NSDAP Ehrenplakette der Alten Garde Gau Düsseldorf 1933

Bronze getönt, ca. 100 x 135 mm, Darstellung: Hoheitsadler im Eichenlaubkranz und das Kreuz des Schlageter-National-Denkmals in Düsseldorf-Derendorf, mit Text "Der Alten Garde - Für treuen Kampfdienst zu Ehren Adolf Hitlers - NSDAP Gau Düsseldorf", rückseitig die eingeschlagene Verleihungsnummer 101.
Diese Plaketten wurden am 30. September 1933 in einer Feierstunde an die Alten Kämpfer des Gaues Düsseldorf der NSDAP mit einer Ehren-Urkunde überreicht. Die höchste uns bekannte Verleihungsnummer ist z.Zt. Nr. 404.


467363
1.850,00

NSDAP Ehrenplakette der Alten Garde Gau Düsseldorf 1933

Die NSDAP Ehrenplakette der Alten Garde Gau Düsseldorf stellt ein bedeutendes Zeugnis der frühen nationalsozialistischen Parteigeschichte im Rheinland dar. Diese bronzierte Auszeichnung wurde am 30. September 1933 in einer feierlichen Zeremonie an die sogenannten Alten Kämpfer des Gaues Düsseldorf verliehen – jene Parteimitglieder, die sich bereits vor der Machtübernahme der NSDAP im Januar 1933 für die Bewegung engagiert hatten.

Die Plakette mit den Maßen von etwa 100 x 135 mm zeigt auf ihrer Vorderseite den Hoheitsadler der NSDAP, eingerahmt von einem Eichenlaubkranz, sowie das charakteristische Kreuz des Schlageter-National-Denkmals in Düsseldorf-Derendorf. Die Inschrift lautet: “Der Alten Garde – Für treuen Kampfdienst zu Ehren Adolf Hitlers – NSDAP Gau Düsseldorf”. Auf der Rückseite befindet sich die eingeschlagene Verleihungsnummer, die die individuelle Zuordnung ermöglichte.

Das Schlageter-Denkmal, auf das die Plakette Bezug nimmt, erinnert an Albert Leo Schlageter, einen Freikorpskämpfer, der 1923 von französischen Besatzungstruppen während der Ruhrbesetzung erschossen wurde. Die Nationalsozialisten stilisierten Schlageter zu einem Märtyrer ihrer Bewegung und errichteten 1931 das monumentale Denkmal in Düsseldorf, das zu einem wichtigen Wallfahrtsort der NSDAP im Rheinland wurde.

Der Begriff “Alte Garde” bezeichnete in der nationalsozialistischen Terminologie jene Parteimitglieder, die der NSDAP vor dem 30. Januar 1933 beigetreten waren und häufig an den Straßenkämpfen der Weimarer Republik teilgenommen hatten. Diese Gruppe genoss innerhalb der Partei besonderes Ansehen und wurde mit verschiedenen Ehrenzeichen und Privilegien bedacht. Die Verleihung solcher Plaketten auf Gauebene ergänzte die reichsweiten Auszeichnungen und stärkte die regionale Identität der Parteimitglieder.

Der Gau Düsseldorf war einer von ursprünglich 43 Gauen, in die das Deutsche Reich nach der Machtübernahme organisatorisch gegliedert wurde. Die Gauleiter übten weitreichende politische und administrative Macht aus. Die Verleihung der Ehrenplaketten im September 1933 fiel in eine Phase der intensiven “Gleichschaltung”, in der die NSDAP ihre Herrschaft auf allen Ebenen der Gesellschaft festigte.

Die Zeremonie vom 30. September 1933 war Teil einer umfassenderen Strategie der NSDAP, durch symbolische Handlungen und Auszeichnungen die Loyalität der frühen Anhänger zu würdigen und gleichzeitig eine mythische Parteigeschichte zu konstruieren. Jede Plakette wurde zusammen mit einer Ehrenurkunde überreicht, die die Verdienste des jeweiligen Empfängers dokumentierte. Die individuelle Nummerierung – die höchste bekannte ist derzeit Nummer 404 – deutet darauf hin, dass diese Auszeichnung relativ selten verliehen wurde und nur einem begrenzten Kreis von Parteimitgliedern vorbehalten blieb.

Die handwerkliche Ausführung der Plakette entspricht der typischen Ästhetik nationalsozialistischer Auszeichnungen: monumentale Symbolik, die Verbindung von Parteiemblemen mit regionalen Bezügen und eine Verarbeitungsqualität, die den feierlichen Charakter der Verleihung unterstreichen sollte. Die Verwendung von bronziertem Metall verlieh dem Objekt einen pathetischen, historisierenden Charakter.

Aus historischer Perspektive dokumentieren solche Plaketten die frühe Konsolidierungsphase der nationalsozialistischen Herrschaft und die Bedeutung, die die Partei der symbolischen Anerkennung ihrer Anhänger beimaß. Sie sind heute wichtige Quellen für die Erforschung der NSDAP-Organisationsgeschichte auf regionaler Ebene und geben Einblick in die Mechanismen der Loyalitätsbindung und ideologischen Mobilisierung.

Die Seltenheit dieser spezifischen Auszeichnung – bedingt durch die begrenzte Anzahl von Verleihungen – macht sie zu einem bedeutenden Zeugnis der Geschichte des Gaues Düsseldorf und der frühen NS-Zeit im Rheinland. Sie steht exemplarisch für die zahlreichen regionalen Ehrenzeichen, mit denen die NSDAP in den Jahren nach 1933 ihre organisatorische Struktur festigte und ihre ideologische Durchdringung der Gesellschaft vorantrieb.

r