Kaiserliche Marine/China Tschako für einen Veterinär-Offizier im III. Seebataillon
Standorte Tsingtau, Wilhelmshaven/Cuxhaven (Stamm). Um 1913/14. Eleganter, leichter Lackledertschako mit Tuchbezug, komplett mit allen Beschlägen in Messing feuervergoldet. Vorne der besondere Adler für die Seebataillone, besonders fein gearbeitet mit aufpolierten Kanten, der Adler als Besonderheit für Veterinäre ohne den Anker (!!). Flache Schuppenketten an Rosetten. Vollständig mit dem Offizierfeldzeichen in den „Reichsfarben“. Innen mit hellem Lederschweißband und lachsfarbenem Seidenripsfutter, der Nackenschirm grün gefüttert, der Deckel mit der handschriftlich eingetragenen Größe «55 ½». Kaum getragen, ungereinigt und unberührt. Zustand 2+.
Extrem selten! Es handelt sich um das nach unserem Wissen einzige bekannte Exemplar!
Das III. Seebataillon diente in Tsingtau als Garnisonstruppe und war für die landseitige Sicherung des deutschen Marinestützpunktes verantwortlich. Das Bataillon bestand aus vier Kompanien Marineinfanterie, einer berittenen (5.) Kompanie, einer Marine-Feldartillerie-Batterie, einer Marine-Pionier-Kompanie sowie einer Maschinengewehr-Kompanie. Für die Versorgung der Pferde der berittenen Offiziere und Soldaten sowie der Zugtiere der Geschütze waren Veterinäre erforderlich. Für das Jahr 1914 sind zwei Veterinär-Offiziere im Dienst in Tsingtau belegt.
Diese wurden vom Heer abkommandiert, durften im Dienst in China zur Armeeuniform jedoch die Abzeichen der Marine tragen! Im Sommer waren diese die „Weiße Uniform“ und „Tropen-Uniform“ wie Offiziere der Marine-Feldartillerie-Batterie. Im Winter sollten sie jedoch die Heeresuniform mit der Pickelhaube, allerdings mit dem Reichsadler, tragen. Die Offiziere der Marine-Feldartillerie-Batterie trugen die blaue Uniform des See-Bataillons mit dem Tschako mit dem besonderen Marine-Adler.
Der vorliegende Tschako weist einen Marine-Adler auf, der bereits ab Werk ohne Anker gefertigt wurde. Der Adler wurde original so angebracht und erkennbar so getragen und nicht gewechselt.
Original-Stücke eines solchen Adlers ohne Anker waren bisher nicht bekannt. Die einzig uns bekannte Darstellung dieses Adlers findet sich in einem Entwurf zu deutschen Schutztruppenuniformen, mit persönlichen Anmerkungen von Kaiser Wilhelms II.
Es ist davon auszugehen, dass sich die Veterinär-Offiziere an dem Vorbild der Offiziere der Marine-Feldartillerie-Batterie orientierten und statt einer Pickelhaube mit Reichsadler einen Tschako mit Marine-Adler anlegten. Jedoch ohne den Anker, was ihren Status als eigentlich nicht der Marine zugehörige Offiziere verdeutlichte. Vermutlich entstand diese besondere Uniformierungsregelung direkt in Tsingtau und fand aufgrund des Kriegsausbruchs keinen Eingang mehr in die offiziellen Vorschriften.
Extrem selten! Es handelt sich um das nach unserem Wissen einzige bekannte Exemplar!
Das III. Seebataillon diente in Tsingtau als Garnisonstruppe und war für die landseitige Sicherung des deutschen Marinestützpunktes verantwortlich. Das Bataillon bestand aus vier Kompanien Marineinfanterie, einer berittenen (5.) Kompanie, einer Marine-Feldartillerie-Batterie, einer Marine-Pionier-Kompanie sowie einer Maschinengewehr-Kompanie. Für die Versorgung der Pferde der berittenen Offiziere und Soldaten sowie der Zugtiere der Geschütze waren Veterinäre erforderlich. Für das Jahr 1914 sind zwei Veterinär-Offiziere im Dienst in Tsingtau belegt.
Diese wurden vom Heer abkommandiert, durften im Dienst in China zur Armeeuniform jedoch die Abzeichen der Marine tragen! Im Sommer waren diese die „Weiße Uniform“ und „Tropen-Uniform“ wie Offiziere der Marine-Feldartillerie-Batterie. Im Winter sollten sie jedoch die Heeresuniform mit der Pickelhaube, allerdings mit dem Reichsadler, tragen. Die Offiziere der Marine-Feldartillerie-Batterie trugen die blaue Uniform des See-Bataillons mit dem Tschako mit dem besonderen Marine-Adler.
Der vorliegende Tschako weist einen Marine-Adler auf, der bereits ab Werk ohne Anker gefertigt wurde. Der Adler wurde original so angebracht und erkennbar so getragen und nicht gewechselt.
Original-Stücke eines solchen Adlers ohne Anker waren bisher nicht bekannt. Die einzig uns bekannte Darstellung dieses Adlers findet sich in einem Entwurf zu deutschen Schutztruppenuniformen, mit persönlichen Anmerkungen von Kaiser Wilhelms II.
Es ist davon auszugehen, dass sich die Veterinär-Offiziere an dem Vorbild der Offiziere der Marine-Feldartillerie-Batterie orientierten und statt einer Pickelhaube mit Reichsadler einen Tschako mit Marine-Adler anlegten. Jedoch ohne den Anker, was ihren Status als eigentlich nicht der Marine zugehörige Offiziere verdeutlichte. Vermutlich entstand diese besondere Uniformierungsregelung direkt in Tsingtau und fand aufgrund des Kriegsausbruchs keinen Eingang mehr in die offiziellen Vorschriften.
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