erlitt die 10. Panzerdivision schwere Verluste an der Ostfront. Nach der katastrophalen Schlacht von Stalingrad und den Rückzugsgefechten 1943-1944 wurde die Division mehrfach aufgefrischt und reorganisiert. 1944 wurde sie nach Frankreich verlegt, wo sie gegen die alliierten Invasionstruppen nach der Landung in der Normandie kämpfte. Die Division kapitulierte schließlich im Mai 1945 in Österreich vor amerikanischen Truppen.

Aus heutiger Sicht sind solche Propaganda-Postkarten wichtige historische Quellen für die Erforschung der nationalsozialistischen Bildpropaganda und Mentalitätsgeschichte. Sie dokumentieren, wie das NS-Regime versuchte, die öffentliche Meinung zu manipulieren und ein idealisiertes Bild des Krieges zu vermitteln. Sammler und Historiker schätzen diese Objekte als Zeitdokumente, die Einblick in die Propagandamaschinerie des Dritten Reiches geben.

Der Zustand 2 der vorliegenden Karte entspricht in der militärhistorischen Sammlerbewertung einem sehr guten bis guten Erhaltungszustand mit möglicherweise leichten Gebrauchsspuren. Die Tatsache, dass die Karte ungelaufen ist, bedeutet, dass sie nie durch das Feldpostsystem befördert wurde und daher keine Poststempel oder Beschriftungen aufweist, was ihren Sammlerwert erhöht.

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