Heer - Originalunterschrift von Ritterkreuzträger Leutnant Hugo Promozic

auf seiner Hoffmann-Postkarte R 93, mit sehr schöner Tintensignatur " Hugo Primozic ", rückseitig Klebereste sonst Zustand 2.

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100,00

Heer - Originalunterschrift von Ritterkreuzträger Leutnant Hugo Promozic

Die vorliegende Hoffmann-Postkarte R 93 mit der originalen Tintensignatur von Leutnant Hugo Primozic stellt ein bemerkenswertes Dokument aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs dar und gehört zur Kategorie der militärischen Autographen von Trägern des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes.

Hugo Primozic (geboren am 22. Februar 1914 in Laibach, gestorben am 27. November 1999) war ein österreichischer Offizier der deutschen Wehrmacht, der am 9. Juni 1944 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde. Er diente als Leutnant und später Oberleutnant im Fallschirmjäger-Regiment 1 der Luftwaffe. Seine Auszeichnung erhielt er für besondere Tapferkeit und Führungsleistungen während der Kämpfe in Italien, insbesondere bei den schweren Abwehrkämpfen bei Cassino.

Die Hoffmann-Postkarten waren ein weitverbreitetes Medium zur Verbreitung von Porträts militärischer Persönlichkeiten während des Dritten Reiches. Der Verlag Heinrich Hoffmann in München, der auch als persönlicher Fotograf Adolf Hitlers bekannt war, produzierte umfangreiche Serien von Propagandapostkarten. Die Serie mit der Bezeichnung “R” (für Ritterkreuzträger) umfasste Porträtaufnahmen von mit dem Ritterkreuz ausgezeichneten Soldaten aller Waffengattungen. Diese Karten dienten sowohl der Propaganda als auch der Hebung der Moral an der Heimatfront und bei den Truppen.

Das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes wurde am 1. September 1939 von Adolf Hitler als höchste Stufe des Eisernen Kreuzes gestiftet und während des Zweiten Weltkriegs an etwa 7.300 Personen verliehen. Es war die höchste Auszeichnung für militärische Tapferkeit und Führungsleistung, die das Deutsche Reich zu vergeben hatte. Die Träger dieser Auszeichnung genossen hohes Ansehen und wurden in der NS-Propaganda intensiv genutzt.

Die Praxis, Autographen von Ritterkreuzträgern zu sammeln, entwickelte sich bereits während des Krieges. Soldaten, Sammler und Bewunderer schrieben die porträtierten Personen an oder trafen sie persönlich, um ihre Unterschriften zu erhalten. Diese signierten Postkarten wurden zu begehrten Sammelobjekten und dienten der persönlichen Verehrung militärischer Helden. Nach dem Krieg entwickelte sich ein spezialisierter Sammlermarkt für solche militärhistorischen Autographen.

Die Signatur in Tinte auf der vorliegenden Karte ist charakteristisch für die Authentizität solcher Dokumente. Tintensignaturen galten als persönlicher und wertvoller als Bleistift- oder Stempelsignaturen. Die rückseitigen Klebereste deuten darauf hin, dass die Karte vermutlich einst in einem Album oder einer Sammlung eingeklebt war, eine übliche Praxis bei Sammlern dieser Zeit.

Aus militärhistorischer Perspektive sind solche signierten Postkarten wichtige Primärquellen. Sie dokumentieren nicht nur die Personen selbst, sondern auch die Propagandamaschinerie des NS-Regimes und die Heldenverehrung jener Zeit. Für die Erforschung individueller Militärbiographien, der Sozialgeschichte des Krieges und der Propagandageschichte sind sie von erheblichem Wert.

Die Erhaltung und Bewertung solcher Objekte richtet sich nach mehreren Kriterien: Zustand der Karte, Qualität und Deutlichkeit der Signatur, Seltenheit des Signierenden und historische Bedeutung der Person. Der angegebene Zustand 2 (auf einer Skala, bei der 1 den besten Zustand bezeichnet) weist auf einen guten Erhaltungszustand mit nur geringfügigen Gebrauchsspuren hin.

Heute werden solche Objekte von militärhistorischen Sammlern und Museen bewahrt, wobei stets der historisch-dokumentarische Charakter im Vordergrund steht. Sie dienen der Erinnerung und der wissenschaftlichen Aufarbeitung einer der dunkelsten Perioden der deutschen Geschichte, ohne dabei die militärischen Leistungen von den verbrecherischen Aspekten des NS-Regimes zu trennen.