Waffen-SS Paar Kragenspiegel für einen SS-Untersturmführer der 22. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division "Maria Theresia"

RZM-Metallfaden handgestickte Ausführung. Komplett mit der passenden Rangseite. Ungetragen, Zustand 2+. Extrem selten.
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Waffen-SS Paar Kragenspiegel für einen SS-Untersturmführer der 22. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division "Maria Theresia"

Die 22. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division "Maria Theresia" repräsentiert ein bemerkenswertes Kapitel in der Geschichte der Waffen-SS während des Zweiten Weltkriegs. Diese Division, benannt nach der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, wurde im Frühjahr 1944 aus ungarndeutschen Freiwilligen und Angehörigen der deutschen Minderheit in Ungarn aufgestellt.

Die Kragenspiegel (Collar Tabs) waren ein wesentlicher Bestandteil der SS-Uniform und dienten der Identifikation von Rang und Einheitszugehörigkeit. Das hier beschriebene Paar Kragenspiegel für einen SS-Untersturmführer (entspricht dem Rang eines Leutnants) zeigt die charakteristische RZM-Metallfaden-Handstickerei. Die Reichszeugmeisterei (RZM) war die zentrale Beschaffungsstelle der NSDAP und überwachte die Herstellung von Uniformteilen und Ausrüstung.

Die Division "Maria Theresia" wurde offiziell am 10. Mai 1944 aufgestellt, obwohl die Planungen bereits Monate zuvor begonnen hatten. Die Einheit sollte ursprünglich aus ethnischen Deutschen aus dem Karpatenbecken bestehen und wurde zunächst als Kavallerie-Division konzipiert, was in der späten Kriegsphase eine ungewöhnliche organisatorische Entscheidung darstellte. Die Division führte das Divisions-Abzeichen in Form einer stilisierten Blume oder eines Ornamentes, das auf die österreichisch-ungarische Tradition Bezug nahm.

Die Uniform-Vorschriften der Waffen-SS waren streng geregelt und unterlagen mehreren Änderungen während des Krieges. Kragenspiegel wurden paarweise getragen: der rechte Spiegel zeigte die Rangabzeichen, während der linke die Einheitszugehörigkeit anzeigte. Bei der 22. SS-Division zeigte der linke Kragenspiegel das divisionale Erkennungszeichen. Die handgestickte Ausführung mit RZM-Metallfaden deutet auf eine hochwertige Fertigung hin, die typischerweise für Offiziersränge verwendet wurde.

Der Rang des SS-Untersturmführers war der niedrigste Offiziersrang innerhalb der SS-Hierarchie und wurde durch eine einzelne Tresse (Litze) auf dem Kragenspiegel dargestellt. Dieser Rang entsprach dem Leutnant in der Wehrmacht und wurde oft an jüngere Offiziere oder Offiziersanwärter nach Abschluss ihrer Ausbildung verliehen. In der 22. SS-Division hätten solche Offiziere typischerweise die Führung von Zügen oder kleineren taktischen Einheiten übernommen.

Die Division "Maria Theresia" wurde hauptsächlich im Südosteuropäischen Raum eingesetzt, insbesondere in Ungarn und im späteren Kriegsverlauf bei Rückzugsgefechten. Die Einheit kämpfte gegen sowjetische Verbände und Partisaneneinheiten. Trotz ihres Namens wurde die Division im Laufe des Jahres 1944 zunehmend in eine infanteristische Rolle gedrängt, da die Kavallerie-Taktiken in der modernen Kriegsführung obsolet geworden waren.

Die Tatsache, dass diese Kragenspiegel als "ungetragen" beschrieben werden, macht sie zu einem besonderen historischen Artefakt. Dies könnte mehrere Gründe haben: Sie könnten für einen Offizier angefertigt worden sein, der sie nie in Empfang nahm, oder sie gehörten zu einem Bestand, der nie ausgegeben wurde. Gegen Kriegsende brach die geregelte Versorgung mit Uniformteilen zunehmend zusammen, und viele gefertigte Stücke erreichten ihre vorgesehenen Träger nie.

Die Seltenheit solcher Kragenspiegel der 22. SS-Division erklärt sich durch mehrere Faktoren: Die Division bestand nur etwa ein Jahr lang, von ihrer Aufstellung im Frühjahr 1944 bis zu ihrer Kapitulation im Mai 1945. Die Zahl der produzierten Uniformteile war begrenzt, und viele gingen in den Wirren des Kriegsendes verloren. Zudem wurden nach 1945 viele SS-Uniformteile bewusst vernichtet, was authentische Stücke heute äußerst rar macht.

Aus militärhistorischer Sicht dokumentieren solche Objekte die komplexe Organisation und Hierarchie der Waffen-SS sowie die Bemühungen, auch in der Endphase des Krieges neue Divisionen aufzustellen. Die handwerkliche Qualität der RZM-Stickerei spiegelt die hohen Standards wider, die trotz zunehmender Ressourcenknappheit aufrechterhalten werden sollten. Für die wissenschaftliche Forschung bieten solche Uniformteile wichtige Einblicke in Herstellungstechniken, Materialverwendung und organisatorische Strukturen dieser Periode.

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