Polizei Ärmeladler für Mannschaften Polizei-Felddivision

Bevo-gewebte Ausführung auf Feldgrau, um 1942/43. Ungetragen, Zustand 2.
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150,00

Polizei Ärmeladler für Mannschaften Polizei-Felddivision

Der Polizei-Ärmeladler für Mannschaften der Polizei-Felddivision repräsentiert ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte der deutschen Ordnungspolizei während des Zweiten Weltkriegs. Dieses spezielle Abzeichen wurde von Angehörigen der Polizei-Felddivisionen getragen, die eine Verbindung zwischen ziviler Polizeiarbeit und militärischem Einsatz darstellten.

Die Polizei-Felddivisionen wurden ab 1939 aufgestellt und kombinierten Angehörige der Ordnungspolizei mit militärischer Organisation und Ausrüstung. Diese Einheiten wurden zunächst für Sicherungsaufgaben in besetzten Gebieten eingesetzt, fanden sich jedoch zunehmend in direkten Kampfhandlungen wieder. Die erste Polizei-Division wurde im Oktober 1939 aufgestellt, weitere folgten in den Jahren 1940 bis 1945.

Das vorliegende Exemplar stammt aus der Zeit um 1942/43, einer Phase intensiver militärischer Auseinandersetzungen an der Ostfront. In dieser Periode wurden die Polizei-Felddivisionen verstärkt in konventionelle Kampfhandlungen eingebunden, besonders nach den schweren Verlusten der Wehrmacht in der Schlacht um Stalingrad.

Die Bevo-Webtechnik bezeichnet ein spezielles Herstellungsverfahren, das von der Firma Bandfabrik Ewald Vorsteher (BeVo) in Wuppertal entwickelt wurde. Diese Technik ermöglichte die maschinelle Herstellung von Abzeichen mit feinen Details und klaren Konturen. Bevo-gewebte Abzeichen waren während des Zweiten Weltkriegs weit verbreitet und galten als qualitativ hochwertig und haltbar.

Der Ärmeladler wurde auf feldgrauem Untergrund gefertigt, der Standardfarbe der deutschen Uniformen dieser Zeit. Die feldgraue Farbe wurde 1907/08 in der deutschen Armee eingeführt und blieb bis 1945 die vorherrschende Uniformfarbe. Für die Polizei-Felddivisionen war dies ein wichtiges Erkennungsmerkmal ihrer militärischen Funktion, während sie gleichzeitig durch spezifische Abzeichen ihre Zugehörigkeit zur Polizei kennzeichneten.

Die Mannschaftsausführung unterschied sich von Offiziers- und Unteroffiziersabzeichen in Material und Ausführung. Während höhere Dienstgrade oft handgestickte oder metallene Abzeichen trugen, erhielten Mannschaften die praktischeren und kostengünstigeren gewebten Versionen. Dies entsprach der hierarchischen Struktur und den Uniformvorschriften der Zeit.

Die Polizei-Felddivisionen unterstanden zunächst dem Reichsführer-SS Heinrich Himmler in seiner Funktion als Chef der Deutschen Polizei, wurden aber operativ der Wehrmacht unterstellt. Diese Doppelstruktur spiegelte sich auch in der Uniformierung wider: Die Grunduniform war militärisch, aber spezielle Abzeichen wie der Ärmeladler kennzeichneten die polizeiliche Herkunft.

Der ungetragene Zustand dieses Exemplars ist bemerkenswert, da die meisten Uniformteile aus dieser Zeit durch intensive Nutzung oder die Nachkriegswirren beschädigt oder zerstört wurden. Solche unbenutzten Stücke können verschiedene Gründe haben: Sie könnten als Depotbestände übrig geblieben sein, für eine Uniform vorbereitet worden sein, die nie fertiggestellt wurde, oder aus Produktionsüberschüssen stammen.

Die Klassifizierung als Zustand 2 in der militärhistorischen Sammlertradition bezeichnet einen sehr guten bis hervorragenden Erhaltungszustand mit möglicherweise minimalen Lagerspuren, aber ohne Gebrauchsspuren oder Beschädigungen.

Historisch betrachtet spielten die Polizei-Felddivisionen eine komplexe Rolle. Sie waren in schwere Kämpfe verwickelt, besonders an der Ostfront, wo mehrere dieser Divisionen nahezu vollständig aufgerieben wurden. Die 1. Polizei-Division beispielsweise kämpfte in Frankreich, Griechenland und später an der Ostfront. Die 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division entstand 1939 als Polizei-Division und wurde 1942 in die Waffen-SS überführt.

Für Militärhistoriker und Sammler sind solche Abzeichen wichtige Studienobjekte zum Verständnis der Uniformentwicklung, Organisationsstrukturen und materiellen Kultur des Zweiten Weltkriegs. Sie dokumentieren die Verschmelzung polizeilicher und militärischer Strukturen im nationalsozialistischen Deutschland und die zunehmende Militarisierung ziviler Institutionen während des Krieges.

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