der am 01.11.1943 beim Verlust seines Bootes U 405, im mittleren Nordatlantik, ums Leben gekommen.
Jackett aus dunkelblaue feiner Gabardine, komplett mit allen Effekten. Metallfaden handgestickter Brustadler per Hand vernäht, auf dem Ärmeln 3 goldene Rangstreifen, darüber das Laufbahnabzeichen für Seeoffiziere, auf der Brust Schlaufen für 2 Steckabzeichen und eine Bandspange, Band zum Eisernen Kreuz 2. Klasse. Auf der rechten Brust Schlaufen für das Spanienkreuz. Innen Schneideretikett und Namen des Trägers "Averbeck & Bröskamp Berlin W.", " R.H.Hopmann Aug.1943". Armlänge64 cm, Brustumfang 42 cm, Länge 67 cm, Zustand 2+
Zum Untergang von U-405
Am 23. Tag ihrer achten und letzten Patrouille, dem 1. November 1943, wurde U-405 von dem Zerstörer USS Borie bei den Koordinaten 49°00′N 31°14′W gestellt. Der Zerstörer griff zunächst mit Wasserbomben an, woraufhin U-405 auftauchte – vermutlich gezwungen durch die Explosionen. Die Borie rammte daraufhin das deutsche U-Boot. Nach der Kollision lag der Zerstörer zeitweise auf dem U-Boot auf, und während beide Schiffe festsaßen, kam es zu einem erbitterten Gefecht mit leichten Schusswaffen. Dieses Gefecht war einzigartig: Anders als die meisten modernen Seegefechte wurde es durch Rammen und Nahkampf entschieden. Normalerweise hätte die überlegene Bewaffnung und größere Auftriebsreserve des Zerstörers den Ausschlag gegeben. Doch in diesem ungewöhnlichen Fall konnte die Borie ihre 10-cm- und 7,6-cm-Geschütze nicht tief genug senken, während die gesamte Bewaffnung des U-Bootes wirksam eingesetzt werden konnte. Die Besatzung der Borie verfügte nur über wenige Handfeuerwaffen, während die offenen Decksaufbauten des U-Bootes keinerlei Schutz boten. Im anschließenden, heftigen Gefecht wurden Dutzende deutsche Seeleute getötet, als sie verzweifelt versuchten, die 8,8-cm-Deckkanone zu bemannen. Unter den Opfern waren auch Männer, die mit einem Messer oder mit der Patronenhülse eines 10-cm-Geschützes getroffen wurden. Zu diesem Zeitpunkt waren etwa 35 der 49 deutschen Besatzungsmitglieder gefallen oder über Bord gegangen. Die Borie war schwer beschädigt und konnte sich nur noch mit verminderter Geschwindigkeit bewegen, während das U-Boot noch manövrierfähig blieb. Dank seines engeren Wendekreises konnte U-405 die überlegene Feuerkraft der Borie zunächst neutralisieren. Kommandant Hopman manövrierte das schwer beschädigte Boot mit beeindruckendem Können. Die Borie schaltete daraufhin ihren Suchscheinwerfer aus, in der Hoffnung, das U-Boot würde versuchen zu fliehen und sich so besser beschießen lassen. Tatsächlich versuchte U-405, zu entkommen. Die Borie schaltete ihren Scheinwerfer wieder ein, drehte, um ihre Geschütze und Wasserbombenwerfer einzusetzen, und eröffnete das Feuer. Die deutschen U-Boot-Fahrer gerieten unter den Einschlag flach eingestellter Wasserbomben und eines 10-cm-Geschosses, woraufhin das Boot gestoppt wurde. Die Crew der Borie beobachtete, wie etwa 14 deutsche Seeleute in gelben Gummibooten das sinkende U-Boot verließen und mit Gesten ihre Kapitulation anzeigten. Commander Hutchins befahl das Feuer einzustellen – einige Männer schienen verwundet und wurden auf Tragen in die Boote gebracht. Der letzte Mann, der das schwer getroffene Boot verließ, trug eine Offiziersmütze. U-405 sank langsam mit dem Heck voran um 02:57 Uhr und explodierte unter Wasser, vermutlich durch Selbstversenkungsladungen, die vom letzten Offizier gezündet wurden. Später berichtete Commander Hutchins: „Als das U-Boot sank, brach ein Jubel los, der wahrscheinlich bis nach Berlin zu hören war. Die Männer fielen sich in die Arme und klopften sich auf die Schultern. Während der ganzen Aktion gab es Momente, die fast komisch wirkten – vor allem, als wir das U-Boot quasi unter uns eingeklemmt hatten. Ihr größter Traum war es immer gewesen, ein U-Boot zu stellen, zum Auftauchen zu zwingen und mit Geschützfeuer zu versenken. Diese Aktion übertraf alle Erwartungen.“ Die Überlebenden der U-405 feuerten Leuchtsignale ab. Die Crew der Borie nahm an, es handle sich um Notsignale, und näherte sich, um die Männer zu bergen – bis auf etwa 50 bis 60 Yards (rund 45–55 Meter). Doch in Wirklichkeit riefen die Deutschen damit ein anderes U-Boot herbei, das als Antwort selbst eine Leuchtgranate abschoss. Ein Ausguck der Borie meldete kurz darauf ein Torpedo, das knapp vorbeilief. Der Zerstörer musste abdrehen und sich selbst schützen. Beim Manövrieren fuhr die Borie unbeabsichtigt durch die Rettungsboote von U-405, während die Deutschen ein weiteres Leuchtsignal abfeuerten. Keine der beiden Seiten konnte Überlebende retten – alle 49 Besatzungsmitglieder von U-405 gingen verloren. Die Borie verlor drei Offiziere und 27 Matrosen und war so stark beschädigt, dass sie nicht mehr geschleppt werden konnte. Am nächsten Tag erhielt ihre Crew den Befehl, das Schiff zu verlassen, und es wurde von der USS Barry durch Artilleriefeuer versenkt.
Übersicht des militärischen Werdegangs
Eintritt und Ausbildung (1926–1931) 01.04.1926: Eintritt in die Reichsmarine als Offiziersanwärter.
Grundausbildung in Stralsund, danach Bordausbildung auf der Niobe und dem Kreuzer Emden.
Weitere Lehrgänge an der Marineschule Flensburg-Mürwik (u.a. Torpedo-, Nachrichten-, Sperr-, Infanterie- und Artillerielehrgänge). Abschließend Bordausbildung auf Elsass und Schleswig-Holstein
Erste Verwendungen (1930–1933) 1930–1931: Wachoffizier auf dem Kreuzer Königsberg. 1931–1933: Zug- und Kompanieführer in Wilhelmshaven (I. Schiffsstammabteilung der Nordsee).
Dienst im Zweiten Weltkrieg (1939–1943) 1939–1940: 1. Offizier auf dem Zerstörer Hermann Künne, der 1940 in der Schlacht um Narvik eingesetzt wurde. Teilnahme am Landkampf um Narvik im Marine-Bataillon „Kohte“. Danach Stabsverwendungen beim Marinegruppenkommando Ost und Nord.
U-Boot-Dienst (1941–1943) 1941: Ausbildung zum U-Boot-Kommandanten (U-Lehrdivision, Torpedoschule, Schießlehrgang). 19.08.1941 – 01.11.1943:
Kommandant von U 405. 01.11.1943: U 405 wird im mittleren Nordatlantik versenkt – Totalverlust. Der Kommandant, Kapitänleutnant Hopmann, erhielt posthum das Deutsche Kreuz in Gold.