Waffen-SS Panzerjacke für einen SS-Oberscharführer der 5. SS-Panzer-Division "Wiking"

Es handelt sich hierbei um ein klassisches Kammerstück im typischen Schnitt für die Waffen-SS, um 1943. Fertigung aus schwarzem Tuch. Die Kragenspiegel in RZM-maschinengestickter Ausführung, maschinell vernäht. Die Schulterstücke mit Schlaufen, Waffenfarbe rosa. Der Ärmeladler in Bevo-gewebter Ausführung maschinell vernäht. Das Ärmelband "Wiking" in RZM-maschinengestickter Ausführung, per Hand vernäht. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse im Knopfloch eingenäht. Auf der Brust das Panzerkampfabzeichen in Silber, fest vernäht, das Abzeichen unter dem Panzer mit einer Bohrung zum annähen vernäht. Innen mit schwarzen Futter, die Größen- und Kammerstempel noch gut sichtbar. Maße: Schulterbreite ca. 41 cm, Armlänge-Außen ca. 66 cm, Gesamtlänge ca. 51 cm. Deutlich getragen, alle Effekten sind original vernäht, in guter Originalerhaltung. Zustand 2.
Das Stück stammt direkt aus einem Privathaushalt. Mit Sicherheit hat der Soldat sein Eisernes Kreuz nicht während des Krieges so auf der Panzerjacke getragen, sondern er hat dies wohl nach dem Krieg angenäht. Wir haben deshalb das Stück genau so gelassen.
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Die Waffen-SS Panzerjacke eines SS-Oberscharführers der 5. SS-Panzer-Division “Wiking”

Dieses Uniformstück repräsentiert ein bedeutendes Zeugnis der Militärgeschichte des Zweiten Weltkriegs: eine Waffen-SS Panzerjacke, die einem SS-Oberscharführer der 5. SS-Panzer-Division “Wiking” zugeordnet wird. Als Standarduniform der SS-Panzerbesatzungen verbindet dieses Stück die Geschichte der Waffen-SS-Panzerverbände mit der bemerkenswerten Divisionsgeschichte der “Wiking” an der Ostfront.

Die Panzerjacke der Waffen-SS

Die Waffen-SS Panzerjacke wurde um 1940–1943 als standardisierte Uniform für SS-Panzerbesatzungen eingeführt. Sie wurde aus schwarzem Wolltuch gefertigt und zeichnete sich durch ihren kurzen, taillenengen Schnitt ohne äußere Taschen aus – eine praktische Konstruktion für die beengten Verhältnisse im Inneren eines Panzers. Die Waffen-SS-Version unterschied sich von den Ausführungen des Heeres durch mehrere charakteristische Merkmale: abgerundete Kragen- und Reversecken, einen einteiligen Rücken ohne Mittelnaht, eine kürzere Gesamtlänge und einen engeren Brustschnitt. Das vorliegende Exemplar im typischen doppelreihigen Wickelschnitt war mit schwarzem Futter versehen und trug innen noch gut sichtbare Größen- und Kammerstempel, die es als reguläres Kammerstück identifizieren.

Insignien und Auszeichnungen

Die Jacke weist eine Reihe von Insignien und Effekten auf, die sämtlich original vernäht sind. Am linken Ärmel befindet sich ein Bevo-gewebter SS-Ärmeladler, der maschinell aufgenäht wurde. Darunter ist das Ärmelband “Wiking” in RZM-maschinengestickter Ausführung per Hand angebracht – eine Kombination aus maschineller Herstellung und handwerklicher Anbringung, die für Frontstücke nicht untypisch war. Die Kragenspiegel sind ebenfalls in RZM-maschinengestickter Ausführung maschinell vernäht. Die Schulterstücke mit Schlaufen tragen die Waffenfarbe Rosa, die in Wehrmacht und Waffen-SS gleichermaßen als Korpsfarbe der Panzertruppen diente und den Träger eindeutig als Angehörigen einer Panzereinheit kennzeichnete. Der Rang des SS-Oberscharführers entsprach dem Dienstgrad eines Feldwebels in der Wehrmacht bzw. eines Staff Sergeant in der US-Armee.

An der Brust ist das Panzerkampfabzeichen in Silber fest vernäht angebracht, wobei das Abzeichen unterhalb des Panzermotivs eine Bohrung zum Annähen aufweist. Das Panzerkampfabzeichen in Silber wurde am 20. Dezember 1939 gestiftet und an Panzerbesatzungsmitglieder verliehen, die an drei Panzerangriffen an drei verschiedenen Tagen teilgenommen hatten. Im Knopfloch ist das Band des Eisernen Kreuzes 2. Klasse eingenäht. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde von Hitler am 1. September 1939 erneut gestiftet und für Tapferkeit verliehen; während des Zweiten Weltkriegs wurden etwa 4,7 Millionen Exemplare vergeben. Nach Einschätzung des Verkäufers wurde das Eiserne Kreuz wahrscheinlich erst nach dem Krieg an die Jacke angenäht und nicht während des Kriegsdienstes getragen – die Jacke wurde in diesem Zustand belassen.

Die 5. SS-Panzer-Division “Wiking”

Die 5. SS-Panzer-Division “Wiking” wurde im Dezember 1940 aufgestellt, zunächst unter dem Namen “Germania”, bevor sie im Januar 1941 in “Wiking” umbenannt wurde. Sie war die erste “internationale” Waffen-SS-Division, die sich zu einem großen Teil aus ausländischen Freiwilligen aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Estland, den Niederlanden und Belgien unter deutschem Kommando zusammensetzte. Anfang Juni 1942 erhielt die Division ihre erste Panzerabteilung, womit sie zu den ersten SS-Divisionen mit eigenen Panzerverbänden gehörte. Am 22. Oktober 1943 erfolgte die offizielle Umgliederung zur vollwertigen Panzer-Division.

Die Division “Wiking” kämpfte ausschließlich an der Ostfront und war an zahlreichen bedeutenden Operationen beteiligt: dem Unternehmen Barbarossa (1941), den Feldzügen im Kaukasus (1942–43), der Schlacht um Kursk (1943), dem Ausbruch aus dem Kessel von Tscherkassy (1944) sowie den Abwehrkämpfen in Polen und Ungarn (1944–45). Im Mai 1945 ergab sich die Division amerikanischen Streitkräften im Raum Radstadt in Österreich.

Nachkriegskontext

Nach der deutschen Niederlage im Mai 1945 wurden Waffen-SS-Uniformen und -Insignien im Nachkriegsdeutschland verboten. Erst ab 1957 wurden in der Bundesrepublik Deutschland modifizierte Versionen von Kriegsauszeichnungen – ohne nationalsozialistische Symbole – zum Tragen zugelassen, während originale SS-Uniformen weiterhin verboten blieben. Das vorliegende Stück stammt nach Angaben des Verkäufers direkt aus einem Privathaushalt.

Diese Panzerjacke eines erfahrenen Unteroffiziers, der nachweislich an mindestens drei Panzerangriffen teilgenommen und sich das Eiserne Kreuz verdient hat, ist ein authentisches Zeugnis des Dienstes in einer der bekanntesten Waffen-SS-Divisionen des Zweiten Weltkriegs. In gutem Originalzustand mit deutlichen Tragespuren und sämtlichen original vernähten Effekten dokumentiert sie die Ausrüstung der SS-Panzerbesatzungen an der Ostfront.

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