Es handelt sich um eine besonders schöne Fertigung des bayerischen Ordensjuweliers Quellhorst, um 1850. Silberner Bruststern, die aufgelegten Kreuzarme und das Medaillon aus Gold, das Zentrum mit goldener Devise "Virtuti Pro Patria", der Hintergrund blau emailliert, die Kreuzarme mit fein gekörnter Silbereinlage. Die Rückseite vergoldet, auf dem Medaillon mit Herstellerpunze "Quellhorst", auf der Nadel die österreichische Einfuhrpunze für Silberwaren "A", ab 1872. Komplett im besonderen 8-eckigen Verleihungsetui, außen mit braunem Leder bezogen, innen lichtgrauen Samtbett, der Deckel innen mit weißem Seidenfutter. Nur leicht getragen, in wunderbarer Erhaltung.
Extrem selten, von musealer Bedeutung, in über 35 Geschäftsjahren das 1. Mal bei uns im Angebot.
Der Militär-Max-Joseph-Orden wurde durch den bayerischen König Maximilian I. Joseph mit Armeebefehl vom 1. März 1806 rückwirkend zum 1. Januar 1806 gestiftet und war der höchste militärische Verdienstorden des Königreichs Bayern. Der Orden bestand aus drei Klassen: Großkreuz, Kommandeurkreuz und Ritterkreuz. Die Inhaber erhielten nach der Eintragung in die Adelsmatrikel zu ihrem bürgerlichen Namen den Zusatz „Ritter von“ (z. B. wurde Wilhelm Leeb zu Wilhelm Ritter von Leeb). Das Großkreuz wurde nur an Generale verliehen, im Zeitraum von 1816–1876 erfolgten insgesamt gab es nur 11 Verleihungen, davon 10 an Ausländer.
Das Stück stammt aus dem Besitz des Julius Jakob Freiherr von Haynau (* 14. Oktober 1786 in Kassel; † 14. März 1853 in Wien) General Feldzeugmeister, die Verleihung erfolgte 1849 für die Niederschlagung der Aufstände in Ungarn. Der Orden verblieb nach dem Tode des Generals in der Familie.
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